10 Tage nichts essen.
Nur Flüssigkeit.
Täglich mehrere Stunden wandern.
Klingt radikal? Genau das habe ich erneut ausprobiert.
Genau zehn Jahre nach meinem letzten Fastenretreat – damals allerdings „nur“ sieben Tage – bin ich nun in Losenstein in Oberösterreich gelandet. In der unter Einheimischen liebevoll benannten „Hungerburg“.
Hunger hatte ich in diesen zehn Tagen übrigens keinen.
Die Versuchung nach Essen war in der „Hungerburg“ ohnehin nicht groß. Das sehr einfache Ambiente – in dem übrigens auch Hunde willkommen sind – lenkt hervorragend davon ab. Mitten in der Natur, in den Voralpen, fern von Luxus und Ablenkung, konnte ich sehr gut beobachten, was mit Körper und Kopf passiert, wenn man bewusst auf Essen verzichtet und sich gleichzeitig intensiv bewegt.
Also habe ich mich auf ein Experiment eingelassen:
10 Tage begleitetes Fasten im Fastenhotel Losenstein im oberösterreichischen Ennstal.
- Warum ich mich für ein Fastenretreat entschieden habe
- Das Konzept: Fasten + Wandern in den Bergen
- Tag 1–3: Der Körper stellt sich um
- Tag 4–7: Energie statt Hunger
- Fastenwandern im Nationalpark Kalkalpen
- Gemeinschaft statt Diätprogramm
- Mein Ergebnis nach 10 Tagen Fasten
- Was ich aus dieser Fastenerfahrung mitnehme
- Für wen ist ein Fastenretreat geeignet?
- Meine Mitnahme-Empfehlung für deine Fastenreise
- Mein Fazit
Warum ich mich für ein Fastenretreat entschieden habe
Fasten hat eine lange Tradition – sowohl medizinisch als auch spirituell.
Viele Menschen nutzen eine Fastenwoche oder Fastenkur, um
- den Stoffwechsel zu resetten
- den Körper zu entlasten
- mental klarer zu werden
- Gewohnheiten zu überdenken
Ich hatte zusätzlich noch einen anderen Grund.
Ich wollte ausprobieren, wie mein Körper auf längeres Fasten in Kombination mit Bewegung reagiert.
Gerade beim Fastenwandern soll der Körper schneller in den Fettstoffwechsel wechseln.
Die letzten Jahre haben mir gesundheitlich viel Kraft gekostet. Genau deshalb war dieses Fasten für mich auch ein bewusster Reset und ein Start in einen neuen Lebensabschnitt.

Das Konzept: Fasten + Wandern in den Bergen
Das Programm im Fastenhotel Losenstein ist klar strukturiert.
Während der zehn Tage gab es täglich:
- geführtes Fasten
- etwa 380 kcal pro Tag (ausschließlich Flüssiges)
- tägliche Wanderungen in der Natur
- gemeinsame Gespräche und Austausch in der Gruppe
- viel Ruhe und Zeit für sich selbst
Der Fokus liegt nicht auf Leistung, sondern auf dem bewussten Erleben von Körper und Natur.
Und genau diese Kombination macht den Unterschied.

Tag 1–3: Der Körper stellt sich um
Die ersten Tage sind ehrlich gesagt die schwierigsten.
Der Körper ist gewohnt:
- Frühstück
- Mittagessen
- Abendessen
- Snacks zwischendurch
Plötzlich gibt es nur noch:
- Wasser
- Kräutertees
- Gemüsebrühen – Suppen
- Früchtemuss, Buttermilch – Joghurt
In dieser Phase spürt man sehr deutlich, wie stark unsere Gewohnheiten vom Essen geprägt sind.
Nach etwa drei Tagen passiert jedoch etwas Spannendes:
Der Körper stellt auf Fettverbrennung um.

Tag 4–7: Energie statt Hunger
Ab etwa Tag vier hatte sich mein Körper komplett umgestellt.
Was stattdessen kam:
- erstaunlich viel Energie
- mentale Klarheit
- ein sehr leichtes Körpergefühl
Wir waren täglich mehrere Stunden in den Bergen unterwegs und haben dabei teilweise bis zu 1.500 kcal beim Wandern verbrannt.
Diese Wanderungen sind kein Muss – ich habe sie allerdings alle in moderatem Tempo mitgemacht.
Ein Grund dafür ist, dass der Körper beim Fasten beginnt, Energie aus Fettreserven zu gewinnen.
Trotz der wenigen Kalorienzufuhr habe ich mich wirklich stabil und sicher gefühlt.
Ich möchte hier aber erwähnen, dass ich grundsätzlich körperlich sehr fit bin und mir zügiges Spazierengehen beziehungsweise sanftes Wandern nichts ausmacht. Durch meine Pulsuhr und mein Wissen kann ich meinen Körper gut einschätzen.
Jeder Mensch ist allerdings anders. Deshalb gilt:
Niemals ohne Begleitung oder Aufsicht bei sehr geringer Kalorienzufuhr intensive Bewegung machen.

Fastenwandern im Nationalpark Kalkalpen
Ein großes Highlight war das Wandern rund um Losenstein und den Nationalpark Kalkalpen.
Die Region gehört zu den schönsten Wandergebieten Oberösterreichs:
- dichte Wälder
- beeindruckende Kalkberge
- ruhige Täler
- klare Bergluft
Gerade beim Fasten verändert sich die Wahrnehmung.
Man nimmt Dinge intensiver wahr:
- Geräusche im Wald
- Gerüche
- Landschaften
- Gespräche mit Menschen
Es entsteht eine Art mentale Entschleunigung.






Gemeinschaft statt Diätprogramm
Was mich besonders überrascht hat, war die Gruppendynamik.
Beim gemeinsamen Fasten entstehen schnell intensive Gespräche.
Viele Teilnehmer kommen mit ganz unterschiedlichen Themen:
- Gesundheit
- Stress
- berufliche Veränderungen
- persönliche Neuorientierung
Diese Gespräche waren oft genauso wertvoll wie das Fasten selbst.

Mein Ergebnis nach 10 Tagen Fasten
Nach zehn Tagen sah mein persönliches Ergebnis so aus:
- –5 kg Gewicht
- deutlich flacherer Bauch
- sehr klares Kopfgefühl
- viel Energie
Noch wichtiger als die Zahl auf der Waage war für mich jedoch etwas anderes:
Ich habe wieder gespürt,
wie wenig der Körper eigentlich braucht.

Was ich aus dieser Fastenerfahrung mitnehme
Fasten ist keine Wunderlösung.
Aber es kann ein unglaublich kraftvoller Reset für Körper und Geist sein.
Meine wichtigsten Erkenntnisse:
- Hunger ist oft Gewohnheit
- Bewegung in der Natur wirkt wie Medizin
- bewusstes Essen wird nach dem Fasten viel wichtiger
- Gemeinschaft unterstützt den Prozess enorm
Ich habe nach diesen zehn Tagen definitiv einen neuen Blick auf Ernährung und Körpergefühl bekommen.

Für wen ist ein Fastenretreat geeignet?
Ein Fastenretreat im Fastenhotel eignet sich besonders für Menschen, die
- eine begleitete Fastenkur machen möchten
- sich körperlich und mental resetten wollen
- gerne in der Natur unterwegs sind
- Austausch mit anderen suchen
Wichtig ist jedoch:
Fasten sollte immer medizinisch abgeklärt werden.
Meine Mitnahme-Empfehlung für deine Fastenreise
Wenn du eine Fastenkur oder ein Fastenwandern-Retreat planst, haben sich für mich folgende Dinge als hilfreich erwiesen:
- gute Wanderschuhe
- eine leichte Trinkflasche
- ein Tagesrucksack
- Fastensuppe
- Einlaufset und Wärmflasche
- Nahrungsergänzungen (Rabattcode für Whele: DORIS10)
Ein weiteres Ritual während der Fastenkur ist das morgendliche Kneippen im kalten Wasser. Jeden Tag den Kreislauf mit kaltem Wasser zu aktivieren, gehört für viele Fastende ganz selbstverständlich dazu. Mir hat dieses kurze, intensive Kälteerlebnis besonders gutgetan – es macht wach, stärkt den Kreislauf und gibt dem Körper einen spürbaren Energieimpuls.

Damit ich dieses Ritual auch zu Hause weiterführen kann, habe ich mir für meinen Balkon ein kleines Eisbadefass besorgt. So kann ich morgens komplett ins kalte Wasser eintauchen und das Gefühl der Fastentage noch ein Stück in meinen Alltag mitnehmen.
Mein Fazit
10 Tage Fasten im Fastenhotel Losenstein waren für mich:
- körperlich herausfordernd
- mental klärend
- überraschend energiegeladen
Es war keine klassische Wellnessreise.
Es war vielmehr eine Reise zu mir selbst.
Und genau deshalb würde ich es wieder tun.
Falls du das sehr einfach gehaltene Fastenhotel mit Fastenprogramm in Losenstein in Oberösterreich selbst ausprobieren möchtest, dann gib bei der Buchung an, dass du die Information über Dorisworld.at, also über mich, erhalten hast. Dann bekommst du einen Rabatt auf deine Buchung. Achtung: Es gibt verschiedene Fastenprogramme die preislich und inhaltlich variieren.
Fastenhaus Losenstein
Kirchenberg 15
4460 Losenstein
Österreich