Roadtrip Sardinien, Italien: Ich, alleine durch Nord-Sardinien | Meine Highlights und Empfehlungen

Dieses Jahr war ich nach meiner Eurohike Wanderreise noch eine zweite Woche im April in Sardinien unterwegs. Allerdings mit dem Auto. Am Flughafen in Olbia habe ich mir ein Auto geliehen und habe dann von Cala Gonone weg den nördlichen Teil der Insel erkundet. Ursprünglich war geplant, dass ich mir die ganze Insel mit dem Auto anschauen mag, was rein von den Entfernungen her machbar ist, jedoch auf Grund der Straßenverhältnisse wäre das länger und stressig geworden. Im Urlaub mag ich keinen Stress, darum habe ich beschlossen mir nur den nördlichen Teil der Insel anzusehen. Meine Devise, lieber weniger sehen dafür aber mit Genuss und ohne Stress. Aja und geflogen bin ich von Salzburg nach Olbia mit Airberlin.

Meine Reiseroute und meine absoluten Highlights

Von Cala Gonone bin ich zuerst nach Alghero gefahren. Am nächsten Tag weiter von Alghero nach Grotta di Nettuno. Dann weiter nach Stintino zum Strand Pelosa, weiter nach Castelsardo. Am nächsten Tag weiter zur Costa Paradiso und danach nach Palau. Von Palau nach Porto Cervo und wieder zurück. Mit der Fähre dann rüber zu den La Maddalena Inseln, wo ich dann bis zu meinem Abflug (von Olbia) nach Österreich, geblieben bin. Ich hatte in meinem Auto nur ein Radio und auf allen in Sardinien empfangenen Radio-Kanälen haben sie folgendes Lied permanent gespielt.

Somit hatte ich mit Coldplay und The Chainsmoker meinen persönlichen Roadtrip-Song. Definitiv wird mich dieser Song immer an Sardinien erinnern. Mein Sardinien-Hit.

  • La Maddalena Inseln – Italienische Schönheit
  • Stintino – Italienische Strand-Karibik
  • Castelsardo – Historische Nachtschönheit
  • Costa Paradiso – Rot, blau, wild und rau, ein einzigartiger Küstenabschnitt

La Maddalena Inseln – Italienische Schönheiten

„La Maddalena ist eine italienische Inselgruppe vor Sardinien. Sie besteht aus über 62 Inseln und Inselbergen, davon sieben Hauptinseln (Maddalena, Caprera, Santo Stefano, Spargi, Budelli, Santa Maria und Razzoli) sowie weiteren kleineren Inseln, und gehört zur historischen Region Gallura.“ (Quelle: Wikipedia – 22.9.2017)

Wenn ich ehrlich bin hätte ich mir die Nacht in Palau sparen können. Palau ist zwar nett aber niemals so schön wie die La Maddalena Inseln. Mitten in Palau gehen die Auto-Fähren permanent zu den Inseln. Es ist total unkompliziert. Einfach mit dem Auto zum Hafen fahren. Dort parken. Ticket lösen vielleicht noch was essen und wenn die Fähre eintrifft geht es eigentlich schon los. Mit dem Auto rein in die Fähre fahren und ich glaube es waren so 15 Minuten Fahrzeit. Ankunft in La Maddalena direkt am Hafen. Ich habe mir über ebookers ein Bed and Breakfast direkt in La Maddelena in der Altstadt gebucht. Ich schwöre euch dieses Bed and Breakfast ist mein absoluter, absoluter Geheimtipp an euch.

Es war der totale Glücksgriff und weil ich es so schön fand bzw die Qualität, der Preis, der Wohlfühlfaktor für mich dort zu dem Zeitpunkt perfekt passte habe ich dort sogar um ein paar Tage verlängert. Casa Ilva heißt mein Geheimtipp. Die Unterkunft ist mitten in der Altstadt gleich neben der Kirche in La Maddalena. Mein Auto habe ich meistens abends zwei Straßen weiter von der Unterkunft im Hafen abgestellt. Untertags war ich mit dem Auto unterwegs und habe die Insel erkundet bzw war ich auch drüben in Caprera, da führt eine malerische Meeresstraße zwischen La Maddalena und Caprera. Die anderen Inseln lassen sich via Boot erkunden – entweder man mietet selber eins, oder man kann auch nur mitfahren. Abends in La Maddalena ist fein. Eine wunderschöne typische italienische Altstadt direkt am Meer. Jeden Tag gab es für mich ein anderes wunderschönes italienisches Abendessen mit Wein. Herrlich. Vor der Haustüre der Casa Ilva gerade am Nachmittag, Abend ein überreichliches Angebot von Restaurants, Eisdielen, Weinläden Boutiquen etc. Das wunderschöne daran, der Massentourismus ist hier noch nicht angekommen. Hier wird noch Italien gelebt. Angeblich gibt es unter den La Maddalena Inseln viele private Inseln die Hollywood-Stars oder sehr vermögenden Menschen gehören die mit richtig tollen Villen bzw Hotels ausgestattet sind. Erreichbar sind diese angeblich nur mit privaten Booten oder Hubschrauber. Wer Strand-Empfehlungen braucht für die La Maddalena Inseln wird hier auf Sardinien.com sicherlich fündig.

Zusammengefasst:

  • Erreichbarkeit La Maddalena Inseln: Via Autofähre von Palau
  • Unterkunft: Casa Ilva, Bed and Breakfast
  • Essen und Bar die ich unter Anderem in der Stadt ausprobiert habe: Ristorante L’aragosta, BAR CHARLIE
  • Infos zu Stränden auf den Inseln finden sich HIER.

Stintino – Italienische Strand-Karibik

„Umgeben von kristallklarem Wasser ist das heutige Hafenstädtchen mit seinem Bilderbuchstrand La Pelosa ein wahres Urlaubsparadies.“ (Quelle: Sardinien.com – 22.9.2017)

Würde ich nochmals nach Sardinien fahren würde ich definitiv länger in Stintino Badeurlaub machen. Der Strand Pelosa wirkt wie eine riesige wunderschön tiefblau-glänzende Badewanne. Mein Auge war ehrlich gesagt dort überfordert, weil so schön. So unbegreiflich schön. Im April hatte das Meer leider nur ca 16 Grad darum bin ich nicht reingegangen. Aber ab Juni bis Oktober ist es hier mit Bestimmtheit der Oberwahnsinn. Ich habe mich dort am Strand in ein Cafe gesetzt und habe stundenlang die Brandung und die Kite-, wie auch Windsurfer beobachtet. Die Wellen die am Leuchtturm brechen und sanft in die Badewanne reinfließen. Atemberaubend. Atemberaubend. Hier im Video seht ihr wie ich am Strand in Stintino stehe und die Fotos mache, die ihr oben eben in diesem Beitrag gerade seht. Ich habe meine Action-Cam während meiner fotografischen Tätigkeiten einfach mitlaufen lassen.

Zusammengefasst:

  • Ein kleiner malerischer Badeort am nordwestlichsten Punkt von Sardinien.
  • Wind- und Kitesurfer-Paradies
  • Achtung, vorm Strand Pelosa wird Parkplatz-Gebühr eingehoben.
  • Unbedingt am Strand bei der Strandbar was Trinken und Essen und dabei das unglaubliche Naturschauspiel am Strand beobachten.

Castelsardo – Historische Nachtschönheit

„Malerisch klebt der kleine Küstenort hoch über dem Meer an einem Felsen. Wenn man abends noch ein wenig entspannen möchte, wird man mit einer herrlichen Aussicht auf den Golfo dell‘ Asinara verwöhnt.“ (Quelle: Sardinien.com – 22.9.2017)

Ich bin ehrlich, untertags war ich nicht so begeistert von Castelsardo. Für mich wirkte dieses kleine Dorf eher wie eine Durchzugsstraße und auch das Castel untertags wirkte müde. Mag sein, dass ich mich an dem Tag auch nicht so wohlgefühlt habe. Das via ebookers bestellte Hotel stellte sich als alt und ein bisschen ausgedient heraus ganz anders als in den Bewertungen im Internet angegeben. Auch Speis und Trank war mehr als überteuert, dafür habe ich beim Abendessen ein nettes Ehepaar aus der Schweiz kennengelernt die so wie ich auch sehr spontan in Sardinien unterwegs waren. Als ich jedoch nach dem Abendessen noch einen Spaziergang an der Promenande in der Vollmond-Nacht machte präsentierte sich Castelsardo malerisch.  Tief dunkelblaues Meer, welches vor den Klippen des hellbeleuchten Schlossbergs bricht.

Zusammengefasst:

  • Übernachten würde ich in desem Ort nicht mehr.
  • Am Abend hinfahren und zum Castello hochgehen zum Foto machen und Kulisse bestaunen kann ich empfehlen.

Rot, blau, wild und rau, ein einzigartiger Küstenabschnitt

„Auch wenn die Costa Paradiso aufgrund ihrer Schönheit ihrem Namen alle Ehre macht, sind Strände hier rar.“ (Quelle: Sardinien.com – 22.9.2017)

Als ich mit dem Leihauto Richtung Costa Paradiso gefahren bin konnte ich mir nicht so wirklich was vorstellen. Ein Küstenabschnitt der Paradies heißen soll. Hallo?! Hab ich da nicht schon einige solcher Küstenabschnitte hier in Sardinien gesehen die paradiesisch waren? Ich war skeptisch. Tja und dann als ich vor roten Küsten-Steinen, ja ihr habt richtig gelesen rot, im Zusammenspiel mit dem dunkelblauen Meer stand, wusste ich der Name Paradiso ist berechtigt. Ein einzigartiges Farbenspiel eröffnet sich da einem. Vom Parkplatz weg führt ein „Wander“weg zu einer Badebucht. Herrlich. Bitte schaut euch die Costa Paradiso unbedingt an. Einzigartig.

Zusammengefasst:

  • Unbedingt den „Wander“weg zur Bucht gehen.
  • Parkplatz vorhanden.
  • Badestrände sind hier rar, dafür ist es hier wirklich schön für Schnorchler, Taucher oder wie mich Felsensitzer und Beobachter.

Wer mehr noch über Sardinien weiß bzw etwas empfehlen kann. Gerne. Kommentiert einfach unter dieses Posting. Würde mich freuen, wenn hier ein Sammelwerk an Informationen entsteht.


Anmerkung: Diese Reise habe ich mir von vorne bis hinten selbst bezahlt. Die Hotels und Unterkünfte habe ich großteils online spontan jeweils am Vortag mit dem Smartphone auf ebooker gebucht oder trivago gefunden. Das Mietauto, ein Fiat Panda, habe ich mir am Flughafen Olbia bei Goldcar geliehen. Ich habe die Mietwagen Buchung von zuhause aus im Vorhinein vorgenommen. Habe viele Verträge durchgelesen, da ich bereits sehr viel Negatives über die Mietwagen-Leihe in Sardinien gelesen und gehört hatte. Leider hat sich das Negative trotz aller Vorsicht auch bei mir bewahrheitet. Goldcar der totale Reinfall. Versteckte Kosten, Klauseln, die bei Abholung plötzlich in Rechnung gestellt wurden mit absurden Begründungen. Dahingesagte Kosten, die beim ersten Satz noch ein paar 100e von EURos waren und nach zwei Gegenargumenten meinerseits dann zwei Drittel weniger. Mitarbeiter von Goldcar die mir unter 4-Augen bei der Autoabholung gesagt haben, dass ich niemals mehr bei Goldcar buchen soll weil es die absolute Abzocke ist. Im Endeffekt musste ich eine 2-fache Vollkasko-Versicherung abschließen obwohl ich die erste Versicherung bereits im Voraus über die Internetplattform abgeschlossen hatte. Goldcar in Sardinien erklärte mir dann, mit der Versicherung die ich bereits abgeschlossen und bezahlt habe, haben sie nichts am Hut, obwohl diese aber über die Internet-Plattform in ihrem Namen angeboten wurde. Dabei handle es sich angeblich um eine „andere“ Versicherung, wo es keine gemeinsamen Verträge mit Goldcar gibt. Mir wurde unter Druck vor Ort nahegelegt eine weitere Vollkasko-Versicherung abzuschließen, mit dem unterschwelligen Argument, dass sie sonst mit Sicherheit etwas bei der Rücknahme des Autos wie zB einen Steinschlag am Unterboden, welcher vertraglich schon als Schaden gilt, finden werden und diesen müssten sie dann mit ein paar Tausend Euros von meiner Kreditkarte abbuchen, die als Haftung ja bereits bei Ihnen aufliegt. Bei so viel Korruptheit hat sogar mir der Atem gestockt! Gott sei Dank ist alles gut gegangen, außer dass ich fast 500 EUR mehr an Kosten für Versicherung und Co hatte. Also bitte bucht über alle anderen Anbieter aber niemals über GOLDCAR! Die Angebote mögen zwar verlockend günstig sein aber im Endeffekt steigt ihr ums zigfache teurer aus, auch wenn ihr bereits alles vorab gebucht habt, weil sie euch eben zu einer weiteren Versicherung mehr oder weniger zwingen.

9 Kommentare zu „Roadtrip Sardinien, Italien: Ich, alleine durch Nord-Sardinien | Meine Highlights und Empfehlungen

  1. Hallo Doris,
    Glückwunsch zur Fertigstellung Deines Sardinienbeitrags. 👍
    Ich bin überrascht, wie sehr sich unsere Routen doch geähnelt haben. 😀

    Puhh… was bin ich froh, dass ich zufällig bei einer anderen Mietwagengesellschaft gebucht habe… ebenfalls Fiat Panda, 6 Tage für 167 Euro… ohne Kilometerbegrenzung.

    Drück mir die Daumen, dass ich meinen Beitrag zu Sardinien auch bald fertigstellen kann. 😊

    Liebe Grüße aus Berlin,
    Norman

    Gefällt 1 Person

  2. Hi Doris,
    ein sehr schöner Artikel und eine sehr schöne Route. 😉 Freut mich, dass du auf meinem Blog Inspiration für deine Reise gefunden hast.

    Ich hätte auch so gern noch mehr Zeit in Stintino gehabt und auch nach San Teodoro möchte ich unbedingt nochmal zurück. 😀

    Liebste Grüsse,
    Laura-Lee

    Gefällt 1 Person

  3. Schöner Blogpost, sehr übersichtlich. Nur schade, dass du so ein Pech hattest mit dem Leihwagen aber da sind dir bestimmt viele dankbar vor der großen Warnung. Hat es dir gefallen eine ganze Woche wo alleine zu verbringen? Hab ja jetzt 1,5 Tage in Salzburg und hab es bisher wirklich sehr genossen. Mehr als erwartet sogar 🙂 Liebe Grüße und bis morgen, Melanie

    Gefällt 1 Person

  4. Liebe Melanie, Sardinien war sehr schön. Ich bin das alleine Reise schon irgendwie gewohnt oder auch nicht. An manchen Tagen habe ich mich sehr einsam gefühlt, aber das Gefühl kenne ich auch, wenn ich unter Menschen bin.

    LG Doris

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