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Warum dir das Internet suggeriert du kennst alle und bist nicht allein, du trotzdem niemanden wirklich kennst und 3 Tipps wie du dich vor Stalkern und Beleidigungen schützt…

Ganz ehrlich: Wieviel Zeit verbringst du täglich vorm Smartphone, Tablet oder PC und scrollst die Neuigkeiten in deinen Social Media Kanälen durch. Du hast das Gefühl du bist mitten dabei im Geschehen. Du hast das Gefühl obwohl du in Wirklichkeit mitten in einem Raum alleine stehst, du bist nicht alleine und kennst jeden deiner (online) Freunde.

Unterschied von on- und offline Beziehungen…

Ein Trugschluss, weil da ist definitiv ein Unterschied zwischen on- und offline. Online siehst du nur das was dir der Algorithmus von diversen Social Media Portalen bzw auch Google vorgibt. Sozusagen eine Maschine gibt dir deine Wahrnehmung vor. Zeigen dir das was sie glauben was du sehen willst, aber nicht was DU entscheidest sehen zu wollen.

Intuition, Bauchgefühl, Gerüche, Stimmungen, Zufall – Fehlanzeige. Das ist nur offline möglich.

Kennen dich deine Social Media Freunde? | Kennst du deine Social Media Freunde alle?

Was ich dir damit sagen will, du kannst tausende von Social Media Freunden haben, aber trotzdem einsam sein, weil am Ende des Tages du nur online Abbilder – in Form von Bildern, Postings etc – von deinen vermeintlichen Freunden gesehen hast. Kannst du von dir behaupten all deine Social Media Freunde wirklich zu kennen? Kannst du von dir behaupten, dass du deine realen Freunde wirklich kennst? Können deine Social Media Freunde und realen Freunde behaupten, dass sie dich wirklich kennen?

Ich behaupte NEIN. Ab wann kennt man einen Menschen? Auch nach vielen Jahren und tausenden an gemeinsam verbrachten Stunden ist es unmöglich einen Menschen komplett zu erfassen oder zu kennen. Wie schon meine Oma immer gesagt hat: „Eini schaun kann ma in niemanden.“ – ja vielleicht Edward von der Twillight Saga, der kann Gedanken lesen von Anderen, aber das ist nur ein Roman – eine Fiktion. Es ist ja schon alleine schwer sich selbst kennenzulernen, wie sollen das dann andere bei dir selber können?

Ich selbst kann von mir behaupten, dass ich so viele Facetten habe, dass ich mich selbst jeden Tag immer wieder neu kennenlerne. Meine Intuition „offline“ leitet mich jedoch immer wieder zu den Menschen wo es mir selber gut geht oder auch zu den Menschen die gerade die selben Themen wie ich selber habe und einfach in meinen offline Leben präsent sind. Ich denke das ist die Macht der (positiven) Anziehung. Im Business ist das manchmal nicht möglich, weil man auch unter anderem Menschen trifft wo das Bauchgefühl nicht stimmt, man sich unwohl fühlt, man dennoch kurz small talked und sich dann halt wieder entfernt. Dennoch werden Social Media „Add-me-Anfragen“ verschickt und somit ist man dann mit dieser Person wenn man es annimmt connected.

Somit wird „Ein Band“ zu einer Person offiziell geknüpft, zu der man eigentlich kein Band weder on- wie auch offline haben möchte, weil wie gesagt man sich unwohl fühlt, man aber vielleicht zu höflich ist es abzulehnen. Diesem Menschen aber im Grunde die Eintrittskarte in dein eigenes Leben gibt, obwohl du diesen nicht dabei haben willst aus Gründen wie auch immer. Es gibt dann auch jene Menschen die dir einmal kurz on- wie auch offline kurz über den Weg gelaufen sind und so tun als würden sie dich besser kennen als du selbst. Ganz ehrlich keiner kennt dich besser als du selbst dich, auch wenn du noch soviel von dir in irgendeiner Form preisgeben würdest. Solche Leute sind mir definitiv gruselig, die in kürzester Zeit behaupten dich zu kennen. Schließlich kann keiner behaupten er habe mit dir jede Minute, sek. deines Lebens bereits verbracht, außer du selbst. Weißt du was ich meine bzw damit sagen will?

Schutz in der Social Media Welt

Seit Aufkommen von Social Media habe ich mich angefangen zu schützen. Ich möchte Euch kurz erklären, warum sich schützen wichtig ist…

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Ich bin im realen Leben sehr kommunikativ, direkt (auch unter anderem goschat – eine Spaßnudel), strahle Souveränität aus, Durchhaltevermögen, kann Vorträge vor vielen Menschen halten, beherrsche den sozialen Small Talk, kann begeistern und motivieren, kann dir im stehgreif das Gefühl geben du bist umwerfend obwohl ich dich nicht kenne und du wirst es mir glauben, ich kann dir sehr schnell das Gefühl geben du bist vertraut und wir kennen uns. Ich habe eine extrem gute Beobachtungsgabe, so ein bisschen wie der Mentalist, und darum glauben soviele Menschen gleich ich kenne sie und fühlen sich vertraut vielleicht auch wohl obwohl ich nur gut beobachte und aus Erfahrungen kombiniert habe und mich über kurze Zeit sehr gut anpassen kann.

Durch dieses Wesen lerne ich demnach viele Menschen kennen, auch jene die sich vielleicht ein bisschen schwerer tun sich im Gespräch zu öffnen. Mir fällt das leicht. Mir fliegen sozusagen die Herzen zu, dass hat meine Mama mal so gesagt und das schürt oftmals Neid, Missgunst und Angst. So bin ich aber eben mal, dass kann ich nicht ändern – allerdings ist das die eine Seite von mir, eben die Business-Seite – die its Showtime Baby-Seite. Ich habe es halt gelernt sobald ich sozusagen vor die Haustüre trete mein „Sonnenschein“-Wesen zu zeigen.

Privat bin ich oftmals sehr zurückgezogen, bin manchmal ängstlich und schutzbedürftig, sehr weich und feminin, tue mir schwer mit Unbekannten Menschen zu reden oder auch das Einzufordern von mir was ich gerade brauche, werde schüchtern und nervös wenn ich jemanden ganz toll finde, mag. Die Menschen die sich die Mühe gemacht haben mich wirklich kennenzulernen und das ist mit Sicherheit nicht über Soziale Medien sondern ganz klassisch „offline“ und denen ich wirklich vertrauen gelernt habe, weil sie für mich da waren, zeige ich meinen sehr weichen, liebevollen zarten Kern. Der mich natürlich auch sehr verletzlich macht, den ich aber nur wie gesagt ganz besonderen Menschen zeigen kann, wo ich mich traue meinen Schutzmantel abzunehmen. Meine erste große Liebe hat mir damals beim Kennenlernen gesagt: „Ich bin so überrascht, du bist ganz anders als ich je erwartet habe und du nach außen transportierst.“ Ich habe mir diesen Satz damals tierisch zu Herzen genommen, dass ich nicht richtig bin, dass man ja eigentlich nach außen schon sehen soll wie ich so innerlich ticke, denn nur so ist man authentisch etc. Ich habe mich danach versucht in alle Richtungen zu biegen, obwohl mir dieser besondere Mensch nur sagen wollte, dass er überrascht ist. Nicht mehr oder weniger. Mittlerweile bin ich sehr froh um meinen Schutzmantel bzw das ich so bin wie ich bin. Es bringt mir die besonderen Menschen, denen ich vertrauen kann und will, weil sie für mich „offline“ da sind, mich „offline“ genauer kennengelernt haben. Sozusagen meine wahren Freunde, meine Familie, die mich wirklich kennen und die mich sozusagen auch „ungeschminkt“ und auch den „nichtimmersonnenschein“ lieben.

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Es gibt also demnach einen GAP zwischen „wirklichen“ Freunden, Bekannten und beruflichen Kontakten bzw Netzwerk. Die Sozialen Medien bzw das Internet unterscheidet jenes aber nicht für dich, sondern das musst du selbst tun, weil nicht alle Menschen verfolgen Interessen die einem gut tun. Deine eigene Privatsphäre gilt es daher zu schützen. Es klingt vielleicht irgendwie ironisch, wenn ich gerade als Bloggerin, Journalistin und Person die doch einiges von sich im Internet bzw diversen Medien preisgibt, gerade ich auf Privatsphäre im Netz sehr viel Wert legt. Böse Zungen werden behaupten, ja dann geh halt offline bzw poste halt nichts, dann musst du dich auch nicht schützen. Jetzt überlegt mal, ist das wirklich so? Das Problem ist hiermit nicht gelöst, einfach nicht mehr sozusagen das Internet zu benutzen. Ich könnte nicht arbeiten, wenn es das Internet nicht gebe, ich könnte kein Geld verdienen, ich könnte nicht leben – ich bräuchte einen komplett anderen Beruf. Weiters alles was ich im offline Leben benutze ist verknüpft mit dem Internet. Wieviele Apps sind mit Facebook und Co bereits verknüpft etc. Alles ist irgendwie mit Google verknüpft. Angefangen von dem neuen Auto das du fährst bis hin zum dem Zeitpunkt, wann und wo du in der Straßenbahn stehst. Aber auch wenn du ganz offline am Berg stehst, dass Internet hat dich gesehen. Ganz ehrlich, wer von meinen Freunden noch behauptet hier den Überblick noch zu haben über den ganzen Datentransfer muss ich lachen.

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NIEMAND hat mehr Überblick über den Datentransfer im Netz. NIEMAND. Es hat einfach schon sein Eigenleben entwickelt, ich würde das als weder negativ noch positiv bewerten. Von dieser ewigen Schwarzmalerei halte ich nichts. Es ist einfach so wie es ist. Dennoch haben wir als Einzelpersonen noch ein bisschen einen kleinen Funken der Möglichkeit uns selber, zu schützen und auf ein paar Dinge in unseren Sozialen Medien acht zu geben. Im offline Leben gibt man ja schließlich auch nicht jeden einfach so seinen Haustür-Schlüssel oder bzw vertraut jedem mit dem man 2 Wörter gewechselt hat. In meinem Fall gebe ich auf Folgende 3 Dinge acht…

Meine 3 Tipps zum persönlichen Social Media Schutz…

Tipp #1: Adde nur Menschen zu deinem Personenprofil auf Facebook, wenn du die Person bereits persönlich kennengelernt hast und führe Privatsphären-Listen.

Auf allen Social Media Plattformen gibt es sogenannte „Kontaktsammler“. Da geht es nicht darum, dass dich die Person kennt oder kennenlernen will, sondern nur darum, dass sie halt mit dir befreundet sein will und sich vielleicht mit deinen Federn schmücken möchten bzw an deinem Leben teilnehmen möchten um Informationen an dich zu transportieren. Menschen sind Informationshungrig | Sensationsgeil gerade was in ihrem Umfeld passiert und – aus genau dem Grund ist Facebook und Co entstanden. Nicht einmal hat mich irgendeine wildfremde Person adden wollen, weil sie in einen meiner bereits geaddeten Bekanntenkreise mich gesehen hat. Vorallem Männer die einen interessant (also sexuell Anziehend finden oder mich stalken will – keine Ahnung Gründe gibt es viel) finden oder einfach auf meiner Wall mitlesen wollen. Behaupten will sie/er ist mit mir befreundet und kennt mich so gut und somit ihre/seine Reputation damit besser ist. Merkt dir eins. Jemand der auch im wirklichen Leben „offline“ vor dir keinen geraden Satz rausbekommt, du ein ganz komisches Bauchgefühl mit dem Mensch in dem Raum hast, der Mensch dir keinen plausiblen Grund liefern kann warum er dich kennenlernen will bzw dir einen Grund liefert mit dem du aber nicht einverstanden bist, solltest du auch online NICHT zum deinem persönlichen Profil adden.

Letztes Jahr zum Beispiel war ich als Bloggerin auf eine Instagram-Bootfahrt eingeladen. Ich habe dort mit 2-3 Personen länger gequatscht, wo ich auch das Gefühl hatte man versteht sich gut bzw so, dass man sich anfreunden könnte. Die anderen 15 Personen waren zwar anwesend dort, hat aber keiner wirklich ein Gespräch mit mir gesucht. Im Gegenteil die Stimmung war eher schweigsam. Soll vorkommen. Auch wahrscheinlich dann wenn Gespräche zustanden gekommen wären, wäre es wahrscheinlich in dem Moment nur auf Small Talk rausgelaufen bzw die Personen hätten mir auch im wirklichen Leben nichts zum Sagen gehabt bzw ich ihnen auch nicht. Auf Deutsch die Chemie hat nicht gepasst. Man muss ja schließlich nicht alle Menschen mögen bzw mich alle.

Krass fand ich allerdings….

…ich war noch nicht mal von der Bootsfahrt zuhause, hatte ich gleich 15 neue Freundschafts-Anfragen auf mein persönlichen Profil auf Facebook genau von diesen Personen. Warum sollte ich also jemanden auf meinen persönlichen Profil auf Facebook adden der mir auch im wirklich Leben nichts zum Sagen hat und ich auch ihm nichts? Warum sollte ich diese Person auf meiner Wall mitlesen lassen … in der Hoffnung, dass die Chemie doch noch passen wird? Jemanden auf Facebook zu adden ist für mich das Eingehen in eine Verpflichtung. Warum reicht diesen Personen nicht einfach meine Dorisworld-Facebook Seite? Versteht mich hier nicht falsch. Das wäre das selbe wenn vor meinem Haus ein Straßenfest stattfindet mit ein paar 100 Leuten. 3 Personen reden mit mir ein wirklich nettes Gespräch und wir adden uns auf Facebook. Die anderen 97 tun so als würden sie mich nicht kennen bzw kennen mich auch nicht und werden auch nicht aktiv mich kennenlernen zu wollen. Weder Gruß, Gestik noch sonst was, aber dann sehen sie mein Haus was direkt auf der Straße steht … und sehen, dass es ein hübsches ist und anstatt Fan vom Haus zu werden, wollen sie plötzlich mit mir privat befreundet sein und machen sich aber nicht mal die Mühe freundlich bei meinem Haus anzuklopfen sondern wollen gleich mit der Tür ins Haus fallen…

Weiters führe ich auf Facebook verschiedene Privatsphären-Listen. Will heißen meine Familie, engsten Freune, sehen fast alles von meiner Wall, andere wieder nicht.

Tipp #2: Scheue dich nicht davor Personen die du nicht kennst abzuweisen oder auf eine andere Soziale Plattform (Xing, Linkedin) zu verweisen

Xing oder Linkedin sind für mich klassische Business – Soziale Medien Plattformen. Facebook ist mehr privat und persönlich. Wie ich schon oben beschrieben habe adde ich nur Personen die ich persönlich kenne zu meinen persönlichen Facebook-Profil. Wenn ich also die Person nicht kenne nehme ich einfach die Freundschafts-Anfrage nicht an. Wenn die Person, auch einige gemeinsame Freunde mit mir hat, mich dann auch noch per Facebook-Messanger kontaktiert mit der Frage warum ich ihn nicht annehme, frage ich meistens nach, woher wir uns kennen. Wenn dann keine anständige Antwort kommt oder eben, dass wir uns aus einem Business Kontext kennen, scheue ich nicht davor auf mein Xing bzw Linkedin Profil zu verweisen.

Tipp #3: Spam-Filter, reagiere nicht direkt auf Emails mit Beschimpfungen

Es gibt Menschen die immer alle Anderen für schuldig erklären, nur sich selbst nicht. Die an allem etwas auszusetzen haben und sowieso eh nie zur Tat schreiten. Sogenannte Mise-Peter und Klugscheißer wie ich sie nenne. Es sind gerade Menschen mit einem ganz geringen Selbstvertrauen die anstatt an sich selbst zu arbeiten immer alles von den anderen in den Dreck ziehen und alles Gute sowieso missreden. Für  mich sind solche Menschen echt arm es ist nämlich verdammt schwer mit so einem überkritischen inneren Kritiker zu leben. Weiß ich ja aus eigener Erfahrung 😉 Versteht mich nicht falsch – Feedback ist wichtig. Jedoch sollte Feedback geben gelernt sein und vorallem sollte man ein Gefühl dafür entwickeln wenn ein Feedback angebracht ist. Ich beantworte zB generell keine Emails die aus blossen Beschimpfungen bestehen. Ich habe mir erst kürzlich meinen SPAM Ordner in meinen Blog und auch auf FB angeschaut. Da habe ich zB eine Person die mir gerade wenn ich über mein Projekt: Glückliche Endstationen poste beleidigende Emails schreibt mit den Worten ich bin Scheiße und alles was ich mache ist lächerlich und ich zitiere wörtlich „sie haben mir ins hirn gschissen“. Nicht überraschenderweise versteckt sich diese Person hinter einem Psydo-Facebook-Profil, die IP-Adresse irgendwo im Süden von Linz.

Warum sollte ich also auf so etwas reagieren? Soll ich mich verstecken und nichts mehr Schreiben, nur weil der offensichtlich irgendein nicht nachvollziebares Problem hat? Soll ich meinen Blog nicht mehr posten, nur weil so ein Mise-Peter unzufrieden mit seinem Leben ist und irgenwie auf so eine Art und Weise unter dem Deckmantel des Internets gehört werden will? Gerne höre ich Kommentare oder auch Meinungen – dazu gehört aber auch eine anständige, sachliche Kommunikation. Das heißt auch, dass ich zu meiner Meinung stehe mit Namen und allen Konsequenzen.

Ich finde es mittlerweile mehr als gut, dass sich Juristen nun auch mit Sozialen Netzwerken auseinandersetzen und es demnach auch schon zu rechtskräftige Verurteilungen gekommen ist. Verleumdungen, Beleidigungen, Beschimpfungen sind auch online (unter dem Deckmantel des Internets) nicht OK. Wenn dir sowas öfters von einer Person passiert (ich meine damit wirkliche wirkliche Schimpfwörter aus der tiefsten Kategorie inklusive Beleidigungen, so zB wie bei mir oben – also absolute Grenzüberschreitung), dann fakle nicht lange herum und melde es. Keiner muss sich sowas gefallen lassen. Ich jedenfalls fakle da nicht lange herum und leite es meinen Bekannten weiter die sich juristisch da sehr gut auskennen.

Ich denke jeder darf, das manchen was einem gefällt solange man jemanden anderen dadurch nicht behindert. Mich stören auch viele Dinge im Leben die mir bei anderen nicht gefallen…meine Erfahrung sagt mir aber es gibt nur eine wirkungsvolle Lebensweisheit dafür. Lest hier mehr dazu:

Leave it, Love it or chance it.

Mich würde interessieren wie geht es dir da so mit deiner Social Media Privatsphäre? Wie löst du das für dich? Wie gehst du mit offensichtlichen Beleidigungen um?Führst du Privatsphären Listen etc. Ich freue mich über deine konstruktiven Kommentare, Meinungen zu diesem Thema.

Alles liebe,

Eure, Doris

2 Kommentare

  1. Bettina sagt

    Hallo liebe Doris,
    jetzt nehme ich mir endlich mal die Zeit, um dir zu schreiben. Sehr oft schon haben mich deine Artikel berührt, ich hab mich selbst wiedererkannt, hab mich mit dir gefreut oder mich motivieren lassen. Allerdings war ich immer zu faul, um dir das auch zu sagen. Heute siegt die Faulheit mal nicht, denn das Thema Internet-Freunde (besonders die Menge an Facebookfreunden) beschäftigt mich derzeit sehr intensiv.
    Vor nicht ganz zwei Wochen habe ich bewusst einen Freund aus meiner Facebookfreundesliste gelöscht. Es ist eine Person, mit der ich jeglichen Kontakt abbrechen will, somit eben auch auf Facebook. Und dabei habe ich mal bewusst nachgesehen, wie viele Facebookfreunde ich eigentlich hab. Dass ich tatsächlich mehrere hundert Freunde hab, hat mich zum Nachdenken gebracht. Wenn ich an diesem Abend Lust gehabt hätte, noch gemütlich mit jemanden auf ein Glaserl Wein zu gehen, wen von diesen vielen Leuten hätte ich fragen können, ob sich mich begleiten? Na ja, ein paar wenige sind mir eingefallen … aber auch nur jene Freundinnen, mit denen ich per Facebook kaum Kontakt habe, denn immerhin sind wir Freunde im tatsächlichen Leben (um deine Worte zu verwenden: Offline-Freunde). Ich hab mir dann zuhause allein ein Glaserl Wein gegönnt und schließlich begonnen, die Freundesliste auszumisten.
    Ich habe wirklich immer nur Freundschaftsanfragen von Leuten angenommen, die ich auch persönlich kenne. Für mich stellt sich auch nun die Frage: Was heißt „kennen“? Von vielen meiner Facebookfreunde weiß ich sehr viel, zum Beispiel wo und was sie gerne essen, was sie mit ihrem Partner in der Freizeit unternehmen, welche Krankheiten ihr Haustier hat und, und, und. Doch wenn wir uns zufällig bei einem Stadtbummel über den Weg laufen würden, würden wir uns möglicherweise gar nicht erkennen. Und das, obwohl wir doch vor 2 Jahren mal gemeinsam ein Seminar besucht haben und uns „kennengelernt“ haben.
    Diese Kategorie von Freunden hab ich an diesem Abend gelöscht. Und sogar noch viele weitere. Meine Liste ist radikal geschrumpft. Aber dennoch waren es noch immer so viele.
    Mir ist auch klar geworden, dass mich Facebook manchmal sogar ein wenig stresst: zum Beispiel die Sache mit diesen Geburtstagserinnerungen.
    Wie oft schon hab ich auf Facebook gelesen, dass einer meiner Freunde Geburtstag hat. Im wirklichen Leben haben wir uns noch nie persönlich gratuliert, wir sehen uns ja nie. Aber hier auf Facebook muss es doch sein, oder? Also ich geb´s zu, ich hab schon fast ein schlechtes Gewissen, wenn ich nicht „Happy Birthday“ poste. Diesen Stress empfinde ich genauso bei allen übrigen Anlässen, zu denen man allen Freunden Glückwünsche per Postings übermitteln „muss“. Um an den Geburtstag einer Offline-Freundin zu denken, brauch ich Facebook & Co nicht.
    Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Großteil jener Nicht-mehr-Facebook-Freunde es noch nicht mal gemerkt hat, nicht mehr mein(e) Freund(in) zu sein. Für mich fühlt es sich aber irgendwie gut an. Es sind zwar nun bedeutend weniger Postings, die ich mir ansehen kann, aber mal ganz ehrlich: Es geht mir absolut gar nichts ab – ganz im Gegenteil. Ich habe etwas gewonnen: nämlich Zeit.
    Meine Freundesliste wird sich daher mit Sicherheit noch weiter verkleinern und so mancher Facebook-Kontaktsammler wird keine Freude mit mir haben.
    Dafür dass ich (schreib)faul bin, ist´s noch doch viel geworden.
    Ich wünsch dir noch ein recht schönes Wochenende! Und danke für deine vielen tollen und für mich vor allem oft inspirierenden Artikel 
    Liebe Grüße, Bettina

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  2. Doris sagt

    Hallo liebe Bettina,

    ich freue mich so über deinen Kommentar. Ich freue mich über deinen Mut zu schreiben. Ich kann nur sagen – Danke ❤

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