Ich hab grad keine Ahnung, wo ich anfangen soll. Mein erster Blogbeitrag seit 4 Wochen, den ich hier veröffentliche.  Seit 4 Jahren blogge ich nun schon. Seit 4 Jahren habe ich wöchentlich mit ein paar Ausnahmen einen Beitrag geschrieben. 

Auf meiner Über mich & der Blog Seite steht, warum es diesen Blog gibt. Ja, mein Blog ist aus einem besonderen Grund entstanden.

Es ist unfassbar was ich in den letzten 4 Jahren mit meinem Blog erlebt habe. Ich war an Orten und Ländern, die ich ohne den Blog so nicht gefunden hätte.

Ich habe inspirierende Menschen getroffen mit Zielen – out of the mainstream – und Mut zur Umsetzung. Ich wurde vom Fernsehen eingeladen und die Nationalbibliothek in Wien hat mich informiert, dass sie seit einiger Zeit meinen Blog/meine Texte digitalisieren. Ich konnte bei großartigen Presse- und Bloggerreisen dabei sein. Konnte tolle Projekte umsetzen. Ja, es war wirklich viel was ich gemacht habe (2017 | 2016 | 2015).

Die letzten 4 Jahre wurde ich Teil dieser großartigen österreichischen Blogger-Gemeinschaft. Wir, die das Bloggen zum freien Internet-Journalismus gemacht haben. Die vorgezeigt haben was digitaler Journalismus in Kombination mit digital Marketing, Content Marketing, Blogger Relations – Kooperationen in Österreich überhaupt bedeutet und wie viel Arbeit und Know-how da drinnen steckt.

Ich habe persönlich in ganz Europa großartige Blogger, Social Media Spezialisten, (digital) Journalisten, PR-Experten und Fotografen kennenlernen können.

Jeder für sich ein Unikat mit einer Leidenschaft für etwas: Kochen, Lesen, Fashion, Sport, Reisen, Wandern uvm.Allerdings überall wo Licht, ist auch Schatten

Ja, das ist die traurige Wahrheit. Ich könnte jetzt sagen es ist was Menschliches.

Ja, ist es und ja klar, wenn man öffentlich im Internet schreibt, kann man behaupten selber schuld, als Blogger, digital Journalist muss man das schon aushalten ist ja schließlich ein Job.

Ja, so leicht kann man es sich machen, wenn man nicht in der Situation ist. So leicht machen es sich einfach viele Menschen.

Ärzte, Politiker, Journalisten, Blogger etc alle die in der Öffentlichkeit stehen sollten es der Gemeinschaft möglichst -kostenlos- recht machen. Aber wisst ihr was: Bullshit! Keiner, aber auch keiner ist für die anderen verantwortlich! Wir sollten eher wieder anfangen dankbarer zu sein, dass Menschen in diesen Berufen ihre Zeit, ihr Wissen und Leidenschaft investieren. An all die Jammerer da draußen, macht es doch selbst besser, dann könnt ihr mitreden!

Ich habe in den letzten 4 Jahren durch den Blog hässliche Kommentare einstecken müssen.

Angriffe gegen mich als Person und Frau. Kritik von Menschen, die glauben einfach so ohne Namen und Adresse ihren Frust abliefern zu müssen.

Menschen, die mich verurteilt haben, dass ich etwas gesagt oder getan oder etwas angesprochen habe, was sie nicht hören wollten. Ich wäre ihnen zu präsent oder zu kritisch oder zu positiv oder zu negativ, ich können nicht schreiben, ich bin scheiße, was ich den will usw.

Genauso habe ich schwarze Schafe unter uns Bloggern, Social Media Betreibern und Kooperationspartner erlebt. Das war manchmal wirklich sehr anstrengend, weil man dann da steht und manchmal wirklich an der Welt und seiner eigenen Wahrnehmung zweifelt.

Es kostet Kraft

All diese Unverschämtheiten kosten Kraft. Unglaublich viel Kraft. Für all die wunderschönen Sachen, die ich erlebt habe und gelernt habe, ist der Preis wirklich enorm hoch den man persönlich dafür zahlt, dass man in der Öffentlichkeit steht. Ich habe nicht nur einmal daran gedacht, alles hinzuschmeißen.

Alles offline zu stellen. Mir diesen Wahnsinn nach und neben der Arbeit nicht mehr anzutun. Es hat mir auch Kraft gekostet mich ständig vor Freunden und Bekannten rechtfertigen zu müssen, warum ich es mache.

Bin nicht nur einmal ins Lächerliche gezogen worden, dass ich ständig im Internet oder an meinem Smartphone hänge. Habe mich selbst hinterfragt, warum ich das alles tue oder ob ich noch normal bin.

Ich wollte mich öfter verkriechen, und wie vor 4 Jahren einfach Mäuschen spielen und allen anderen in meiner Wahrnehmung für ein glückliches Leben den Vortritt lassen. Es akzeptieren, dass manche Sachen einfach so sind, wie sie sind.

Gesellschaftlich vorgegeben für andere. Dass ich einfach akzeptieren und wie so viele Stammtisch-Suddern lernen muss, damit ich in die Gesellschaft passe. Mich bedauern und abwarten lernen muss, anstatt zu probieren und zu lernen.

Oftmals dachte ich, ich habe den Fokus meines Blogs aus den Augen verloren.Aber wisst ihr was? Denkste. Die letzten 4 Jahre sind das Beste, was mir passiert sind. Jede einzelne Erfahrung hat mich unglaublich stark gemacht.

Auch Erfahrungen, die ihr nicht direkt im Blog mitbekommen habt. Erfahrungen die ich im privaten wie auch im beruflichen erlebt habe.

Erfahrungen die mich eigentlich wirklich nun an den Punkt gebracht haben, wo ich heute stehe. Dass ich mich für gar nichts aber auch gar nichts rechtfertigen muss.

Ich liebe das Entdecken der Welt, Bloggen, Fotografieren, Reisen, Technik und mir Gedanken machen. Das ist einfach so.

Verdammt diese 4 Jahre haben mich gelernt, dass der Preis zwar hoch ist, aber ich keine Sekunde missen mag was ich alles gelernt und gesehen habe. Ja, es kostet enorm viel Kraft, für sich einzustehen und seine Erfahrungen zu äußern, aber tausendmal besser für sein eigenes Glück, für seinen eigenen Weg einzustehen, Fehler zu machen und zu lernen.

Ich gebe mittlerweile einen dicken Pups auf all die Jammerer und mich infrage stellenden Personen. Wer mich verstehen will, der versteht mich.

Wind der Veränderung

Jedenfalls ist in den letzten Wochen was passiert.

Was soll ich sagen, gerade die letzten Wochen habe ich etwas Seltsames bemerkt: Ich bin angekommen!

Ich weiß nicht, was es war, dass ich diesen Punkt genau vor ein paar Wochen erreicht habe.

Vielleicht meine „fast Krebs-Diagnose“ oder das mich ein langjähriger Freund, wo ich dachte, wir stehen uns nahe, mich mehr als enttäuscht hat, weil er mich ein halbes Jahr belogen und außen vorgelassen hat, obwohl er mittlerweile wissen sollte, dass ich ihn so gut kenne, dass ich es wußte.

Jeder Tag mehr an dem er nichts gesagt hatte, hat es mich mehr verletzt und mir gezeigt, wo unsere „Freundschaft“ steht. Ich dachte, in einer Freundschaft redet man und unterstützt sich. Das war auch lange, aber ich bin froh um die Ent-Täuschung.

Nein, ich bin unendlich dankbar dafür.

Manche Freundschaften brauchen einfach ein Ablaufdatum um sie endgültig zu lösen.

Der Tod meiner Großmutter Anfang des Jahres. Schwere Krankheiten bzw Unfälle lieber Kollegen. Die Reise mit Karin am Segelschiff Gamba. Es wird ein Mix aus allem gewesen sein, der mich aufgerüttelt hat.
Der mich aufgerüttelt hat, dass Menschen vergänglich sind.

Erinnerungen bleiben und vor allem die Lebenszeit zu kurz ist um sie mit Dingen zu verbringen, die es einfach nicht wert sind bzw nicht gut tun. Ich selbst schauen muss für mich, dass ich meine Schäfchen ins Trockene bringe und nicht immer so viel Rücksicht auf die Gefühle der anderen nehmen sollte. Sondern noch mehr auf meine Gefühle und Grenzen achten muss und mir auch oftmals das nehmen, was ich wirklich will.

Ich bin kein Fan von einer rücksichtslosen Welt. Nein. Ich habe nur für mich beschlossen noch genauer auf meine Lebenszeit zu achten. Ja, klar alles leichter gesagt als getan, aber der erste Schritt ist zu erkennen was einem gut tut und was man wirklich mag.

Ich fühle mich momentan unglaublich befreit. Ich fühle mich angekommen. Weniger kämpfen, mehr leben. Weniger planen und sich weniger Sorgen machen. Noch mehr bei sich bleiben.

Ich habe das Gefühl, alles ordnet sich zum Guten gerade neu. Mein ursprünglicher Blog-Sinn ist nun erwachsen geworden. Es ist nun die richtige Zeit angebrochen, sich auf neue Dinge zu fokussieren. Was das ist, werdet ihr in Zukunft mit Sicherheit mitbekommen. Die Dorisworld.at geht weiter, aber anders.

Vorerst werde ich mich mal endgültig für unbegrenzte Zeit vom Blog und meinen Social Media Kanäle zurückziehe. Bevor ich das aber mache, möchte ich noch von meiner Segelreise erzählen.

Da wird dann bald ein Blogbeitrag online gehen.

Die Segelreise ist mir ein wirkliches Anliegen euch darüber zu berichten. Genauer eigentlich über das Projekt von Karin. Das Projekt könnt ihr nämlich auch unterstützen, wenn ihr wollt.

Nunja bleibt gespannt. Ich bin es definitiv!