LIEBE UND SO. VOM GEBEN UND NEHMEN.

Ich denke eines der wichtigsten Dinge die Halt und Energie im Leben geben, ist die Liebe zu den Menschen. Gerade zur Vorweihnachtszeit zur Vorbereitung zum Fest der Liebe (Weihnachten) Grund genug sich genauer anzusehen was das mit der Liebe zwischen Menschen auf sich hat. Ich habe mich hierzu auf die Recherche gemacht und bin da auf einige sehr schöne Gedanken aus dem Newsletter von Christian Sander www.christian-sander.net aufmerksam geworden. Diesen möchte ich hier nun in einer klein wenig abgeänderten Form wiedergeben:

Warum fühlen sich Menschen zu anderen Menschen hingezogen?

Mögen wir einen anderen Menschen tatsächlich nur wegen seiner „positiven Eigenschaften“? Oder gibt es da nicht noch etwas anderes, etwas viel Wichtigeres…? Denke mal kurz an deine beste Freundin. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie einige Eigenschaften besitzt, die dir tierisch auf die Nerven gehen. Vielleicht ist sie chronisch unpünktlich, sie ist dir zu ängstlich oder sie lacht immer so schrill… Was auch immer es ist, du magst deine Freundin – trotzdem – obwohl sie (aus deiner Sicht) auch schlechte bzw. „nervige“ Eigenschaften hat.

Wie du siehst, sind die „guten Eigenschaften“ eines Menschen nicht ausschlaggebend für die Qualität der Beziehung, die man mit ihr hat. Im Gegenteil – man könnte fast behaupten, je mehr man bereit ist, die schlechten Eigenschaften eines anderen Menschen zu tolerieren, umso mehr liebt man diesen Menschen…Weißt du, warum du einen anderen Menschen (wie z.B. deine Freundin) WIRKLICH magst und liebst?

Ganz einfach: Weil du dich auf diesen Menschen VERLASSEN kannst. Weil du ihm VERTRAUEN kannst. Weil deine Freundin mit dir durch dick und dünn geht. Weil du weißt, dass du für deine Freundin ein WICHTIGER MENSCH bist. Anders gesagt: Weil du weißt, dass deine beste Freundin DICH AUCH LIEBT.

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Fakt ist, dass wir Menschen zeitlebens nach anderen Menschen suchen, von denen wir SELBST geliebt werden. Und zwar aus dem einfachen Grund, dass jeder Mensch andere Menschen BRAUCHT, von denen er geliebt wird. Das gibt uns das Gefühl, lebendig zu sein. Niemand von uns ist ein altruistischer Einzelgänger, der sein Leben zurückgezogen in einer Höhle verbringt.

Halten wir also fest: Wir alle BRAUCHEN die Liebe anderer Menschen. Und zwar JEDER Mensch. (Männer eingeschlossen 😉 Wenn uns ein anderer Mensch dieses absolute Grundbedürfnis erfüllt und uns seine Liebe gibt – dann können wir gar nicht anders, als diese Liebe AUCH FÜR diesen zu empfinden.

Aber wie ist das nochmals, da gibt es Menschen die geben uns LIEBE aber trotzdem können wir sie nicht zurück lieben. Warum? Bestimmt hast du schon einmal die Erfahrung gemacht, dass jemand in dich verliebt war, du selbst konntest diese Liebe aber nicht im gleichen Umfang zurückgeben. Er/sie war ja „schon irgendwie süß“, er/sie tat auch alles Erdenkliche für dich, aber du konnten einfach nicht genug Liebe für ihn/sie empfinden. Irgendwie tat dir das auch ungemein Leid, aber du fühltest einfach nicht genug für ihn/sie, wie er/sie für dich.

Das ist so, weil der andere mit seiner Liebe eine Erwartungshaltung beim Anderen auslöst.

Weil er/sie für seine Liebe etwas von dir ERWARTET hat. Er/sie verhielt sich Ihnen gegenüber so hilfsbereit und liebevoll, NICHT weil Sie ihm/ihr als MENSCH wichtig waren, sondern weil er/sie sich eine „Gegenleistung“ von dir erhoffte (nämlich dass du mehr Zeit mit ihm/ihr verbringen, sich häufiger bei ihm/ihr melden, Ihre/seine Zukunft gemeinsam planen usw.) Anders gesagt: Er/sie liebte nicht dich, er/sie liebte nur die VORSTELLUNG von dir.

Wenn wir einen Menschen mögen, und ihm/ihr unsere Sympathie und Liebe geben, weil wir etwas von ihm/ihr ERWARTEN oder uns eine entsprechende Gegenleistung von ihm/ihr erhoffen, dann spürt der andere das früher oder später. Er/sie empfindet diese Liebe dann als „unecht“, er/sie fühlt sich dadurch nicht aufgewertet, sondern eher, als würde er/sie uns permanent etwas schulden. Es fühlt sich für ihn/sie wie eine lästige Verpflichtung an, die er/sie nicht lebenslang erfüllen will…

Das ist der kleine, aber entscheidende Unterschied zwischen „echter“ und „unechter“ Liebe:

Wir verlieben uns in einen anderen Menschen, weil dieser uns WIRKLICH mag und nicht, weil er/sie nur eine Gegenleistung von uns erwartet…!

DAS ist es, was Menschen fühlen (egal ob Mann oder Frau), wenn wir die Liebe eines anderen Menschen nicht mehr erwidern (können).

Fassen wir zusammen:

  • Menschen haben das Grundbedürfnis, von anderen Menschen gemocht/geliebt zu werden.
  • Wir fühlen uns zu Menschen hingezogen, die uns mögen/uns lieben (weil Sie unser Grundbedürfnis erfüllen) wenn dieser andere Mensch uns allerdings nur liebt, um etwas von zu bekommen, dann spüren wir das. Seine Liebe ist nicht „echt“, er/sie liebt uns „gar nicht wirklich“, sondern er/sie verfolgt nur einen egoistischen Wunsch.
  • Wenn seine/ihre Liebe aber „echt“ ist und nicht an Bedingungen geknüpft, dann können wir gar nicht anders, als diesen Menschen AUCH zu lieben, weil er unser Grundbedürfnis erfüllt

Okay, so weit so gut, was schließen wir daher daraus?

  • Wir sollten Menschen so nehmen wie sie sind, ohne sie verändern zu wollen. Entweder wir mögen sie (woraufhin sie uns naturgemäß auch mögen) oder wir lassen es.
  • Beziehungen sollten wir nur mit Menschen eingehen, die wir wirklich mögen/lieben KÖNNEN, so wie sie sind. Wenn wir ihre „Fehler“ und „schlechten Eigenschaften“ nicht akzeptieren können, sollten wir weiterziehen und nicht ihre/seine und unsere Zeit verschwenden (Und das ist der wichtigste Punkt)
  • Wir sollten einen anderen Menschen nicht nur als Mittel zum Zweck sehen. Wir sollten eher darauf achten, ihm/ihr unsere Liebe zu GEBEN, als zu versuchen, Liebe von ihm/ihr zu BEKOMMEN.

Wir Menschen lieben es, wenn wir großzügig sind. Es fühlt sich gut an, wenn wir jemandem zum Essen einladen, oder jemandem ein Geschenk machen. Wir genießen es, anderen eine Freude zu machen. Anders gesagt, es ist eigentlich schöner zu GEBEN als zu NEHMEN. Warum denken wir nicht auch so in der Liebe? Warum sehen wir es als „Investment“ an, wenn wir jemanden lieben? So, als würden wir in etwas investieren, dass sich nur lohnt, wenn wir auch mindestens die gleiche Menge zurückbekommen? Warum sind wir nicht auch großzügig in der Liebe?

Weil wir Angst davor haben, unser Herz zu verlieren… Weil wir fürchten, verletzt zu werden….die Angst wiederrum treibt uns. Das ist aber kurzsichtig, denn gerade die Liebe anderer Menschen gewinnen wir, wenn wir etwas von uns geben! Es fühlt sich gut an wenn wir etwas geben!

Und das faszinierende daran ist, dass wir nur etwas zurück erhalten, wenn wir etwas von uns geben! Denn wir erfüllen damit das Grundbedürfnis des anderen – dieser wird auch unser Grundbedürfnis erfüllen wollen, nämlich uns zu lieben!

Quelle: Christian Sander

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