24 Stunden Rom: Mein Geheimnis mit der ewigen Stadt

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Ganz ehrlich, normalerweise bin ich ja eine Genuss-Reisende. Ich bin der Meinung, dass man ein bisschen Zeit braucht, um eine Stadt zu „fühlen“ bzw in ihr eintauchen zu können. Dafür sind normalerweise 24 Stunden definitiv zu wenig. Dennoch habe ich mich auf mein kurzes Rom-Experiment eingelassen und habe die letzten Wochen schon hingefiebert wie ein kleines Kind. Es ist nämlich so, ich war schon mal in Rom und vor Ort sind von mir ehemalige Studienkolleginnen. Weiters habe ich den absoluten Travel-Hack gelandet. Knappe 200 EUR all inklusive von Linz weg hat mich diese wunderschöne Reise gekostet, mit einem wirklich wunderschönen modernen Bed & Breakfast, und ich verrate euch, wie ihr auch um so wenig Geld in die Ewige Stadt – die meiner Meinung nach jeder gesehen haben muss, weil es eine der Städte in Europa ist, wo einem die Spucke wegbleibt, weil man es nicht glauben kann, weil so schön – reisen könnt.

Transport von Linz nach Rom

Momentan sind die Flüge mit Vueling und Eurowing von Flughafen Wien bis nach Rom Fiumicino, wenn ihr einige Woche im Voraus bucht, spottbillig. Ich habe so einen Flug-Kombination Hin und Retour mit Versicherungen um ca 100 EUR gebucht. Dann noch eine Hinfahrt mit dem Zug online über die ÖBB Webseite, Sparschiene, von Linz nach Flughafen Wien. Die Rückfahrt habe ich deswegen noch nicht gebucht, da es mir gerade bei den Billigflügen nicht schon einmal passiert ist, dass der Rückflug Verspätung hatte und somit habe ich dann den Zug verpasst für das mein Ticket gültig war.

Auch dieses mal beim Rückflug hatten wir Verspätung und somit, wenn wir ein ÖBB Ticket im Voraus gekauft hätten, hätten wir den Zug fix versäumt gehabt und das Geld wäre dann wieder umsonst gewesen. Jedoch ist halt die Sparschiene, also die Voraus-Tickets um einiges günstiger als die normalen Standardtickets von der ÖBB. Nunja, man kann nicht alles haben.

Nonstop mit dem „Leonardo Express

Vom Flughafen Fiumicino rein in die Stadt und umgekehrt, hat man dann mehre Möglichkeiten, wobei ich den Leonardo Express wirklich empfehlen kann. Für 14 EUR nonstop pro Person, ca 30 min, fährt der Zug von Termini | Hauptbahnhof Rom – direkt in den Flughafen Fiumicino.

Taxis bzw Black-Taxis

Allerdings war bei uns die Ankunft ein bisschen gefinkelter. Unser Flug kam erst um ca halb 1 Uhr nachts am Flughafen an. Der Leonardo Express fährt zu dieser Zeit nicht mehr und 48 EUR pro Person mit dem Taxi in die Stadt zu fahren, schien uns sehr teuer. Auch unser B&B hätte uns ein Abholservice angeboten, allerdings auch um ca 50 EUR pro Person. Gleich bei der Ankunft am Flughafen wurden wir sofort von „Taxi-Gäste-Keiler“ bestürmt. Zuerst boten sie uns 48 EUR pro Person an um mit einem Shuttlebus nach Rom mitzufahren. Ich habe mir dann extra viel Zeit gelassen und immer wieder gemeint ich weiß nicht, immer im Hintergedanken, dass wir sonst eh ein offizielles Taxi auch nehmen könnten. Irgendwann hatte ich ihn heruntergehandelt auf 45 EUR für 2 Personen. Wir wurden zu 6 in einen 5er-Shuttle-Bus reingestopft. 2 Italiener, 3 Amerikanerinnen und wir zwei Österreicherinnen.

Ich hatte in keiner Sekunde Angst, bei der Ankunft hätte er zwar nochmals versucht einen höheren Preis rauszuschlagen, aber im Endeffekt blieb der Preis bei 45 EUR für 2 Personen. Ich mag das Fahren mit diesen halb-legalen Shuttles nicht jeden empfehlen bzw vor allem Menschen, die so oder so beim Reisen ängstlich sind bzw das Verhandeln nicht mögen. Für mich stellt das Handeln kein Thema dar, ich mag es sogar sehr gerne. Seit ich in der Türkei gelebt habe macht es mir irre Spaß und ich muss auch zugeben dieses Verhandeln hilft mir auch heute in meinem Job und auch in vielen Situationen sehr viel weiter. Manchmal ist es jedoch natürlich Abenteuer. Jedoch wie gesagt, benützt lieber die offiziellen Taxis bzw am Besten wählt den Flug so, dass ihr untertags ankommt, weil dann könnt ihr unkompliziert mit dem Leonardo Express in die Stadt reinfahren.

Eine richtig gute Zusammenfassung wie man von den Flughäfen in Rom in die Stadt kommt, hat Katrin von „vielunterwegs“ dokumentiert. Mehr dazu könnt ihr HIER lesen.

Unterkunft in Rom: B&B Dulces Inn River

Bei der Unterkunft hatte ich wiedermal mehr Glück als Verstand. Ursprünglich habe ich das Vatikan Rome Bed and Breakfast über Hostelworld gebucht gehabt. Allerdings wurde mir seitens Vatikan Rome trotz hinterlegter Gebühr bei Hostelworld, die die Buchung garantiert, vor ein paar Wochen abgesagt, wegen Überbuchung. Ich habe Einspruch erhoben, dass ich ja bereits eine Gebühr hinterlegt habe, die meine Buchung garantiert und das Vatikan Rome hat sich dann so herzlich und so bemüht um einen Ersatz umgesehen, darum bin ich dann im Dulcis Inn River gelandet. Das Dulcis Inn River, kann ich wirklich nur empfehlen. Es liegt ca 1 km vom Hauptbahnhof Termini entfernt. Ist ein Bed and Breakfast in einem alten historischen Gebäude im ersten Stock mit Lift und Dachterrasse. Die Zimmer sind alle komplett neu gestaltet und haben sogar Holzböden, was ja grundsätzlich im italienischen oder auch spanischen Raum ungewöhnlich ist. Der Frühstücksraum ist wie eine Küche gestaltet, wo man sitzt und sich an den italienischen Herrlichkeiten mit den anderen Gästen labt, dabei auch ins Gespräch kommt, und bei schönem Wetter kann man draußen sitzen auf der wunderschönen Dachterrasse. Alles ist supersauber, ca 80 EUR kostet ein Zimmer mit Frühstück, was ein wirklich fantastischer Preis für die Ausstattung und Lage ist. Ich habe mich so wollig und wie zuhause gefühlt. Unser Zimmer war extragroß. Wir hatten die sogenannte Suite. Ein Schlafzimmer, ein supergroßes Bad (normalerweise kenne ich die Badezimmer superklein in Italien) und dann noch ein Extra-Zimmer. Das Personal vom Dulces Inn River ist supernett und spricht auch Deutsch. Ich hatte in diesem Bed and Breakfast echt das Gefühl wie zu Hause zu sein.

Unterwegs in Rom

Wo fange ich bei Rom an. Rom, die Ewige Stadt. Ich habe das unfassbare Glück, dass ganz liebe Studienkolleginnen von mir seit immer schon in dieser Stadt leben und arbeiten. Wir haben zusammen in Schweden studiert und sind seit über 10 Jahren in Kontakt geblieben. Ich bin somit den ganzen Nachmittag von der lieben Anastasiya durch Rom geführt worden und am Abend war ich mit Flavia und ihren Freunden essen.

Anastasiya nach 5 Jahren wieder in echt zu treffen, war so unfassbar schön, dass wir beide vor Emotionen geweint haben. Rom, die Ewige Stadt wirkt eh schon mächtig genug, da man sich in dieser Stadt so was von klar wird, was Geschichte heißt oder wie relativ Zeit ist. Es ist daher für mich nicht leicht, euch irgendwie zu erklären was es heißt geliebte Menschen über den Globus verstreut zu haben, die Zeit läuft, und man sieht sich so selten, hat gemeinsame Geschichte bzw der andere war ein wesentlicher Bestandteil seines Lebens in der Vergangenheit. Für mich ist es jedesmal, wie wenn ich mein Leben vor 10 Jahren, mein internationales Leben, aus der Schublade hole und alles plötzlich alles von damals ist wieder Realität, nur das wir älter geworden sind. Es ist dann so unfassbar schön, wenn wir uns dann austauschen über das Leben, was jeder macht und das spannende für mich ist dann jedes Mal, wie irrelevant es ist, welche Nationalität wir sind, welcher Kultur wir angehören, wir haben alle immer wieder dieselben alltäglichen Probleme, wir sind einfach ein Europa, wir sind die Welt, wir gehören zusammen und versuchen das Beste mit unserer Zeit hier auf Erden zu machen.

Bus und Metro

Von der Unterkunft vom Dulces Inn River kommt man bequem mit den Bus-Linien vor der Haustüre zum Termini (10 min) und vom Termini problemlos mit der Metro zu den Hotspots. Das Fahrticket für Bus und Metro könnt ihr bei den Trafik-Standln überall kaufen. Ein Einzelfahrschein kostet 1,5 EUR und ist 100 min gültig.

„Der Einzelfahrschein für die öffentlichen Verkehrsmittel in Rom nennt sich BIT. Mit diesem Ticket könnt ihr 100 Minuten lang unbegrenzt die öffentlichen Verkehrsmittel im gesamten Stadtgebiet von Rom benutzen. Das BIT-/24-Stunden-Ticket kostet 1,50 €. Es gibt jedoch ein Einschränkung, was die Nutzung der Metro betrifft: Ihr könnt mit dem BIT-Ticket nur einmal die Metro nutzen (das Umsteigen innerhalb der Metro ist erlaubt). Ihr könnt mit diesem Ticket also von der Metro in den Bus umsteigen, oder vom Bus in die Metro. Es ist allerdings nicht erlaubt, die Metro zu nehmen, in dem Bus umzusteigen und dann noch einmal die Metro zu nehmen. Das Ticket muss beim Umsteigen in den Bus/in die Metro erneut entwertet werden.“ (Quelle: http://www.rommalanders.com/rom-tickets-preise-metro-bus-oeffentliche-verkehrsmittel/)

Sightseeing – zu Fuß am Besten

Vom Dulces Inn River, kann man aber auch ganz gemütlich Richtung Park/Villa Borghese spazieren. Weiter durch den ganzen Park Richtung Süden und man kommt dann bei den spanischen Stufen raus. Der Park Villa Borghese ist wirklich sehr schön. Lange Alleen, Straßenkünstler, viel Wiese.

Wir sind von der Unterkunft mit dem Bus und der Metro zum Kolosseum gefahren. Das Kolosseum, generell der Ort, hat was magisches finde ich. Ich könnte hier Stunden verweilen und nur das Leben rund um das Kolosseum beobachten. Es ist immer wieder für mich beeindruckend, dass dieses Gebäude ca 80. nach Christus gebaut wurde und noch immer steht. Mehr als Tausend Jahre steht dieses Gebäude also schon, unglaublich oder? Es ist so beeindruckend, wie sie damals so ein Gebäude überhaupt bauen konnten und dann auch noch so nachhaltig, dass auch ich heute noch die Mauern bewundern kann. Wenn ich dann da so am Platz bin, stelle ich mir vor, was diese alten Mauern des Kolosseums wohl zu erzählen hätten. Wahrscheinlich würden sie unter anderem den Kopf schütteln über die Dummheit von uns Menschen oder über unsere Probleme die wir uns selbst schaffen. Hm. Ich weiß es nicht.

Vom Kolosseum bietet es sich dann an weiter über de Via Imperiali zu spazieren. Ich komme da jedes Mal nicht aus dem Staunen raus, weil so viel zu sehen ist. Man fühlt sich als Mensch so klein und es relativiert so viel, wenn man die Via Imperiali Richtung Piazza Venezia hochgeht. Vor dem Monumento, wo die Stiegen leider zugesperrt waren, habe ich wieder ein paar Fotos gemacht.

Weiter ging es dann über die Via del Corso (das ist DIE Einkaufstraße von Rom) hoch bis zu den spanischen Stufen, wo ich dann mit der lieben Anastasiya verabredet war.

Von den spanischen Stufen ging es zu Fuß weiter zum Trevi Brunnen. Der weltberühmte Brunnen, wo es fast Pflicht ist, eine Münze zu werfen und sich dabei etwas zu wünschen. Der Trevi Brunnen ist nie alleine. Menschen, Abertausenden Menschen schieben sich täglich auf den engen Platz rund um den Brunnen der 1700 irgendwas erbaut wurde. Ich habe damals bei meinem letzten Besuch bereits eine Münze geworfen und siehe da 5 Jahre später steh ich wieder bei dem wunderschönen, einzigartigen Brunnen.

Die Legende besagt, dass wenn man eine Münze über die Schulter in den Brunnen wirft, führe es zu einer sicheren Rückkehr nach Rom, zwei Münzen dazu, dass der Werfende sich in einen Römer oder eine Römerin verliebt, drei Münzen würden zu einer Heirat mit der entsprechenden Person führen. (Quelle: Wikipedia 2.3.2018)

Ihr könnt euch vorstellen, wenn da Tausende von Menschen Münzen werfen, dass da ziemlich viel Geld zusammenkommt. Damals 2013 im Rahmen der Restaurierung wurden die Münzen im Brunnen gesammelt und satte 1,2 Millionen Euro sind dabei zusammengekommen die dann an die Caritas gespendet wurden.

Dann weiter bis zum Pantheon, wo uns Anastasiya ihre absoluten Lieblings-Gelateria gezeigt hat. So viel Eis, uns sind fast die Augen übergegangen und die Auswahl war wirklich nicht leicht. 3 Kugeln gab es für jeden. Ich habe mich für ein Beereneis, weiße Schokolade und ein Lemon Sorbet Eis entschieden. Ich liebe Eis, besonders italienisches. Das Dolce Vita mitten in Rom, hat mich spätestens hier beim Eis essen so richtig gepackt.

Das Pantheon steht ebenso schon seit mehr als Tausend Jahren und ist eine Kirche. Oben in der Kuppel ist ein Loch und mir wurde gesagt, dass erst kürzlich von oben Rosenblüten runtergestreut wurden. Stell ich mir schön vor, wenn man unten steht.

Dann ging es noch zum Piazza Navona und dann weiter über die Engelsburg zum Petersplatz und zum Vatikan Staat, wo wir dann auch eine Postkarte versendet haben. Ein Gewitter ist dann aufgezogen und hat unsere Sightseeing-Tour am späten Nachmittag beendet. Die Metro war uns dann sehr recht um zum Termini und dann wieder mit dem Bus ins Dulce Inn River wieder zu gelangen.

Essen in Rom

Abendessen ging es dann nach Monti, ins Grazie a Dio è Venerdi, wo Flavia bereits einen Tisch reserviert hat. Ein einfaches, aber köstliches Pizza-Lokal. Dünner Teig, wenig Belag, so mag ich meine Pizza am liebsten. Ich habe mir eine Funghi bestellt und Flavia hat eine Pizza mit Zucchini-Blüten und Sardellen gegessen. Zucchini Blüten mit Sardellen, Käse die Kombination kannte ich noch nicht, ist angeblich etwas typisches aus Rom, sie hat aber vorzüglich geschmeckt.

Generell denke ich, kann man beim Essen in Rom nicht viel falsch machen. Die Italiener essen halt sehr viel Weizen, also Weißbrot | Nudeln | Pizzateige, wer also eine Glutenunverträglichkeit hat, ist hier sicherlich arm. Für alle anderen Ernährungsformen, vegetarisch, vegan findet sich überall etwas. Ich muss ehrlich gestehen, ich könnte mich durch halb Rom fressen, weil so gut, allerdings ist das nicht so gut für Magen und Figur. Was man finde ich definitiv genossen haben muss, sind die kleinen Espresso die man an jeder Straßenecke bekommt, dann die Sandwiches und Pans mit verschiedensten Füllungen die kurz bevor sie überreicht werden in den Griller kommen, um das Brot extra knackig aufzubacken. Pizza, Pasta. Dann natürlich Aperol Spritz als Aperitif. Tiramisu, Panna Cotta, Lemon Sorbet als Nachspeise und natürlich Eis in jeder Form.

Ich möchte hier noch erwähnen, gerade als Ermutigung an meine weiblichen LeserInnen, als Frau alleine würde ich jederzeit wieder nach Rom fliegen. In dieser Stadt hat man nie das Gefühl wirklich alleine zu sein. Weiters laden all die magischen Ort ein zu verweilen, das Geschehen zu beobachten und die Stunden vergehen in dieser Stadt wie im Flug. Genauso wie ich die Reise beschrieben habe, ist das jederzeit für als Frau alleine problemlos machbar.

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Ich wünsche euch, dass ihr auch bald diese wundervolle Stadt in echt sehen könnt. Für mich war dieser Oster-Wochenend-Ausflug definitiv wieder eine Reise in meine Vergangenheit, die meinem Herzen sehr gut getan hat. Ich habe ein bisschen Dolce Vita wieder nach Österreich mitnehmen können. Ich bin sehr dankbar, für alles was ich habe und erleben darf. Umso mehr sage ich danke an Anastasiya und Flavia, was gibt es Schöneres als von Einheimischen die Stadt gezeigt zu bekommen. Danke auch an Leni Polar für ihre Geduld, wenn ich stundenlang nur mit meinen Studienkolleginnen gesprochen habe. An meine LeserInnen, die Reise habe ich von vorne bis hinten selbst organisiert und bezahlt. Es war mein Urlaub und darum habe ich auch nicht das Kamera-Equipment mitgehabt, was ich sonst bei Kooperationen mithabe. Alle Fotos hier sind mit meinem Smartphone entstanden. Ich schreibe hier freiwillig über meine Reise und was mir besonders gefallen hat, falls ihr alles genauso nachbucht, gebe ich keine Garantie ob es euch gefällt, mir hat es definitiv gefallen und ich kann so eine Reise nach Rom nur wärmsten empfehlen.