GES Linz #8 | Linie 17 vom Fernheiz-Kraftwerk bis nach Hitzing und von alten wie auch neuen Begegnungen…

Tja wo soll ich anfangen. Jetzt hat es ja einige Zeit wieder gedauert bis ihr hier eine weitere Story aus meiner Rubrik Glückliche Endstationen Linz lest. Ich denke, ich liege noch gut im Zeitplan. Ein halbes Jahr hab ich noch um die ganzen 40 Endstationen und 20 Linien von Linz zu befahren. Meine Motivation hat sich in letzter Zeit dafür leider ein bisschen reduziert. Es waren einfach zu viele Dinge die mich beschäftigt haben. Angefangen von gesunder Ernährung wie auch Fotografie-Kurse und eine neue Reise von der ich bald berichten werde und über die ich mich sehr freue. Mein anstehender Geburtstag, der irgendwie doch einiges an Fragen in mein Leben wirft. Blick in die Vergangenheit und Blick in die Zukunft. Menschen die gekommen und auch wieder gegangen sind und mich in dem wachsen lassen haben in dem was ich bin. Nämlich immer mehr ich, so wie es ist, ohne Wut und Groll und dankbar für das was ich habe, gebe und bekommen habe. Mich, mein Leben, mein Spiegelbild und das Urvertrauen, dass das Leben ein Fluss ist. Ich mich am Ufer bewegen kann wohin ich will, ich mich auch im Wasser bewegen kann, alles in meinem Tempo, aber der Fluss immer fließen wird so wie er will. So friedliche Gedanken machen mich immer ganz happy, vorallem weil ich für mich weiß welche Fortschritte ich die letzten Jahre für mich gemacht habe, die Dinge einfach fließen zu lassen. ❤ Aber zurück zum Projekt: Glückliche Endstationen…

…bist du net die ane…

Am Urfix vor ein paar Wochen dann, hat mich plötzlich ein unbekanntes Mädchen angesprochen: Ob ich nicht die bin, die dieses Projekt 40 Endstationen, 20 Linien am Start hat. Ich: „Ja die bin ich“ und war total überrascht und überrumpelt zugleich. Das Mädchen blickte mich an und meinte: Das ist irgendwie total komisch, sie hat das Gefühl sie kennt mich so gut aber eigentlich doch auch nicht und sie findet es total cool dieses Projekt, weil sie das auch schon immer mal machen wollte. Ja das digitale Zeitalter. Es suggeriert einem das Gefühl mitten drinnen zu sein, Menschen zu kennen und dann aber eigentlich doch nicht. Ich denke es sollte einfach ein gesunder Mischmasch aus on- und offline Leben sein, weil sind wir uns ehrlich bei aller online Liebe, es ist doch tausendmal schöner wenn Menschen physisch da sind, weil man Gestik/Mimik spüren/sehen/fühlen/riechen kann. Instinkte, Verstand und Bauchgefühle da sind.

Ich bin selbst immer wieder überrascht, wie sich Menschen online oder über das Schreiben präsentieren und dann wenn man sie persönlich kennt ganz anders rüberkommen. Ich denke im wirklichen Leben kann halt jeder selber entscheiden, wie er den anderen wahrnehmen will, da gibt es dann keinen Filter mehr und keine Fassade. Es hat mich dennoch sehr gefreut, dass mich das Mädchen erkannt hat und ich werte es als Kompliment, dass mein kleiner feiner Blog doch noch sehr authentisch gehalten ist, was ja immer mein Ziel war. Authentizität.

Endstation Fernheiz-Kraftwerk

Gestern war es also wiedermal soweit mich vom PC wegzubewegen und eine Fahrt anzutreten. Begleitet wurde ich diesmal von einem wunderbaren Hitzinger der seit neuestem in Linz zugereist ist. Was gibt es besseres als von einem „Einheimischen“ begleitet zu werden? Treffpunkt war die Endstation Fernheiz-Kraftwerk in Linz. Eine Busumschlagstelle am Ende des Linzer Hafens gleich gegenüber dem Kinobunker namens Cineplexx. Über die Endstation Fernheiz-Kraftwerk gibt es nichts spektakuläres zu berichten. Klassisches Linzer Industriegebiet. Große 2 spurige Durchzugsstraße, dahinter ein liebloser Einkaufsbetonklotz, wo sich ein Interspar – ein Deichmann ein Elektrogroßhandel etc drinnen befindet. Dazwischen ein Haufen Speditions- und Industriebetriebe. An der Busstation Fernheiz-Kraftwerk treffen sich einige Linien 19, 27, 73 und eben der 17er.

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Vom Buslein wechsle dich und dem Quaxi-Hügel

Vor lauter quatschen, weil wir uns schon so lange nicht mehr gesehen hatten, kalt und hektisch sein (ist ja doch immer ganz Besonders wenn man jemanden nach so langer Zeit wiedermal live sieht), haben wir total übersehen wie der 19er sich zum 17er umgewandelt hat. Somit ist uns der Bus im wahrsten Sinne des Wortes vor der Nase davongefahren. So haben wir noch eine weitere halbe Stunde in der Kälte gewartet bis der nächste 17er abfuhr. Der Bus macht dann eine ziemlich komische Schleife über ein Industriegelände und dann geht es quer durch die Stadt, vorbei am Hessenplatz und Goethkreuzung rauf auf den Froschberg oder wie ein Bekannter von mir es ausdrückt der am Froschberg lebt. Qaxi-Hügel oder auch Quaxi-Hill. Der Froschberg gehört auf der südlichen Donauseite zum grünen Gürtel von Linz. Dort befindet sich das Stadion, der botanische Garten. Zwischen unzähligen wunderschönen alten Villen, finden sich kleine moderne Wohnhäuser. Was meines Erachtens architektonisch total verschissen wurde sind diese hässlichen „neugebauten“ Hochhäuser gleich oberhalb vom Stadion. Ignoriert man dies allerdings, finde ich hat der Quaxi-Hügel wirklich was zum Alt werden. Eine ruhige angenehme Wohngegend, was mich allerdings stören täte ist, dass es doch ein Stück in die Innenstadt ist und ich denke wenn man mal nach der Arbeit in seiner Wohnung ist, es doch ein gscheides Eck ist, wieder in die Stadt runter zu gehen. Außerdem fahren die Busse am Abend meines Erachtens sehr spärlich, will heißen jede halbe Stunde oder so…und ganz nachts gar nichts mehr. Ich denke definitiv gehört der Quaxi-Hügel zu einen der teureren Wohngegenden von Linz.

Also wir sind dann über den Quaxi-Hügel im Bus, vorbei an der Bergdiele (da war ich schon sehr lange nicht mehr drinnen, aber früher war es echt ein totales Nobelrestaurant) vorbei am  Kürnbergwald nach Hietzing gebraust.

Hitzing mehr als ein Kreisverkehr und ein Spar

Es begann schon zum Dumper werden, als wir Hitzing erreichten und wie mir meine Begleitung schon vorher zugesichert hatte, gab es in Hitzing einen Spar und einen Kreisverkehr. Ich denke das gehört zur Standart-Ausrüstung einer traditionellen Ansiedlung rund um Linz bzw für ein Dorf. Vor 15 Jahren waren alle plötzlich ganz narrisch auf Kreisverkehr. Ich schätze mal da ist einer von einer österreichsichen Statistik-Organisation nach Italien gefahren und dachte: „*Hoch* dort funktionieren Kreisverkehre auch wunderbar, so wenig Unfälle, da schreib ich mal einen Report darüber und lege es der heimischen Regierung vor.“ Die heimische Regierung hat diesen Bericht scheinbar sehr authentisch genommen und irgendwie habens dann alle wie narrisch Kreisverkehre gebaut. Weiß sonst jemand von Euch wie das zustande gekommen ist? Hat Eure Gemeinde auch einen Kreisverkehr? Neben dem Kreisverkehr hat fast jede Gemeinde eine örtliche Nahversorgung. Im Klartext einen Spar oder einen Billa. In Hitzing gibt es einen Spar.

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LILO – LInzer LOkal Bahn

Allerdings gibt es in Hitzung noch was – nämlich die LILO! Schon mal mit der LILO gefahren? LILO = LInzer LOkal Bahn. Gleich neben der Endstation Hitzing ist also eine LILO Haltestelle. Tja und was ich bis dahin noch nicht wußte ist, dass es mit einer Jahreskarte/Monatskarte der Linz Linien möglich ist auch mit der LILO kostenfrei zu fahren. Allerdings nur in der Kernzone Linz und dies ist ab Hitzing gegeben.

Damit die LILO auch in Hitzing stehen bleibt muss man dort bei der Haltestelle aufs Knopferl drucken. So cool! Sowas ist glaub ich wirklich etwas Spezielles bei der LILO. Ich denke, dass kann auch unangenehm sein, wenn man „tramhabert“ in der Früh am Bahnsteig steht und vergisst des Knoperl zu drücken. Im Winter kann das dann wirklich sehr kalt werden. Ist das schon jemanden mal passiert? Packt aus Eure LILO-Stories!…ich höre… Ich freue mich über Kommentare.

Die LILO hat uns dann von Hitzing zum Linzer Hauptbahnhof mitgenommen, wo dann auch unsere kleine Abendreise geendet hat. Ich sage ein großes dickes Danke an meine Begleitung und für den super Tipp mit der LILO. Danke für den schönen Abend!

Wer hat LILO Erfahrungen? Wie pendelt Ihr von Hitzing nach Linz ein? LILO oder Bus? Habt ihr schon mal vergessen den Knopf zu drücken? Freue mich über Kommentare?

Alles liebe

Unbenannt_Signatur Doris

2 Kommentare zu „GES Linz #8 | Linie 17 vom Fernheiz-Kraftwerk bis nach Hitzing und von alten wie auch neuen Begegnungen…

  1. Wieder nett geschrieben. Hitzing ist mir überhaupt nicht bekannt, die Linie 17 (bzw 19, beide haben ja einen identen Verlauf durch die Stadt) brauch ich für 2-3 Haltestellen mehr nicht, aber ich hab mich schon oft gefragt was am Ende dann ist. Danke Doris, nun weiß ich’s 🙂

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  2. Hallo liebe Peter, ich freue mich über dein Kommentar. Ich kannt Hitzing vorher auch nicht und vorallem die LILO bin ich selbst noch nie gefahren. Vorallem des Knopferl an der Haltestelle muss man mal gedrückt haben 😉

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