Ausflug am Wochenende: Der Traunstein

Ja, ich habe es getan! Ich war am Traunstein – wer es nicht weiß, ein absoluter Schicksalsberg von uns Oberösterreichern. Er ist der Wächter des Salzkammerguts. Ein sehr markanter Berg mit einer extremen Anziehungskraft. Der Traunstein liegt am Fuße des Traunsees, ein sehr beliebtes Ausflugsziel, darum fällt er vielen Touristen aber auch hiesigen Ausflüglern sofort ins Auge.

Es ist verlockend den Traunstein ganz unbedarft zu erwandern, allerdings ist der Traunstein definitiv keine Wanderung sondern eine Bergtour und genau das hat schon vielen Menschen das Leben gekostet – angeblich mehr als 142.

Der Traunstein war demnach immer mein Respekt-Berg. Ja, ich habe schon sehr viele Wanderungen und Bergtouren gemacht, habe im In- und Ausland Gipfel bestiegen und trotzdem habe ich um den Traunstein immer einen großen Bogen gemacht. Bis dann letzte Woche eine liebe Freundin, mit der ich schon viel gewandert bin meinte: „Doris, ich bin oben beim Traunsteinhaus. Kommst du am Sonntag hoch zum Essen und dann können wir gemeinsam wieder absteigen.“

Das Traunsteinhaus

Ein verlockendes Angebot und ich bin Fan davon Gelegenheit beim Schopf zu packen. Ihr müsst wissen, das Traunsteinhaus oben am Traunstein hat neue Pächter bekommen: den Roman und die Michaela. Die Oberösterreichischen Nachrichten haben darüber geschrieben. Ich verlinke euch den Artikel: Die neuen Traunsteinhaus Pächter.

Der Weg hoch

Alleine wäre ich den Traunstein nie gegangen, aber mit einem kräftigen, konditionsstarken, sympathischen Begleiter hab ich mich da raus gesehen. Das Wetter hat versprochen gut zu werden und der Tag einer der längsten des Jahre, also perfekte Rahmenbedingungen. Wir haben daher beschlossen mit dem Auto auf einem Privatparkplatz in Gmunden zu parken und dann mit dem Traunsee-Schiff rüber zum Hoisn zu fahren. Beim Hoisn ist dann der Einstieg zum Naturfreundesteig, Hernlersteig bzw. Mairalmsteig. Der Naturfreundesteig wie auch der Hernlersteig gilt als einer der exponiertesten und herausforderndsten Wege hoch auf den Traunstein, wir haben uns daher für den Mairalmsteig entschieden.

Zuerst geht es eben dahin, bei den Tunnels durch und dann einer Forststraße entlang ca 1 Stunde bis man beim Einstieg zum Mairalmsteig ist. Es sind mehr als 1.000 Höhenmeter auf wenige Kilometer, demnach geht es gut steil bergauf mit vielen Stufen die teilweise sehr hoch sind.

Proviant

Wir hatten viel Wasser, Nüsse und ein paar Kracker mit. Ich musste immer wieder kleine Verschnaufpausen einlegen, weil es war sehr heiß und auch die atemberaubende Aussicht auf den Traunsee und die umliegenden Berge musste genossen werden.

Wasser, Nüsse und viel Liebe – Juni 2021

Oben im Traunsteinhaus wurden wir dann herzlich empfangen. Für mich gab es Kaspressknödel und für meine Begleitung das Wildragout und als Nachspeise gab es Schokoladen-Creme und eine Linzerschnitte. Sehr lecker – ich schwöre es euch.

Beim Abstieg dann waren wir zu Dritt. Wir sind ebenso über den Marialmsteig aber diesmal abwärts gegangen – herrlich war der Abstieg, der Abendsonne entgegen zusammen mit einen permanenten kühlen Luftzug. Dazwischen haben wir Wildtiere gesehen, die ganz nahe gekommen sind – wunderschön.

Auf ca kurz vor Sonnenuntergang waren wir dann wieder beim Traunsee.

Traunstein von oben auf den Traunsee – Juni 2021

Es war einer der längsten Tage des Jahres mit perfekten Konditionen, sonst wäre ich den Traunstein nie gegangen. Generell kann ich euch empfehlen, geht ihn nie bei Nebel, Regen oder im Herbst – meiner Meinung nach ist das absoluter Leichtsinn.

Dorisworld, ich, oben am Traunstein – Juni 2021