Gestatten: Doris, (Freizeit)Bloggerin – Was es mit der Bloggerei auf sich hat…

„Und was tust du so in deiner Freizeit?“ „Ja ich blogge, somit schreibe und fotografiere ich. Setze mich sozusagen in dieser Form kreativ mit der Welt auseinander.“ „Aha und was schreibst du da so?“ „Verschieden, also bei mir am Blog dreht sich eher alles so um ein gesundes, reflektiertes Leben. Also Bergwandern, das macht mir Spaß und Reisen und Essen, ich liebe Genuss pur und ja Entspannung.“ „Also alles.“ „Nein, so eine klassische Fashionbloggerin, bin ich nicht?“. „Also was ist das nun ein Blog – du betreibst also eine Homepage im Internet oder wie? Warum machst du sowas? Verdienst du da was dabei?“

Homepage vs Blog : Blog vs Homepage

Mit solchen Fragen bin ich nicht schon einmal bombardiert worden und ich dachte mir ich schreibe jetzt einfach mal darüber. Also fangen wir mal mit der Basis an. Was ist ein Blog? Wenn du ein/eine schlaue(r) Füchs*in bist, hast du das sicherlich schon mal gegoogelt oder? Was ist nun der Unterschied von einer Homepage und einem Blog. Ich versuche, dass jetzt mal in meinen eigenen Worten zu erklären: Also eine Homepage ist meist eine statische Angelegenheit, wo je nach Zweck der Homepage die jeweiligen Informationen im Internet preisgegeben werden. Also stell dir das Internet mal als ein dickes Buch vor. Tja und eine Homepage kann ein Kapitel oder nur eine Seite von dem Buch sein. Ein Blog gibt ebenso Informationen über etwas, ist aber im Vergleich zur reinen Homepage keine statische Angelegenheit, sondern eine dynamische. Will heißen, wenn wir wieder zum Buchbeispiel zurückkehren, ein Kapitel welches sich nie festlegt wie viele Seiten es dick werden wird. Google als die größte Internetsuchmaschinen der Welt mag Internetseite | Homepages allerdings total gerne die dynamisch sind. Warum? Ich denke das muss man sich wie mit einem Haus vorstellen. Nehmen wir das Haus als Synonym für die Internetseite | Homepage. Ein Haus bauen und hinstellen ist mit ein bisschen Aufwand verbunden aber mittlerweile schon ganz leicht. Allerdings muss jemand das Haus putzen und reinigen, Instandhalten, damit es schön bleibt und in so ein Haus geht man ja dann auch viel lieber als in ein dreckiges altes Haus. Genauso ist Google. Es stellt unter anderem bei der Suche immer die Homepages weiter oben als Suchergebnis dar, wo sozusagen laufend was passiert. In Fachbegriffen: Der Content gewartet wird. Darum haben mittlerweile viele Homepages auch einen Blog integriert. Weil viele wollen bei der Google-Suche bei den Ergebnissen ganz oben sein.

Was tut nun ein | eine Blogger*in?

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So was hat das nun alles mit mir zu tun? Also die Aufgabe einer Bloggerin ist also den Blog immer wieder mit neuen Text, Fotos, Videos – also Content – zu befüllen. Dieser Content sollte aber je nachdem was man für ein Ziel verfolgt immer zum Themenbereich passen bzw viele Leser*innen anziehen. Ein | Eine Blogger*in deckt demnach mehrere Anforderungen: Kreativität, Fotografisches, Journalistisches Know-How, gute Auffassungsgabe, extrem gute Computerkenntnisse | eine Affinität für New Media.

Ich und mein Blog: Meine liebste Freizeitbeschäftigung.

Wenn ich zurück blicke, was ich die letzten 3 Jahre übers bloggen gelernt habe macht mich das unheimlich stolz. Wie ich schon mal in früheren Beiträgen auf meinen Blog geschrieben habe, bin ich ja irgendwo doch ein bisschen durch Zufall zum Bloggen gekommen. Eigentlich fing ja alles damit an, dass ich meine Auslandserfahrungen vor 7 Jahren dokumentieren wollte und das halt wie soviele über einen Blog. Mit 2008 kurz vor meinen Studienabschluss bin ich irgendwie durch Zufall in der online Marketing, PR und Social Media Welt gelandet. Will heißen wir haben mehrere Projekte in diesem Bereich für namhafte Unternehmen umgesetzt. 2010 dann mein Haupt-Studienabschluss und der Vollzeit-Berufseinstieg wieder. Ich war todunglücklich merkte ich doch, dass ich in der falschen Branche und im falschen Job gelandet bin. Eine absolute Sinnkrise folgte. Ein weiteres Jahr bei einer der führenden digital Agenturen weltweit, wo ich fast ausgebrannt wäre, zwar der Entschluss, dass mir der spannende Inhalt von online Marketing und PR taugt, aber nicht mehr in so einer getriebenen Konstellation wie sie dort damals war. In einer Auszeit habe ich wieder meinen Blog von früher reanimiert, zuerst wieder mit Jimdo umgesetzt und dann endgültig auf WordPress umgezogen. Die jeweiligen Umzüge haben mir viele Wochen an Arbeit gekostet, aber das Learning für mich war immens.

Irgendwann im Jahr 2014 nach einer erneuten privaten schweren Krise, war dann plötzlich www.dorisworld.at bereit zum Durchstarten. Meine erste richtige, schöne eigene, AT-Domän. Mein Blog der 100%ig ICH ist. Ich habe meinen Anspruch an Perfektion an mich heruntergeschraubt. „Doris, einmal die Woche publizieren, aber nur wenn es dir Spaß macht“, war mein Credo von Anfang an. Nun mehr als 100 Beiträge und 1000 Fotos später, seit heuer mit perfekt designten LOGO, kann ich nur sagen, ja ich habe soviel gelernt (von Journalisten-, Fotografie-Ausbildung, von anderen tollen Blogger*innen etc), vorallem soviel selbst über mich. Irgendwas ist da in mir, was mich treibt, Texte zu schreiben und zu Fotografieren. Reisen zu beobachten und das schöne, interessante, originelle, aufzusaugen um es dann strukturiert und organisiert hier im Blog weiterzugeben. Es stimmt mich einfach glücklich, auch wenn es oftmals wirklich viel Arbeit ist.

Kooperationen | Geld verdienen:

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Wie gesagt, ist das mein absoluter Freizeitspaß, weil ich ja noch meinen Brötchenjob haben, wobei ich mittlerweile sagen muss, dass sich mein Blog in Dimensionen entwickelt hat, wo ich seit Monaten nicht mehr wirklich von Freizeit reden kann. Kooperations-, Fotoanfragen bis hin zu Anfragen für Vorträge. Auch habe ich nun einen eigenen Master-FH-Lehrgang. Mehr dazu sage ich bald in einem gesonderten Beitrag. Ausschließlich vom Blog leben, nein den Mut hätte ich noch nicht. Auch ist es nicht mein Beweggrund, warum ich blogge.

Es mögen zwar viele behaupten sie können ausschließlich vom Blog leben, jedoch beim genaueren Hinschauen verdienen sie eigentlich am Verkauf von Büchern, als freie Journalisten, Fotografen, Berater*innen. Den Mut an 100 % Selbständigkeit habe ich noch nicht. Viel zu viele organisatorische Dinge hängen da dran: Selbstversicherung, was ist wenn man krank ist, Pensionsversicherung, Steuer etc. Vielleicht wird der Zeitpunkt mal kommen, wo ich den 100%igen Mut habe.

Wie gesagt, manche Menschen gehen in ihrer Freizeit einen permanent Saufen oder Sporteln die ganze Welt nieder bzw. Familie dazu. Jeden das seine, bei mir ist es mein Blog und das heißt Schreiben und Fotografie zwischen auf einen Trink gehen, Geselligkeit, Sporteln und Reisen.

Ich glaube auch, Österreichs-Marketer sind einfach noch nicht reif für die Blogger*innen, wegen eines Wissens-Gap. In der USA leben ja die großen Blogger*innen schon von ihren Blogs. Dadurch, dass ich selbst auch Marketer bin, weiß ich wie viele bei uns in der Branche noch nicht mal im digitalen Zeitalter angekommen sind. Es werden zwar horrende Summen ausgegeben für Inserate in Tageszeitungen bzw. print Magazinen um die Bekanntheit von Marken zu steigern, aber an klassisches Empfehlungsmarketing durch online Medien denken noch die wenigsten. Eine print Tageszeitung bzw Magazin ist spätestens nach ein paar Stunden in der Rundablage (Mistkübel) aber eine gute online Story sogar viele Jahre online. Tja und ganz ehrlich, der Großteil der Bevölkerung, wenn sie was suchen oder sich über etwas informieren wollen, suchen wo? Exakt auf Google im Internet. Wir Blogger*innen haben demnach noch sehr viel Aufklärungsarbeit vor uns, gerade in Österreich.

Die Unternehmen und Marketer zeigen sich aber nun auch schön langsam interessiert an der Möglichkeit Blogger. Da muss ich schon ein großes Dankeschön an zB Gerhard Liebenberger und Co aussprechen, die zum Beispiel auch die erste Bloggerkonferenz in Linz organisieren. Leider kann ich bei der ABC – Bloggerkonferenz nicht dabei sein, weil Lange Nacht der Forschung ist. Ich muss auch ehrlich gestehen, sie ist mir zu teuer, mit dem Hintergedanken, dass es auch noch keine Referenzen für die Konferenz gibt. Ich wünsche euch dennoch viel Erfolg, vielleicht für mich nächstes Jahr.

Oberösterreichs Blogger*innen:

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Mein Wunsch ist demnach, dass bald alle Kenntnis darüber haben, was Blogger*innen sind. Was ein | eine Blogger*in tut und wie viel Know-how dahinter steckt. Wie viele Stunden, Kreativität, Energie, Zeit mit Liebe, Geduld fürs Detail jeder | jede Blogger*in aufbringt. Vielleicht trage ich mit diesem Beitrag ein bisschen zur Aufklärung bei. Mittlerweile sind ja in Oberösterreich schon einige ganz tolle Blogger*innen unterwegs mit einer enormen Reichweite. Kennt ihr diese Blogger*innen schon?

Mehr Blogs aus Oberösterreich bzw Österreich findest du auch unter Blogheim.

Zusammengefasst aus meiner Sicht:

Bloggen ist eine kreative Form um online seine eigene Welt, Leidenschaften, Hobbys zu erklären. Profi-Blogger haben Kenntnisse in online Medien | Content Management Systeme | IT-Affinität | Persönlichkeit (zumindest online ;-)) | Ahnung von Fotografie und Talent | und lieben es Texte zu verfassen.

Wenn du mehr zum Thema Bloggen wissen möchtest. Mehr zum Thema Blogger Relations? Mehr zum Thema Marketing und Blogger? Mehr zum Thema Bloggen in Österreich? Du einfach Fragen an mich und über mich hast. Dann finde weitere Informationen hier und hier bzw kontaktiere mich.

Was denkst du? Was sind Blogger*innen für dich? Interessieren dich die online Blogbeiträge der Blogger? Was gefällt dir bei den Blogbeiträgen? Was nicht? Kennst du bereits einige Blogger aus Oberösterreich? Welche Blogs liest du gerne?

Alles liebe,

Eure, Doris

12 Kommentare zu „Gestatten: Doris, (Freizeit)Bloggerin – Was es mit der Bloggerei auf sich hat…

  1. Hallo Doris,
    das hast du wirklich sehr gut und anschaulich erklärt. Leider ist der Begriff bloggen für viele Nichtblogger etwas fremd und wissen sich damit nichts anzufangen. Schade das du bei der ABC nicht dabei bist, aber wir haben ja schon darüber gesprochen.
    Schönes Wochenende noch und dickes Bussi

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  2. Hallo liebe Doris,
    sehr interessant, wieder ein wenig mehr über Deinen Hintergrund und Deine Beweggründe zu erfahren. Mein Blog ist ein Onlinetagebuch über meine selbstgewerkelten Dinge. So war es von Anfang an gedacht. Nur dass das auch so viele andere Menschen interessieren könnte, hätte ich nicht gedacht! Und inzwischen schaue ich mich lieber auf den Seiten meiner Lieblingsblogger um als Zeitschriften zu kaufen. Sicher geht es auch vielen, vielen anderen Menschen so. Also nur weiter mit der Aufklärungsarbeit! Ich freue mich und besuche Dich so gern hier!
    Viele liebe Grüße zu Dir, Tanja

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  3. Liebe Doris, durch Tanja zu dir gefunden…Und in unserem deutschen Ü30-Bloggerinen Netzwerk finden sich seit einiger Zeit erfreulicherweise immer mehr aus Österreich und der Schweiz ein. Die Lage ist in Deutschland grundsätzlich nicht anders. Da müssen wir noch dicke Bretter bohren. Auch was die Professionalisierung des Bloggens angeht…Standards für Kooperationen etc. Ich persönlich bin immer etwas verwundert, wenn ein Blog als Hobby bezeichnet wird, der mit kommerziellen Firmen kooperiert. Kostelos versteht sich…Ich als Ü40 Modebloggerin gehe sehr gerne auf Blogger Events, um Präsenz zu zeigen. LG Sabina

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  4. Vielen Dank für all die wunderbaren Kommentare. @ Tanjaswelt: Ja ich hätte Euch gerne alle bei der ABC gesehen. Es wird sicherlich ein nächstes Mal geben, dann freue ich mich umso mehr.
    @Einer schreit immer: Echt du bist auch Oberösterreicherin? Das wußte ich gar nicht! Ich mag deinen Blog, vorallem deine Schreibe so gerne. Nicht einmal habe ich bei deinen Beitrag so lachen müssen, dass ich fast vom Stuhl gekippt wäre.
    @Tanja von Mxliving: Ich freue mich so von dir zu hören. Du hast so einen wunderbaren schönen Blog. Da steckt soviel liebe drinnen, ich surfe so gerne bei dir vorbei. Freut mich, dass ich dich hier an mich adressiert lese. Das freut mich total ❤
    @romy: danke für dein kommentar. ich stimme dir voll und ganz zu ❤
    @oceanbluestyle: schön wenn du zu mir gefunden hast. ich glaube es mag nur so scheinen, dass es sehr wenige ü30 bzw ü40 blogger*innen gibt. Ich denke die sind einfach nur ein bisschen kleiner und persönlicher geführt als die masse -die ü20 blogger*innen. die ü20 blogger*innen sind sozusagen die digitalen ureinwohner; wir sind "nur" die digitalen natives, halt eine andere generation und die verhält sich im netzt glaube ich auch anders…als die masse….
    ❤ ❤ ❤ doris

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  5. Wow Doris, so ein toller und informativer Blogpost! Den werde ich mir auf mein Smartphone kopieren und jedem zeigen, der mich fragt was ein Blog ist und wozu man so was macht 🙂 Leider leben wir in Kärnten da nochmals ein Stück hinterm Mond als in Westösterreich: Bei uns wollen sogar die vom Tourismus lebenden Betriebe den Mehrwert von Blogger-Relations noch nicht erkennen 😦
    Bist du zufällig bei der Bloggerconvention SALT 2016 am kommenden WE dabei? GLG, Anita

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