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Wahrheit: Tag 8 von 90

Mein neuer Ernährungsplan für die nächsten Wochen steht. Habe heute meinen Ist-Stand ermittelt und ich muss sagen, ich bin da seit Jahren was Technik betrifft sehr gut zuhause ausgestattet. Seit mehr als 20 Jahr befasse ich mich jetzt schon mit meiner Ernährung, die letzten 10 Jahre intensiv wegen dem Sport. Ernährung ist für mich so viel mehr als nur irgendwas Essen. Es ist Seelennahrung, Befriedigung, Leidenschaft und aber auch der Motor für meinen Körper. Außerdem ist Essen, gemeinsam essen, so etwas wunderschön „Soziales“. Das tut dem Geist und somit auch dem Körper gut – also bei mir ist das halt so.

Eins könnt ihr mir glauben ich hab definitiv schon großteils, fast alles ausprobiert was Essen, Ernährung – Genuss anbelangt. Definitiv ist es so, dass es weder Wunder-Lebensmittel gibt noch irgendwelche Wundermittel für einen gesunden Körper. Ein gesunder Körper ist tägliche Arbeit und Selbstliebe. Die Ernährung zusammen mit Hormonen, die eigenen Gene und der tägliche Aktivitätslevel definiert die Körperform und die aktuelle Fitness. Die Ernährung und die Liebe dazu, spielt dabei eine immense Rolle, wenn nicht die größte Rolle. Ihr könnt elendig viel Sport machen, wenn die Ernährung nicht passt dann bringt des wenig bis gar nix – es hängt einfach davon ab, was ihr wollt.

Bei mir ist es so, dass ich weder super dürr/schlank sein will noch ausgefressen, noch übersportlich bzw überdefiniert. Ich möchte „normal“ mit Genuss leben und dabei möchte ich einfach, dass mein Körper alles gut schafft und ich mich nicht schinden muss und meinen Körper damit ruiniere. Ich bin realistisch, dass mein Lifestyle, so wie ich ihn führe, weil ich ganz normal arbeiten gehe und viele Interessen habe – die nicht unmittelbar damit zu tun haben, wie sehe ich heute aus, was habe ich an, bin ich dünn genug und was esse bzw auf was verzichte ich heute – ein realistisches Mittelmaß zwischen zwei Extremen die gesellschaftlich aktuell gelebt werden ist. Irgendwo zwischen super schlank und super dick wird schon die Wahrheit liegen.

In meinem Fall, ich liebe Sport und Bewegung, einfach das aktiv sein, aber auch genieße ich für mein Leben gerne, gutes Essen, Wein, Bier, Cocktails – alles Kulinarische halt – und dabei stundenlanges sitzen und philosophieren mit Freunden. Herrlich.

Da ich auch ein extrem guter Nahrungsverwerter bin, muss ich mich halt dann immer ab und an am Riemen reißen, weil wenn ich einfach wieder mehr Gewicht als gut auf den Rippen habe, dann sind halt einige Aktivitäten nicht mehr so angenehm.

Das tut dann meinem Körper nicht mehr gut und auch von der Ästhetik gefällt es mir bei mir dann nicht mehr. Weil ich gerade darüber schreibe, ich vermisse das stundenlange gemeinsame Essen und philosophieren, gemeinsam was trinken. Ich hoffe, dass das bald wieder viel öfter und auch für mich täglich möglich sein wird – alleine ist das weniger schön. Das Problem ist nämlich, alleine alles vorbereiten und kochen und dann essen, führt dazu, dass man viel mehr isst. Außerdem empfinde ich es als wirklich traurig, wenn man nicht mit seinen Liebsten essen kann sondern sich täglich alleine hinsetzen muss.

Ich habe mir vor ein paar Jahren die FITBIT Waage gekauft. Ich schwöre auf diese Waage, sie ist großartig. Sie misst Körperfett, Wasser, Grundumsatz … ganz viele Werte, die auf das Smartphone übertragen werden. Außerdem tracke ich auch seit Jahren mit Yazio. Ich kann die App wirklich empfehlen. Sind auch ganz tolle Rezepte drinnen.

Ich bin kein Fan vom reinen Kalorienzählen sondern ich schau mir meine aktuellen Werte ganz genau an und rechne mir aus wieviel Eiweiß, wieviel Fett und wieviel Kohlenhydrate mein Körper aktuell braucht, damit ich meine Ziele erreiche. Bei mir sieht das aktuell so aus, dass ich nach wie vor einen sehr hohen Muskelanteilwert habe, dafür ist das Körperfett wieder zu hoch.

Darum esse ich nun wieder weniger Kohlenhydrate – wenn dann langsam verdauende, VK-Produkte -, gute Fette und auf mein Gewicht angepasste Eiweiße mit einem möglichst täglichen Kaloriendefizit von max 400 kcal von meinem Gesamtumsatz. Jeder Körper ist so so individuell, darum gibt es kein Standard-Abnehm-Rezept für alle Körper, außerdem kommt es ja immer drauf an was ist die Ausgangsbasis und wo will man hin.

Ich habe das früher auch lange nicht verstanden gehabt. Dachte die Null815 Ernährungspläne aus den Frauenmagazinen müssen doch alle funktionieren und dann war ich immer enttäuscht, dass es bei mir nicht funktioniert hat.

Ernährung und Körperarbeit bedeutet immer dran bleiben. Für mich ist das schon mein ganzes Leben eine Form der Selbstliebe – sich nicht gehen lassen. Ja klar kann bzw ist es anstrengend sich immer wieder zu bewegen und aufzupassen, dass man das Konsumüberangebot im Griff hat. Manchmal gelingt es mir besser, manchmal schlechter und manchmal gar nicht. Was solls, Selbstliebe fängt da an, dass man sich auch mag, wenn man nicht perfekt ist und immer perfekt ist eh in Wahrheit fad. Die Abwechslung machts, nicht?

Namaste.