Gestatten: Bloggerin und nicht Trottel vom Dienst | Knigge für den Umgang mit Bloggern

Wie schon in meinem letzten Beitrag über Gestatten Freizeitbloggerin möchte ich nun auch hier, mit diesem Beitrag mehr zur Aufklärungsarbeit vor allem für Marketer bzw Unternehmen hinsichtlich Blogger Relations bzw Umgang mit Bloggern beitragen.

Erst kürzlich habe ich mich mit einer Bekannten getroffen, die mich zum Thema Blogger Relations befragt hat dh, wie man am besten mit Bloggern umgeht bzw wie man es am besten schafft, Blogger anzusprechen und für seine Sachen zu begeistern bzw Kooperationen einzufädeln. Das fand ich sehr schön, dass sie mich gefragt hat.

Weiters haben mich ein paar superschöne Negativbeispiele dazu bewegt diesen Artikel zu schreiben. Vielleicht auch um meinen Dampf darüber abzulassen wie „geschissen“, „unprofessionell“ manche Menschen Marketing bzw Vertrieb betreiben. Da blutet mir das Herz, weil ich sag es wie es ist, diese Unternehmen hinterlassen bei mir meistens dann einen nicht guten bzw einen unseriösen Eindruck. Dort kaufe ich dann so schnell aber auch sicher nichts bzw habe ich die Marke nicht gut in meiner Erinnerung.

Ich habe mir daher gedacht, ich zähle jetzt mal ein paar Negativbeispiele auf. Jaja ist eigentlich nicht mein Stil, weil ich ja eigentlich gerne positiv schreibe, aber manchmal muss es einfach sein. Ich denke von Negativbeispielen kann man supergut lernen. Die LEIDER NEIN bei zum Beispiel Deutschland sucht den Superstar bzw bei der österreichischen Version dazu „Starmania“ sind ja auch immer Weltbeispiele dabei gewesen unter dem Motto: So nicht.

Meine Message an alle diese Marketer, Vertriebler, PRler da draußen:

Also lieber Marketer, Vertriebler, PRler mein Rat an Euch – schreibt es Euch hinter die Ohren: Hinter jedem Blog steht grundsätzlich ein Mensch, der mit Leidenschaft bloggt – also so sollte es in der Theorie gerade unter den Bloggern sein. Das seht Ihr daran, wie schön und sauber ein Blog geführt ist, wie kontinuierlich die Texte publiziert werden, an den Zugriffszahlen an den sauberen Verlinkungen, an den reflektierten Texten und Fotos, an der Themenauswahl. Geht daher so mit diesen Menschen (Bloggern) um, wie Ihr auch mit Euch umgehen würdet. Das heißt, höflich, freundlich, direkt und bitte mit Hirn.

Konkret meine ich damit, wenn Ihr einem Blogger per E-Mail anschreibt, formuliert klar im Betreff bzw E-Mail, was ihr wollt. Kurz, knackig, bündig. Sagt, was ihr für Gegenleistung dafür anbieten könnt bzw von ihm erwartet und jetzt kommts, schreibt den Blogger „persönlich, wertschätzend“ an. Bevor Ihr aber einen Blogger anschreibt, schaut mal nach, ob er überhaupt zu Euch und Euren Unternehmen, Produkt, Dienstleistung passt bzw vielleicht schreibt ihr gleich auch Eure Idee dahinter mit Argumenten, warum gerade Euer Produkt/Dienstleistung zum Blog passen könnte.

Wenn ihr Euch nicht sicher seid, einen guten Überblick über die österreichweiten Blogger liefert zB http://www.blogheim.at. Einfach nachsehen, was ein Blogger so macht dh ihr öffnet die Webseite des Bloggers also den Blog und lest einfach mal rein. Ist doch nicht so schwer oder? Ja ich gebe es zu, es gibt viele unübersichtliche Blogs – tja dann schreibt Ihr halt rein bei der persönlichen Ansprache an den Blogger bzw Email, dass Ihr Euch nicht sicher seit über was der Blog ist und ob Euer Produkt dazu passt und ob sich der Blogger was mit Euren Produkt/Dienstleistung vorstellen kann. Definitiv hat der Blogger dann das Gefühl ihr habt Euch, mit ihm/ihr bereits auseinandergesetzt. So vermittelt ihr dem Blogger das Gefühl von Wertschätzung und glaubt mir, Wertschätzung bewirkt Wunder und öffnet immer fast alle Türen.

Beispiel 1: Als eine Autoersatzteile-Webseite beschloss, dass ich der optimale Blog für Ihre Werbeeinschaltung bin!

Ich habe vor ein paar Monaten eine E-Mail von einer Autoersatzteil-Firma erhalten. Ich habe bis dato von diesem Unternehmen nichts gehört gehabt. Die Anfrage lautete folgendermaßen:

Pkw-Teile

Ganz ehrlich, es wird wahrscheinlich genug Blogger geben, die auf sowas einsteigen, aber die zerschlagen sich eh über kurz oder lange dann die Reputation. Was meine ich damit?

Also, wer meinen Blog aufmerksam liest weiß, über was ich blogge, oder kennt zu mindestens meinen Stil. Weiters steht auch ganz genau, über was ich blogge auf meiner Impressumseite. Dieser nette Herr – nennen wir Ihn Ralph hat somit es nicht mal der Mühe wert gefunden – einen einzigen Klick auf meinen Blog bzw Impressumseite zu machen, um sich die Frage zu beantworten – passt der Blog von der Doris überhaupt zu mir. Weiters ist ganz klar zu erkennen, dass es sich hierbei um ein Massen-E-Mail handelt. Schaut mal die Anrede: Sehr geehrte Damen und Herren nix da mit einer persönlichen Anrede wie: Hallo Doris oder Hallo Frau Mag. P oder so. Weiters ganz ernsthaft glaubt Ihr, dass Auto-PKW-Teile zu meinem Blog passen? Dazu nicht mal ein Argument, warum Autoteile nach dem Herr Ralph seiner Meinung zu mir passt. Weiters, was für eine Floskel: „…im Zuge einer redaktionellen Recherche nach angemessenen Seiten…“ was hat er den recherchiert, außer vielleicht meine Zugriffszahlen?

Fassen wir zusammen, es handelt sich um ein Massenmail an alle Blogger dieser Welt (scheinbar), die irgendwie eine Seite im Internet betreiben und der nette Herr Ralph hofft, dass nach diesem E-Mail jemand bei ihm anruft.

Tja auch ein Weg zu seinem Ziel zu kommen, aber ganz echt glaubt Ihr, dass ein seriöser Blogger, der das Bloggen privat und aus Leidenschaft also ohne jegliche Megagewinnabsicht es Not hat sich bei dem Herrn Ralph zu melden? Warum auch? Es ist Arbeit. Arbeit jemanden eine E-Mail zurück zuschreiben, der sich offensichtlich schon im Vorfeld NULL Mühe gemacht hat. Arbeit also in der Freizeit, wo man doch so einfach schön über Dinge bloggen könnte die einem Gefallen.

Ja es werden sich sicherlich eventuelle Blogger bei ihm melden, das sind aber jene, die ihren Blog mit irgendwelchen Sachen zumüllen oder wirklich im Sektor Auto Ihren Blog betreiben. Aber ganz ehrlich ein Unternehmen also Hr. Ralph, welches sich im Vorhinein nicht mal die Mühe macht die „richtigen“ Blogger für sich auszuwählen, hat meistens einen unseriösen Touch, kundenfremd und profitgeil oder ich nehme mal das Positive an, haben keine Ahnung von irgendeiner Form von Marketing bzw Blogger Relations, da geht es rein nur um Vertrieb egal wie.

Normalerweise schluckt so eine E-Mail mein Spamfilter, jedoch für so ein schönes negativ Beispiel bin ich froh, dass diese E-Mail nicht verschluckt wurde. Schade definitiv um die Zeit von Herrn Ralph und mir.

Beispiel 2: Als eine Internetplattform beschloss, dass mein Blog so super ist und mich hinsichtlich den Konditionen anlog!

Ein weiteres Negativbeispiel war auch erst kürzlich, als mich eine Dame von einer Internetplattform anschrieb, ich mag mich doch einfach so kostenlos in ihrem Netzwerk registrieren, weil ich so einen tollen Blog habe und sie findet ihn so wunderbar. Irgendwie spüre ich so was immer wie 2 Meter gegen den Wind, wenn was nicht seriös ist. Habe mich artig für das Kompliment bedankt und gleich nachgefragt, was sie für eine Gegenleistung von mir will.

Nein, sie will nichts als Gegenleistung nur registrieren auf der Plattform, weil die Plattform dann meinen Content teilt. Aha. Na dann. Warum nicht? Content teilen als Blogger immer gut.

Ok, ich auf der Plattform meinen kleinen aber feinen Blog registriert, steht dann auf der letzten Seite, dass ich mich „freiwillig“ verpflichte, dass ich das LOGO von Ihnen auf meiner Startseite einbaue. OK dachte ich mir, interessant. Eine freiwillige Gegenleistung, das ist ja ok. Dennoch Logo einbinden auf meiner Startseite ist schon viel „goodwill“, für eine Internetplattform die ich gar nicht kenne, das will ich nicht. Also habe ich es nicht eingebunden. Ist ja nur freiwillig.

Jeder Blogger mit Hirn und nicht ganz so wenig Zugriffszahlen weiß, dass seine Startseite unter anderem sein wichtigstes Kapital ist und warum sollte ich da ein fremdes LOGO plötzlich einfach so freiwillig einbauen, ohne die Organisation, Unternehmen dahinter wirklich zu kennen. Vorallem wenn nicht mal ich auf sie aufmerksam geworden bin, sondern sie etwas von mir wollen.

Nicht mal 2 Tage später, kam von der Dame von der Internetplattform eine Mail mit der Aufforderung das Logo auf meiner Startseite einzubinden. Ich: Warum?! Ich dachte die Registrierung und Logoeinbindung wäre freiwillig ohne Gegenleistung und ich will kein fremdes Logo, wo ich das Unternehmen dahinter nicht ausreichend kenne, auf meiner Startseite einbinden.

Dann wurde sie pappig und meinte, dann muss sie mich aus der Datenbank löschen. Ich: Ja gut dann bitte löschen. Ist zwar schade, aber wenn die Kondition ein nicht freiwilliges Logoeinbinden auf meiner Startseite ist, dann passt es halt für mich nicht. Dann wurde sie weiter pappig, anstatt es gut bleiben zu lassen und meine Entscheidung zu akzeptieren. Ein professionelles zusammen Umgehen, wenn keiner in irgendeiner Abhängigkeit vom anderen steht, hat für mich damit zu tun, dass ich Entscheidungen des anderen akzeptiere und freundlich bleibe und vor allem meine Konditionen im Vorhinein nenne.

Ich will mit dem Beispiel nur zeigen. Sie hat mir für nichts als Arbeit gemacht und meinen Blogger Goodwill ausgenutzt. Hätte sie vorher auf sich aufmerksam gemacht, ihre Konditionen klar ausgedrückt bzw mir die Möglichkeit gegeben über gemeinsame mögliche Kooperation nachzudenken hätten wir uns viel Zeit gespart. Von dem abgesehen, dann aber am Ende dann noch pappig werden, obwohl sie die ganze Zeit nur etwas von mir wollte, macht sogar auch mir dann einen Hals.

Beispiel 3: Eine Campingwagenfirma die einfach so einen Do-Follow-Link-Artikel GRATIS wollten ohne welches ich überhaupt einen Campingwagen von denen aus der Entfernung gesehen habe geschweige den das Unternehmen kenne!

Letztes Jahr machte eine Campingwagenfirma bei uns Bloggern die Runde. Die Anfrage der Campingwagenfirma: Schreibe über die Firma bzw über unsere Campingwagenangebote. Noch konkreter baue den Homepage-Link dieser Firma in einem Campingwagen-Ausflug-Blogbeitrag den du mit der Firma ihren Campingwagen gemacht hast in deinen Blog ein. Hm. Wie?

Das heißt, ich darf mal eine Runde mit dem Campingwagen drehen? Ich kenne nämlich so moderne Campingwagen gar nicht. Weiters habe ich noch nie so wirklich ein paar Tage oder eine Woche Campingwagenurlaub mit so einem Teil gemacht.

Wie? Ich soll also mir eine Geschichte ausdenken, wo ich mit denen ihren Campingwagen auf Urlaub fahre und darüber schreibe? Hmmm…

Ich bin Freizeitbloggerin @ergo ich schreibe nur über Sachen, die ich selber erlebt habe. Sprich, wenn sie mir für ein paar Tage das Wohnmobil zur Verfügung stellen, schreibe ich gerne darüber. Alles andere wäre nämlich dann ein Werbetext, ein Fake-Text oder ich kann gleich die Pressemitteilung abschreiben *ehm* umschreiben. Das hier ist aber ein Blog. Ja manche verwenden den Blog auch dafür, irgendwelche Sachen von anderen abzuschreiben. Ich nehme die Blog-Sache aber ernst und das heißt, um es zu definieren: (M)ein Blog ist sozusagen, wie ein Tagebuch über Erfahrungen die selbst erlebt wurden. Wenn ich daher jetzt anfangen würde über Sachen zu schreiben, die ich nie erlebt habe, dann würde ich das unter meiner Rubrik Roman kennzeichnen bzw meine Reputation als Bloggerin verlieren.

So nun warum sollte ich also über eine Campingwagenfirma schreiben, die darauf abzielt mehr Umsatz und somit Gewinn zu erzählen, ohne dass ich je einen Campingwagen von denen in Wirklichkeit gesehen habe.

Ich habe daher dieser Firma eine E-Mail zurückgeschrieben, was sie den nun konkret von mir wollen. Einen Werbetext? Der kostet allerdings was. Überall anders übrigens auch und in einem Printmedium mit ähnlichen Auflagenzahlen wie meine Zugriffe bis zu 5.000 EUR eine Viertelseite. Oder bekomme ich eine Einladung fürs Wohnmobil bzw darf ich damit auf Reisen gehen? Dann kann ich einen Erfahrungstext schreiben – das klingt eher nach einer Bloggerkooperation.

Die Antwort war: Nein. Sie hätten sich erwartet dass ich einfach so einen Text schreibe und ihren Link bei mir reinsetze. Auf Deutsch ich soll meine Reputation hergeben, damit jemand anderer Profit dadurch schlägt, obwohl ich nicht mal das Produkt/die Dienstleistung von dem anderen kenne. Ahja. Auf Deutsch arbeite für mich, für nichts, weil wir dich so lieb haben und dann noch doof werden, weil ich es nicht tue. Hallo, stehe ich in irgendeiner Vereinbarung mit Ihnen? Außer, dass ich Freizeitbloggerin bin und mit Sicherheit genug Themen habe, über die ich gerne schreibe, als ihren doofen Campingwagen. Sorry Sarkasmus pur. Das musste jetzt sein.

Ich fasse es nochmals zusammen. Als Bloggerin hat man großteils immer was zum Berichten, schreiben etc. Warum? Weil man es ja aus Leidenschaft macht und man schreibt ja dann automatisch über Erlebnisse, dies liegt eben so in der Natur eines Bloggers. Glaubt Ihr sonst wirklich, ich würde einfach so mal mehr als 15h die Woche mit meinem Blog verbringen, wenn ich es nicht aus Leidenschaft machen würde und immer nach Themen ringen müsste über was ich schreiben soll?

Ich denke solche Anfragen in der Art wie die Campingwagenfirma, werden immer wieder kommen, solange es auch noch Blogger gibt, die auf sowas einsteigen. Ich denke aber, dass Ihr Leserinnen, dass eh gut merkt, ob das wirklich selbst erlebt ist oder einfach nur eine bloggerisch-verpackte-gratis Werbung ohne jegliche Kennzeichnung ist.

Beispiel 4: Pressemitteilungen – mit entrüstendem E-Mail warum ich nicht darüber schreibe.

Erst kürzlich ist wiedermal eine Pressemitteilung in meinem Posteingangsordner gelandet. Ja bekomme ich laufend. Ich nehme es zur Kenntnis und freue mich darüber. Lustig wird es aber dann, wenn dann plötzlich E-Mails von Marketing bzw PR-Verantwortlichen auf diese Pressemitteilung eintrudeln, ob ich die E-Mail nicht gelesen hätte. Ja? Warum ich nicht darüber geschrieben habe? Ehm – warum schon? Was wird das hier eine Rechtfertigungsstunde? Ich stehe in keiner Verpflichtung mit Ihnen. Ich verweise hier wieder auf die Definition was ist ein Blogger bzw ICH Freizeitbloggerin: Private/Persönliche Blogger schreiben über Dinge, die sie selbst erlebt haben, warum sollte sie also eine Pressemitteilung abschreiben. Warum? Tun ja eh schon fast der Großteil aller Tageszeitung und Magazine, Pressetexte um- und abschreiben, da brauchen wir Blogger nicht auch noch damit beginnen.

Also für all die Marketer, PR, online Leute da draußen. Fassen wir zusammen:

Ein Blogger ist oftmals eine Privatperson, die über ein gewisses Thema oder eine Leidenschaft bloggt. Informierst du dich nicht im Vorhinein darüber, über was wir genau schreiben oder tun und schreibst uns dann noch eine Massenmail brauchst du nicht erwarten, dass da eine Antwort kommt. Wir sind friedfertige Wesen und freuen uns über Einladungen und fairen freundlichen Umgang. Aka – du willst was von uns, also behandle uns fair und respektvoll und bei einer Absage bitte hinnehmen und nicht patzig werden.

Konkreter Knigge an alle die von Bloggern etwas wollen:

  • Vorher überlegen, was du machen möchte bzw welchen Benefit der Blogger dem Unternehmen/dir bringen soll
  • Raussuchen, welcher Blog passen könnte (in Österreich zB via www.Blogheim.at)
  • Blogger individuell persönlich per E-Mail anschreiben oder sonst wie zB telefonisch Kontakt aufnehmen und konkret darauf eingehen, was man selber möchte und was man vom Blogger erwarten würde bzw schreiben, dass man auch offen ist für weitere Vorschläge
  • Warten, bis der Blogger sich meldet und dann schauen, ob seine eigenen Erwartungen mit denen des Bloggers zusammenpassen
  • Wenn alles passt, dann herzliche Gratulation – Kooperation eingefädelt.
  • Wenn nicht, dann wird es halt ein andermal passen.
  • Freundliche und stilvolle Verabschiedung, ohne patzig zu werden

Dieser Beitrag soll nicht dazu dienen, dass ich irgendjemanden abschrecken will. Es soll ausschließlich dazu dienen, dass sich Unternehmen bzw die Personen die Blogger anschreiben – sich die Zeit der Blogger und ihre eigene Zeit erheblich sparen könnten durch „gute“ Anfragen. Wie gesagt ich freue mich nach wie vor über jede einzelne Anfrage. Ich wünsche mir nur mehr Verständnis und Respekt gegenüber uns Bloggern. Ich hoffe damit einen weiteren Aufklärungsbeitrag rund um Bloggerkooperationen geleistet zu haben.

Liebe BloggerInnen, wie geht es Euch da so? Habt Ihr schon solche Erfahrungen wie ich gemacht und welche genau? Wie geht es den Unternehmen/Marketern/PR Leute? Ist es schwierig für Euch mit Bloggern, wie uns, in Kontakt zu treten? Freue mich über viele Kommentare

Wer sich jetzt noch weiter über Blogger Relations informieren möchte, hier ein sehr guter Artikel mit einem 7 Schritte Plan wie Blogger Relations erfolgreich funktioniert.

Sonst bei weiteren Fragen zu Blogger Relations, und wie du uns Blogger als online Medien Influenzer nützen kannst, stehe ich gerne beratend zur Seite.

Eure, Doris

13 thoughts on “Gestatten: Bloggerin und nicht Trottel vom Dienst | Knigge für den Umgang mit Bloggern

  1. Ich werd zwar (noch) nicht so oft angefragt, aber immer öfter. Meist mit den Worten „wäre super, wenn Sie über unsere Firma/unser Produkt schreiben könnten und freuen uns auf die Koopdration“.“ Ich frag dann zurück, was sie sich denn unter Kooperation so vorstellen. Die beste Antwort bisher:“Na, dass Sie über uns schreiben.“ Nachdem ich dann erklärt habe, dass es bei einer Kooperation um Nehmen UND Geben geht sage ich höflich ab, oder aber wir einigen uns auf etwas, was für beide passt. Zur Zeit bewege ich mich noch auf der Gewinnspielebene für meine LeserInnen und versuche, möglichst viel Traffic auf meinen Blog zu bekommen, indem die Partner dann meinen Beitrag verlinken. Kohle gibt’s (noch) keine. Ist aber beim Thema Nachhaltigkeit auch nicht ganz so einfach. Bin gespannt, wie es sich weiter entwickelt.

    Ach ja, ganz blöde Anfragen lösche ich einfach und ärger mich nicht darüber.

    Alles Liebe

    Sabrina

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  2. Die PKW-Teile-Anfrage haben wir auch bekommen. Auf unsere Rückmeldung, dass das für uns nicht so passend ist, fragte er, ob es nicht doch irgendeine Möglichkeit gäbe 😉

    Man darf aber auch nicht vergessen, dass die Mitarbeiter dieser Agenturen oft unter großem Performancedruck stehen. Da bleibt gute Recherche leider oft auf der Strecke. Indiskutabel ist es aber trotzdem.

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  3. Ja solche Emails kenne ich auch – und leider muss ich zugeben, dass, als ich vor Jahren im Online Marketing gearbeitet hatte und davon noch nicht so richtig viel wusste, selber auch nicht die besten Kooperationsanfragen verschickt habe. Ich habe eben das gemacht, was mir gesagt wurde, bis ich irgendwann selber unter die Blogger gegangen bin und die andere Seite kennengelernt habe. Trotzdem habe ich immer Massenmails vermieden und zumindest versucht, herauszufinden, ob der betreffende Blogger überhaupt mit Firmen zusammenarbeitet und ob das Produkt passt.

    Das Schlimmste, was ich erlebt habe bisher war jemand, der auf meine (freundliche!) Absage super sauer geworden ist, und mir eine böse Email geschickt hat, dass das Produkt sehr wohl perfekt zu meinem Blog passen würde und ich darum sehr von der (unbezahlten) Kooperation profitieren würde. Es ging um vegane Nahrungsergänzungsmittel, ich blogge ab und an über Restaurants, die ich auf meinen Reisen entdecke, aber das war’s dann auch mit „Gemeinsamkeiten“. Ich habe einfach nicht mehr reagiert und es kamen zum Glück auch keine weiteren Emails 😀

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  4. Genialer Beitrag, liebe Doris! Hut ab vor deiner Courage das Thema aufzugreifen! Deinen Knigge sollten sich Online-Marketerie an den Bildschirm heften 🙂

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  5. hihi.. ich bin für Kooperationsanfragen noch viel zu klein.. allerdings würd ich mir so eine Hetz draus machen wenn ich solche Mails bekomme 😀

    schon frech wie manche Menschen ihrem Gegenüber gegenübertreten (gute Wortwahl, Hanna .. sorry, mir fallt grad nix anderes ein haha). Aber ich mag deinen Ansatz: aus Fehlern lernt man ja immer am besten 🙂

    Liebe Grüße
    Hanna

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  6. Ich glaube jeder Blogger kennt solche Anfragen. Ich frage mich auch häufiger, wie Leute auf mich kommen, bzw. wie wir zusammenpassen sollen.

    Ab und zu informieren sich die Leute vorher aber dann doch, worüber ich blogge und denken sich dann ein wirres Konstrukt aus, wie zum Beispiel ihr Fotobuch zu meinem Schnapsblog passen könnte. Da kann man aber meist noch nett absagen, ohne pampige Antworten zu bekommen.

    Der Klassiker sind aber wirklich immer noch die Massenmails oder die Mails, in denen ich gesiezt werde. Weil man einfach merkt, dass da kein wirkliches Interesse dahintersteckt. Mal davon abgesehen, dass ich mich in Bezug auf meinem Blog absolut nicht siezen lassen will 😂

    Cheers!
    Jan

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  7. Ich finde es eigentlich am schlimmsten, wenn sie ganz – Entschuldigung – kackendreist verlangen, dass man den Artikel nicht kennzeichnet und alle gekauften Links auf do-follow-setzt. Erstes ist es (in Deutschland) illegal, zweites straft Google den Blog ab und dann hat keiner was davon. Sie fordern einen auf, eine gesetzeswidrige Handlung zu begehen… Und dann wird das nicht mal bezahlt, sondern ich darf freundlicherweise das Produkt, das im Laden 5 Euro kostet, behalten… Mich regt das maßlos auf.

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  8. Also bei den Anfragen kann ich auch nur mit dem Kopf schütteln, die waren ja echt sehr dreist. Da weiß ich immer gar nicht, was ich dazu sagen soll. Kennzeichnung und No-follow-Links sind Dinge, wo ich mich fest dran halte, aber trotzdme bekomme ich natürlich ständig Anfragen, wo nur Do Follow Links erlaubt sind. Leider gibt es ja immer noch genügend Blogger, die das auch zu den Konditionen machen und bis sich das nicht ändert, werden sich da auch die Firmen nicht ändern. Abseits davon habe ich mehr positive als negative Erfahrungen gemacht, worüber ich echt froh bin. Aber hatte auch schon öfters Mails im Postfach, wo ich Links einbauen sollte, ohne Gegenleistung. Sehe ich ehrlich gesagt nicht ein, weil hinter jedem Beitrag viel Zeit und Herzblut steckt.

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  9. Hallo Ihr Lieben, jetzt melde ich mich auch nochmals zu Wort. Ihr seits der Wahnsinn. Danke für die Kommentare – für die offenen Worte. Das schreit ja fast nach einer Blogparade zu dem Thema. LG Doris

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