Wer schreibt den hier? | Who ist die Bloggerin auf Dorisworld.at | Teil I – Meine ungeschönte Wahrheit…

Mein Blogbeitrag Gestatten (Freizeit)Bloggerin ist ja auf eine sehr große Resonanz gestoßen. Ein dickes dickes Danke an meine Leserinnen. Scheinbar sind sehr viele an dem Thema: Was ist ein Blogger bzw was ist eine Bloggerin interessiert. Welche Personen stehen dahinter? Was macht eine Bloggerin aus?

Seit meinen letzten Blogbeitrag ist ja ein bisschen Zeit verstrichen. Alle die mir auf Facebook bzw Instagram gefolgt sind (gerne freue ich mich über weitere Follower dort), haben gesehen, dass ich unterwegs war. Keine Sorge die Berichte zu meiner Reise bzw die Beiträge werden die nächsten Wochen dann auch auf meinen Blog online sein. Ich muss nur noch mich und all die Eindrücke ein bisschen sortieren, damit ich für mich weiß, wie ich euch all meine Erlebnisse organisiert berichten kann. Weiters beim Reisen und vorallem in Berlin hatte ich Zeit mir Gedanken über die Resonanz zum Blogbeitrag Gestatten(Freizeit)Bloggerin zu machen.

Mein gedanklicher Output: Ich habe mich entschieden einen weiteren Blogbeitrag in dieser Richtung zu verfassen. Ein Blogbeitrag über meine Erfahrungen. Ein Blogbeitrag über – wer ist denn http://www.dorisworld.at überhaupt. Auf Deutsch wer schreibt den hier? Wer bin ich? Warum macht man einfach so, eine persönliche Homepage/Blog? Warum berichtet man über seine Erfahrungen? Verdammt warum tut man das? Und, Ja warum tut die Doris das?

Die Blog – Motivation:

Ganz ehrlich?! Ich denke es wird so viel Scheiße in der Welt verzapft was gar nicht wahr ist, weil vieles unreflektiert nur von einer Seite angesehen wird. Eine Situation oder ein Erlebnis hat viele Sichtweisen und man muss sich immer bewusst sein, dass man NIEMALS objektiv sein kann. NIEMAND kann objektiv sein, weil immer Vorerfahrungen, Vergangenheit, Kultur mitschwingen. Der Punkt ist allerdings sich dessen bewußt zu sein. Darum gibt es nicht nur die einzig richtige Wahrheit. Allerdings gibt es Menschen die Sachen selbst erlebt haben und dir daher dann Ihren Erfahrungsschatz also Ihre Sichtweise mitgeben können. Was du dann daraus machst, bleibt dir überlassen. Ich kann dir aber raten lerne daraus, nimm die Erfahrung mit auch wenn du vielleicht in dem Moment nicht weißt was du damit direkt anfangen sollst.

Ich war schon immer eine die sich gerne aus erster Hand die Erfahrungen geholt hat. Sprich ich habe sie erlebt. (Das war manchmal nicht so angenehm, aber für was ist das Leben da. Richtig: Erfahrungen sammeln) Ich halte nichts von Menschen die alles nachplappern ohne eine tatsächliche Quelle angeben zu können, ohne tatsächlich das oder jenes erlebt zu haben. Unsere Nachrichten sind voll von irgendwelchen abgeschriebenen, umgewandelten Texten, Erfahrungen – die nur eine Sichtweise zeigen. Unser Leben ist voll von Menschen die alles besser wissen und selber noch nie den *rsch hochbekommen haben.

Aber das ist denen ihr Bier.

Ich bin eine die sich vorab über etwas informiert, sich verschiedene Meinungen einholt und es dann selber ausprobiert. Ich denke man kann nur über etwas seine Meinung abgeben, wenn man es selber erlebt bzw gemacht hat. Ich gebe dir ein Beispiel was ich meine. Zum Beispiel gehöre ich zu den wenigen in Österreich die auf Grund ihrer Herkunftsfamilie doch einen Studienabschluss haben. Als ich damals beschloss neben der Arbeit meine Matura/Abitur in der Abendschule nachzuholen wurde ich mit Kommentaren wie: „Der Hans-Peter hat es auch probiert mit der Abendschule, der hat es auch nicht geschafft“, konfrontiert. Meine Antwort: „Ach wirklich? Welche Abendschule hat er den probiert?“ Schweigen – eben keine Antwort war meistens dann der Fall.

Wisst ihr was ich meine? Die Leute reden, tratschen und mischen sich in Sachen ein ohne etwas nachgefragt, reflektiert zu haben. Sie geben einem so oft irgendwelche negativ Beispiele, warum etwas nicht funktioniert aus Angst – keine Ahnung und vorallem ohne, dass man sie jemals nach Ihrer Meinung gefragt hat.

(Die Ärzte haben vor ein paar Jahren einen ganz tollen Song darüber geschrieben. Der trifft es total meiner Meinung.)

Es wird einfach angenommen es ist so, ohne es selbst erlebt zu haben. Sie nehmen damit so vielen den Mut, dass finde ich schade. (Ich gebe es zu vielleicht habe ich das auch oftmals gemacht. Unbemerkt bei jemanden im Gespräch in der Vergangenheit. Das tut mir wirklich leid. Ich war mir dessen damals nicht bewußt.) Nämlich mit Mut, Fleiß kann man vieles im Leben bewirken. Mein Blog soll somit zum einen Erfahrungen dokumentieren, zum Nachdenken anregen, zur Reflexion beitragen und zum Mut machen. Ich schreibe hier nur über Dinge die ich selbst erlebt habe und mit eigenen Augen gesehen. In meinem Blog werden keine Pressemitteilungen umgeschrieben oder abgeschrieben und keine Werbetexte reingestellt wo ich das Produkt oder die Dienstleistung niemals selbst gesehen habe. www.dorisworld.at ist somit eine Seite voll mit Erfahrungen, so wie ich es auch meinen Freundinnen erzählen würden, wenn sie mich Fragen: Hey, wie war das nochmal? Wie hast du das erlebt? Eben authentisch, ehrlich, reflektiert, nur mit der Absicht Erfahrungen, Wissen weiterzugeben. Ich sag es ehrlich, ich war damals so froh drum, dass es soviele tolle Blogs gab zum Thema Erasmus in Schweden. Hätte es die vielen Erfahrungsberichte in Blogs nicht gegeben, ich hätte mich wahrscheinlich niemals getraut alleine in einem fremden Land zu studieren.

Wie kam die Doris zum Bloggen:

Wie ich zum Bloggen kam, habe ich eh schon ein bisschen im Blogbeitrag: Gestatten (Freizeit)Bloggerin beschrieben. Eben welches ich kurz vor meinem Auslandsjahr zum Bloggen angefangen habe und wie sich das Ganze dann entwickelt hat.

Wer ist nun die Person Doris | Ein Auszug Teil I:

P1020177_Doris

Nunja wer bin ich? Also Dorisworld.at gibt es in der Form seit bisschen mehr als ein Jahr. Genauer, Ostern, ist Dorisworld.at ein Jahr geworden. Dorisworld.at ist meine private Spielwiese wo ich wie schon oben beschrieben Erfahrungsberichte über ein gutes Leben formuliere. Seit ich denken kann, treibt mich irgendwas an, was mit Lesen, Schreiben im Grunde mit Kommunikation zu tun hat. Ich liebe es Geschichte zu hören, Geschichten zu lesen, Dinge zu erleben, schmecken, riechen, hören, sehen … Erfahrungen auszutauschen, im Grunde die Welt aus verschiedenen Augenwinkeln kennenlernen zu dürfen. Ich liebe es auch eine Struktur wo reinzubekommen, liebe es Dinge zu hinterfragen und verstehen zu lernen, warum etwas so ist wie es ist. Damit hatte ich es oft nicht leicht. Glaubt mir. Ich war damit immer schon ein sehr wissbegieriges Kind und brachte schon in der Volksschule die Lehrerinnen an ihre Grenzen. Schlimmer wurde es dann in der Hauptschule und es schien als würde niemand meine Wissbegierigkeit schätzen. Von den Erwachsenen bekam ich den Rat einfach den Mund zu halten und nicht so viel zu fragen. Ich nahm mir das als Kind tierisch zu Herzen und verlor das Interesse aktiv in Schule mitzumachen und so flüchtete ich in meine geliebten Bücher. Meine geliebten Bücher wussten immer Rat. Sie hatten immer Antworten für alles, was die Erwachsenen rund um mich nicht hatten. Meine Nase steckte immer in einem Buch und ich konnte es nicht verstehen warum die Erwachsenen so wenig Interesse an verschiedenem Wissen hatten. Es wäre doch so einfach, dachte ich mir. Die Erwachsenen würden sich so viel an Gesprächen, Streitigkeiten oder Planlosigkeit sparen, wenn sie einmal Erfahrungen von anderen in Büchern nachlesen würden. Die Schule begann mich zu langweilen und so waren auch meine Noten nur mittelmäßig. „Du musst arbeiten mit deinen Händen anstatt deinen Kopf in Bücher zu stecken. Sonst wird aus dir nichts. Fürs dumm lesen ist noch keiner bezahlt worden.“ hörte ich nicht einmal die Erwachsenen in meinem Umfeld.

Matura aber ich will doch!

Ich fühlte mich noch unverstandener. Warum darf man nichts wissen? Die Pflichtschule neigte sich dem Ende. Eine Lehre musste her. Nein ich will doch die Matura/Abitur. „Das kostet Geld und was bringt das überhaupt. Nichts. Fürs Lernen bekommt man kein Geld“, wetterten die Erwachsenen in meinem Umfeld. Hals über Kopf fuhr ich damals nach Linz. Habe ich doch von einer Bekannten über eine Bekannte gehört da gibt es eine HTL für Grafik und Design und da ist eine Aufnahmeprüfung. 300 BewerberInnen oder so und 30 werden aufgenommen. Ich war nicht dabei. Heulend fuhr ich heim und beneidete alle Kinder in meinem Alter die weiter in die Schule gehen durften. Wütend war ich auf alle Kinder in meinem Alter, wo die Eltern sie unterstützten, sie weiter in die Schule gehen konnten aber nicht wollten. Was würde ich dafür geben.

Der Zeitpunkt für eine Lehrstelle finden war schon vorbei. So wurde ich als Überbrückungsjahr in die Handelsschule gestopft. Was ist mit der Handelsakademie? Darf ich die machen biiiiitte! Ach nein das schaffst du ja sowieso nicht. Der Hans-Jörg der Sohn von der xy hat es auch nicht geschafft. Ja, aber der wollte ja auch nicht. Doris, sei mit dem zufrieden was du hast. Hm.

Die Handelsschule langweilte mich und ich fing an Nachhilfe-Unterricht für ein Mädchen aus der Handelsakademie zu geben. Wie sehr ich sie um ihren Platz in der Klasse beneidete. Da war ein Mädchen, sie war hübsch, aber nicht die hellste. Ihre Eltern wollten unbedingt, dass sie die Handelsakademie macht, obwohl sie sich überhaupt nicht dafür interessierte. Sie hielt sich permanent für etwas Besseres und blickte auf mich aus der Handelsschule, als wäre ich ein Parasit, herunter obwohl sie selbst eher für ihre Leistungen zum Handelsschule Niveau gehörte. Wie sehr ich dieses Mädchen für Ihre Arroganz hasste. Ich hätte mir alle 10 Fingern für Ihre Chance abgeschleckt und die Krönung war, dass sie es nicht mal wertschätzte die Handelsakademie besuchen zu dürfen. Nach dem ersten Jahr wurde sie nicht versetzt und sie brach die Schule ab.

Ich selbst habe dann die Handelsschule mit mittelmäßigen Noten, extrem vielen Fehlstunden, weil ich die Zeit für den zum Teil für mich zu langsamen (wir hatten 70 % Migrations-Kinder mit Deutsch als Fremdsprache) Unterricht lieber lesend verbracht habe, abgeschlossen.

Mein Learning zu der Zeit. Hilft dir selbst sonst hilft dir keiner. Bildung erhält man, gerade als Kind aus Arbeiter-Familien – auch wenn man engagiert und strebsam ist –, nicht einfach so, sondern dafür muss man kämpfen.

Im Büro.

Ich habe mir daher selbst noch vor Abschluss der Handelsschule einen Job gesucht. Unterstützung von meinem näheren Erwachsenen-Umfeld. Negativ. Ich war 17 Jahre alt und hatte Angst. Ich wollte lernen, ich war engagiert, ich war strebsam. „Nur aufs Arbeiten kommts drauf an und Geld nachhause bringen“, waren wieder die Kommentare aus meinem Umfeld. Aha. Ich begann somit in einer kleinen Autofirma zu arbeiten. Der Chef dort führte das Regiment. Er fragte nichts, dass was er anschaffte verstand keiner weil er nur schrie, Personalführung nicht vorhanden. Seine finanziellen Entscheidungen ein absolutes Chaos. Meine Aufgabe Werkstätten-Einteilung, Unterstützung bei Marketing-Materialien im Verkauf, Massenaussendungen, Rechnungserstellung Werkstatt und Neu/-Gebrauchtwagenverkauf, Kundenservice, Monatsabschluss, Vorbuchhaltung. Gesprochen über etwas wurde nie.

Im Grunde war ich Mädchen für alles, keiner konnte mir etwas erklären, weil keiner wußte wie die Arbeit geht. Ja, reden konnten alle darüber, erklären fast keiner, aber die Umsetzung blieb bei mir. Learning bei doing. Auch recht. Ich war das ja schon seit immer gewohnt. Meine Bücher halfen mir. Internet gab es damals noch nicht so verbreitet.

Ständige Schrei-Attakten vom Chef, verbale Entgleisungen und Beleidigungen weit unter der Gürtellinie. Die Konten waren restlos überzogen, die Entscheidungen die er fällte wieder einen Neuwagen anzukaufen anstatt uns unsere Gehälter die seit 3 Monaten ausständig waren zu bezahlen, verstand ich nicht. Ich traute es mir auch nicht zu hinterfragen, weil die es hinterfragten die wurden abgewimmelt mit: „Ihr habt von Business keine Erfahrung.“ Er war der Chef, ich lernte schnell.aber 3 Monate schon ohne Bezahlung arbeiten ist nicht ok oder? Wie soll ich meine Rechnungen bezahlen, wie soll ich leben, ich lebte schon von meinen Ersparnissen aus Ferienjobs von der Schule und dem zugesteckten Geld meiner Omi. Das fühlte sich im Bauch nicht richtig an und viele meiner Bücher sagten auch, das ist nicht ok. Als mich der Chef wieder unter der Gürtel-Linie stundenlang beleidigte und ich heulend dann in der Mittagspause zusammenbrach, fuhr ich auf die Arbeiterkammer. Ich habe da was von einer Arbeiterkammer gelesen, dass man sich da informieren kann. Ich hatte schreckliche Angst. Der nette Herr dort versicherte mir, dass ich richtig liege, dass es nicht ok ist monatelange sein Gehalt nicht zu bekommen. Ich habe ihm dann auch erzählt, dass ich laut meinen Handelsschule-Rechnungswesen-Kenntnissen laut den Konten der Firma annehme, dass mein Chef kurz vor der Insolvenz ist. Der nette Herr meinte, dass ich schauen soll, so schnell wie möglich eine andere Stelle wo zu bekommen und meinen Chef mit den Gehaltszahlungen konfrontieren soll. Ich habe soviel geheult. Ich hatte soviel Angst. Trotzdem bin ich mutig am nächsten Tag in die Arbeit. Der Chef hat mich und die Belegschaft dann wieder vor der ganzen Kundschaft unter der Gürtellinie zur Sau gemacht. Ich habe ihn danach höflich mit den ausstehenden Gehaltszahlungen konfrontiert und als schreiende Antwort bekommen: „Ich solle den Mund halten von etwas was ich keine Ahnung habe.“ Ich habe ihn damals angeblickt und habe gesagt, ich werde jetzt sofort nach Hause gehen, weil das so nicht mehr in Ordnung ist. Im Nachhinein betrachtet, bin ich sowas von stolz auf die junge Doris.

Meine schriftliche Kündigung, die dann doch zu einer einvernehmlichen wurde, weil mich der Chef unbedingt brauchte, weil er keinen Überblick mehr über seine eigenen Finanzen hatte, habe ich sogar heute noch zu Hause in einen meiner Ordner liegen. Es war ein einfach formulierter Einzeiler, den ich damals in einem Buch gelesen habe, wie man so eine Kündigung durchzieht.

Als ich nachhause gekommen bin, habe ich mir liebevolle Umarmung und eine schützende Anerkennung gewünscht, alles was ich aber gehört habe von meinem Erwachsenen-Umfeld war: „Sie ist so dumm. Wie konnte sie nur kündigen, jetzt liegt sie euch (meinen Eltern!) ewig auf der Tasche.“ Ich war verunsichert. Es fühlte sich richtig und befreiend an und ich bin niemanden je auf der Tasche gelegen. Warum sagen diese Leute sowas gemeines. Sie wissen ja gar nicht, wie es mir ergangen ist. Sie haben mich kein einziges Mal gefragt. Weiters weiß doch jeder schon aus Büchern, wenn ein Unternehmen kurz vor der Insolvenz steht, dann ist es egal ob aufrichtes Dienstverhältnis oder nicht – mit den Gehaltszahlungen wird es schlecht. Haben diese Menschen überhaupt diese Bücher gelesen? Ich war so eingeschüchtert damals, ich habe soviel geweint und habe mich einsam gefühlt. Verstand mich hier niemand? Aber egal, warum musste ich mich rechtfertigen. Im Grunde wollte ich einfach nur in den Arm genommen werden. Das was ich bekam, war nur kalte Ablehnung und Unverständnis. Somit wurde ich hart nach außen. Ich lernte, dass es mir egal wurde, was andere denken, weil andere sowieso sich nur das Maul darüber zerreißen über einen, als einmal vor ihrer eigenen Tür zu kehren oder einfach nur für einen da zu sein, wenn man sie braucht in seinem Leben mit all den ups and downs. Die Lektion die ich lernte – hilf dir selbst sonst hilft dir keiner und mein Bauchgefühl wird mich zum Richtigen (hoffentlich) leiten. Weiters, Bildung ist der Schlüssel zu allem. Meine geliebten Bücher haben mir auch in dieser Situation damals weitergeholfen. Bücher in Form von Wissen und Erfahrungen.

Nicht mal eine Woche später, bestand ich die Aufnahmeprüfung bei einem der größten internationalen Wirtschaftsprüfer und Unternehmensberater als Büromitarbeiterin. Wiederrum habe ich alles selbst organisiert. Habe mir Zeitungen mit Stellenanzeigen besorgt, angerufen, hingegangen und darum über die Stelle als Büromitarbeiterin erfahren. Ich durfte sofort mit einem unbefristeten Vertrag beginnen und war dort dann fast über 10 Jahre beschäftigt. Die Erwachsenen in meinem Umfeld: „Ja das war wieder klar, dass sie das schafft. Die hat aber auch immer Glück.“

Aja und der Autohändler ging nicht mal 5 Monate später tatsächlich in Insolvenz. Die Kombination aus vielen Fehlentscheidungen vom Chef, einem herrischen, beleidigenden von sich selbst überzeugten, unreflektierten Führungsstil ohne Ahnung über Finanzen haben leider fast 10 Leuten den Job gekostet.

Mein Resümee aus diesem Lebensabschnitt.

Mein Learning, wenn ich es heute betrachte: Erwachsene sind auch nur Menschen, viele haben keine Ahnung, geben aber vor eine zu haben, werden erniedrigend und beleidigend wenn sie sachlich und fachlich nicht mehr argumentieren können. Dieses Erlebnis und warum ich ein solch für mich „schlimmes“ Erlebnis erleben durfte, hatte nichts mit mir zu tun (glaubt mir ich habe lange daran geknabbert, warum ich das erleben musste) aber ich bin froh darum, es hat mich noch mehr schon in jungen Jahren persönlich reifen lassen und gestärkt in dem was ich mache. Es hat mir auch den weiteren Antrieb für die Ausbildung. Das zähe durchbeißen, sich mit Stipendium etc über Wasser zu halten, Existenzängste und die monatelangen Prüfungsvorbereitungen.

Stärke ist: nachzufragen, reflektiert durch die Welt zu gehen und sich entscheiden und vorallem all die Kommentare die ungefragt immer wieder von Menschen kommen die glauben etwas zu Wissen, einen zu kennen, glauben ihren Senf über etwas geben zu müssen, was nicht in ihren Verantwortungsbereich oder in ihren Erfahrungsschatz oder über irgendwas wo sie was aufgeschnappt haben liegt, einfach mit einem müden Lächeln begegnen und es zur Kenntnis nehmen, aber nicht mehr. Jeder hat seine Erfahrungen, einer mehr oder einer weniger. Du selbst entscheidest Tag für Tag welchen Senf du annehmen, glauben möchtest und welchen nicht. Ich denke jedoch das schlimmste ist die Ignoranz. Die Ignoranz Dinge über andere anzunehmen ohne den Menschen selber kennengelernt zu haben. Ohne dabei gewesen zu sein. Ignoranz ist nicht nachzufragen. Ignoranz ist nicht über den Tellerrand schauen und Situationen selbst zu erleben. Ignoranz ist nicht über seine eigenen Erfahrungen zu reden und somit Mut zu machen für den gemeinsamen Erfahrungsaustausch, sondern permanent zeigen wie perfekt man ist und vor anderen Haustüren kehren ohne gefragt zu haben.

Bücher, Wissen, Bildung, Erfahrungsaustausch ist der Schlüssel zu meiner guten Welt. Egal was andere behaupten, für mich war es immer bis dato der Schlüssel zur guten Welt. Mein Anhaltspunkt, etwas fürs Herz und zum Finden meiner persönlichen Lebens-Lösungen, dass es da draußen Menschen gibt, die vielleicht ähnliches erlebt haben. Die durch ihren Mut zum persönlichen Erfahrungsaustausch mir meine Lösungen aufgezeigt haben und da wir im 21. Jahrhundert sind hat sich der Erfahrungsaustausch digital verlagert. Neben Büchern eben zu den Blogs.

So … das war nun ein Teil einer Facette meines Lebens. Eine Facette über – who the *uck ist Doris. Eine Facette über wer schreibt hier auf Dorisworld.at. Wie es weiterging und wer somit heute die Person hinter Dorisworld.at ist, versuche ich in weiteren Teilen: „Wer schreibt den hier? | who the *uck is Dorisworld.at“ zu formulieren. Für mich ist es das erste Mal, dass ich über meine erste sehr persönliche, berufliche Geschichte kommuniziere bzw wirklich detailliert schreibe. Ich würde mich über Kommentare freuen.

Wie ging es dir da so? Hattest du schon ähnliche Erfahrungen, wo du stolz auf dich warst? Glaubst du auch daran, mit Wissen, Erfahrung und Ehrgeiz ist alles zu schaffen? Sind Blogs für dich wichtig – wie wichtig sind sie für dich geworden?

Packt aus eure Erfahrungen! Ich würde mich sehr freuen, über authentische Erfahrungsberichte und Kommentare.

Eure, Doris

 

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