Österreich und das Meer. Warum Italien Kurzurlaub über die Maifeiertage schon vor 30 Jahren Stil hatte.

Heuer stand seit mehr als 10 Jahren die Adria-Küste wiedermal am Kurzurlaubs-Plan. Sozusagen der österreichische Hausstrand. Wie ihr ja wisst haben wir kein Meer in Österreich und somit liegen die Strände von Italien, Kroatien in noch vertretbarer Autofahrkilometernähe. Ich als Kind der 80er habe eine ganz besondere Verbindung zur Adriaküste also den Badeorten in der Nähe von Venedig. Zb Bibione, Caorle, Jesolo. Das erstemal als ich das Meer gesehen habe, da war ich ein kleiner Knirps und das war in Jesolo. Meine Eltern sind mit mir mit dem Auto nach Jesolo gefahren. Quer durch ganz Österreich, durch den Tauerntunnel, direkt nach Italien. Ich glaube fast ganz Österreich ist schon mal in den Mai-Feiertagen in Blockabfertigung vor den Tauerntunnel gestanden. Darum fährt man möglichst früh, also in der Nacht weg, um möglichst nicht im Stau zu stehen. Was sich wiederrum spätestens alle anderen Österreicher auch wieder dachten und dann war erst recht Stau. Grundsätzlich fährt man ja von Oberösterreich nach Italien eigentlich nur etwas bei 5h Stunden aber mit Stau sind es dann bis zu 10h geworden.

Stau-Ärger und Liebesgeschichten?

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Was natürlich dann total ärgerlich war. Allerdings konnte ich schon damals als Kind den Stauärger der Erwachsenen nicht verstehen. Ja gut, wenn es fatal heiß war, war es nicht lustig auf der Autobahn zu stehen. Allerdings fand ich es immer toll, weil wir haben dann mitten auf der Autobahn vor oder nach dem Tauerntunnel oftmals total nette Leute kennengelernt. Ich habe mich auch oftmals gefragt ob sich da auch mal Liebespaare kennengelernt haben. Also so ala „Hey wir haben uns im Mai-Stau nach Italien auf der Autobahn kennengelernt.“ Das wäre doch mal was Außergewöhnliches, oder?

Kennt Ihr solche Menschen die sich so kennengelernt haben? Würde mich über Geschichten freuen!

Italienische öffentliche Toiletten-Schocker Gestern wie auch Heute…

Also wenn man sich dann früher nach Italien durchgestaut hatte, dann ist man spätestens nach der Grenze mal zu einem Autogrill hingefahren. Für einen Kaffee und diese richtig guten gerösteten Paninni oder Tramezzini. Das Highlight für mich als Kind war dann immer der „Toiletten-Schock“. Dieser Schock, dass man eine Toilette betritt und nur ein Loch vorfindet. Diese Toiletten werden Hocktoiletten genannt. Da habe ich dann immer gewusst, ja ich bin in Italien und das Meer ist nicht mehr weit.

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Spätestens dann bei der Autobahnabfahrt Richtung Jesolo hat es dann schon nach Meer gerochen. Da habe ich damals aus Papas roten Mazda 626 mit den ersten elektrischen Fensteröffnern den Kopf durch das Fenster gesteckt und die Meerluft tief eingeatmet. Meistens sind wir dann total übernachtig am Vormittag in Jesolo eingetroffen – in unseren Hotelbunker in der ersten Strandreihe mit einem Sonnenschirm und 2 Liegen für die Erwachsenen am kilometerlangen Sandstrand wo jeder Sonnenschirm fast gleich aussieht.

Der italienische Sandstrand-Sonnenschschirm-Wahnsinn…

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Ich muss euch glaub ich nicht erzählen, dass ich mich als Kind in dem Sandstrand-Sonnenschirm-Wahnsinn sicherlich xmal verlaufen habe und tausend Ängste durchstehen musste. Aber irgendwann dann habe ich erkannt alles taucht irgendwann immer wieder auf, auch ich. So hatte ich in meinem Leben ein paar Episoden ala „Kevin allein zuHaus“ eben „Doris alleine am Adria Sandstand“.

Der Urlaubstagesablauf in Italien war ganz einfach. Tagsüber Sonne liegen und baden, abends Essen und danach shoppen in der kilometerlangen Einkaufsmeile. Meistens hat man dann am Abend irgendwie seine Nachbarn noch von zuhause auf der Einkaufsmeile getroffen. Kurzum Italien ist zu dieser Zeit von Österreichern bevölkert und auch die Italiener reden mit einem Deutsch.

Reinhard Fendrich ein sehr bekannter Österreichischer Sänger hat zu Italien auch mal ein Lied geschrieben, Strada del sole, dass wohl glaub ich jeder Österreicher in meinem Alter mit singen kann. Ich mag es total gerne, es ist so richtig schön in Mundart und es erinnert mich eben an meine Kindheits-/Jugendurlaube in Italien.

Nun fast 30 Jahre später, als Erwachsener ist der Toiletten-Schock nach der Grenze noch der selbe und auch die Sonnenschirm-Reihen haben sich nicht geändert außer, dass mich heute niemand sucht wenn ich nicht mehr im Schirmwahnsinn auftauche. Was aber auch gut so ist, denn Abschalten müssen wir alle mal oder?

Adria-Urlaub (Lignano) – Heute nach wie vor zum Empfehlen

Heuer haben wir im Hotel Columbus http://www.doimohotels.it/columbus/de/ übernachtet, direkt am Strand. (Das Hotel lässt sich super über http://www.ebookers.at/ buchen bzw auch ganz einfach andere Hotels in der Gegend.) Einkaufen waren wir im Outlet-Center McArthurGlen Noventa Di Piave http://www.mcarthurglen.com/de-de/outlets/italien/mcarthurglen-noventa-di-piave/ und sonst haben wir die Einkaufsstraße inklusive deren Restaurants in Lignano unsicher gemacht.

Kein Stau, 2,5 Sonnentage und 1 Regentag bei moderaten 25 Grad, italienisches Essen und shoppen bis spät in die Nacht. Der perfekte Mädelskurz-Urlaub fürs kleine Geldbörserl (ausgenommen Frau hat sich niedergeshoppt, weil es gibt echt verdammt coole Designer-Labels in Italien).

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Liebes Italien, danke für die schöne Zeit. Wir sehen uns wieder!

Unbenannt_Signatur Doris

6 Kommentare zu „Österreich und das Meer. Warum Italien Kurzurlaub über die Maifeiertage schon vor 30 Jahren Stil hatte.

  1. haHA diese furchtbaren stehklos gibt es immer noch?? ich bin ja gespannt, für mich gehts übernächstes wochenende nach venedig, da wird der klo-wahnsinn wieder ungeahnte größen annehmen 😀 ich war vor einigen jahren auch mal wieder in lignano – ende august geht das ganz gut dort. man hat halt auch keine schönwettergarantie mehr. dafür auch keinen stau. weder am strand, noch auf der straße 🙂

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