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Wanderung von Hinterstoder zum Prielschutzhaus | Oberösterreich

Eine seltsame Woche war die letzte… Warum denkt ihr Euch? Naja am Anfang der Woche hat mich etwas sehr heftig berührt, dass leider noch nicht seinen Abschluss gefunden hatte. Gott sei Dank habe ich ganz liebe Freunde und auch meine eigene Selbstfürsorge, dass alles soweit wieder OK ist. Life goes on. Ich hoffe allerdings Ihr entschuldigt, dass ich diese Woche so wenig von mir hören gelassen habe, aber irgendwie ging es einfach nicht. Obwohl ich das Schreiben als befreiend eigentlich finde, kam einfach nichts über meine Finger. Kennt Ihr das, wenn vorm Kopf sowas wie eine dicke Wand ist – (ich meine das bildlich ehm also nicht real…) und nichts geht mehr. Früher habe ich mich da dann immer verkrochen, heute weiß ich egal einfach rausgehen, einfach raus in die Natur, die Natur wirds richten und spätestens am Abend ist es dann leichter und schlafen geht dann leichter und sowieso alles ist wieder leichter. Die Natur heilt eben alle Wunden auch die innen ums Herz und gibt wieder ein bisschen Leichtigkeit zurück.

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So führte mich diese Woche eine wunderbare Wanderung auf das Prielschutzhaus. Das Wetter war zwar unbeständig, aber trotzdem entschieden wir aufzubrechen. Meine Begleitung und ich hatten beide den Weg zum Prielschutzhaus um ein vielfaches steiler und schwieriger in Erinnerung. Geparkt haben wir beim Parkplatz beim SchiederWeiher, Hinterstoder. Der Parkplatz ist kostenpflichtig. Ich kann den Weg zum SchiederWeiher auch als kleinen „Sonntags“Spaziergang schwer empfehlen. Es ist zu jeder Jahreszeit malerisch schön dort – allerdings ! im Winter ist der Weg die Langlauf-Loipe.

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Vom SchiederWeiher weg, ging es dann Richtung Berg vorbei bei der Polsterluckn/Polsterstüberl. Des Polsterstüberl ist ein kleines Restaurant. Ich bin schnonmal im Winter drinnen gewesen zum Rindsuppen Essen, da bin ich mit den Langlauf-Schi die Loipe runter zum Stüberl. Da ist es gleich neben dem Kachelofen schön warm und die Suppe schmeckt doppelt so gut wenns draußen richtig kalt ist.

Der Weg zum Prielschutzhaus führt großteils durch Wald und ist schön angelegt. Keine großartigen Kraxelpassagen. Die erste Etappe führt zu einem Wasserfall (Klinser-Wasserfall) den man schon von weitem hört. Ein sehr beruhigender Ort, der wunderschön verdeutlicht wie sehr die Natur so auch das Leben ein Fluss ist. Ich habe damals an diesem Ort vor 10 Jahren Fotos gemacht – wieviel da in diesen 10 Jahren passiert ist. Vieles hätte ich mir anders gewunschen, vieles hätte ich anders erwartet. Vieles hätte ich vielleicht anders gemacht, vieles konnte ich nicht beeinflussen. Vergangenheit ist Vergangenheit oftmals mit bitteren Beigeschmack in die Zukunft. Allerdings fängt jeder Tag immer wieder neu an und gibt uns die Chance das Beste daraus zu machen und vorallem das Schöne wie zum Beispiel die Natur wahrzunehmen.

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Weiter durch den Wald ging es dann immer höher. Der Wald duftete nach Regen und der Nebel hat so richtig schön gedampfelt. Gegen die Mittagszeit haben wir dann das Prielschutzhaus erreicht. So ca 2,5 h waren wir unterwegs denk ich. Beide waren wir verwundert, dass wir den Anstieg viel steiler in Erinnerung hatten. Vielleicht lags am Wetter, vielleicht lags an der Stimmung die die Natur uns bot, vielleicht an den Gesprächen, dass wir mit Leichtigkeit und Hunger auf der Hütte ankamen.

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Auf der Hütte selbst dann gabs für mich ein leckeres Tellerfleisch und einen Schokokuchen der eigentlich ein eindeutiger Karottenkuchen hätte sein sollen. Definitiv war alles super lecker.

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Einige Wanderwege vorallem Gipfelbesteigungen führen vom Priel-Schutzhaus weg. Hier ein kleiner Überblick:

  • Großer Priel
  • Brotfall
  • Schermberg
  • Spitzmauer

Weitere Infos zu weiteren Wanderungen findet ihr auf der Webseite der Hütte.

Factbox:

  • Weg-Nummer: 201
  • Gehzeit: ca 5h rauf und selber Weg wieder runter
  • Höhenmeter: ca 809 hm
  • Einkehrmöglichkeiten: Polsterluckn, Prielschutzhaus

Wart Ihr schon mal am Prielschutzhaus? Wie hat Euch die Wanderung gefallen?

Alles liebe

Unbenannt_Signatur Doris

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