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URLAUBSZEIT: ALS BLONDINE ALLEINE NACH ÄGYPTEN

Erst gestern haben wir wieder festgestellt: Augenbrauen sind der Rahmen eines jeden Gesichtes. Wenn die Augenbrauen nicht passen, hilft alles Make-up (Wimperntusche, Lippenstift usw) der Welt nichts. Also Leute, gebt auf eure Augenbrauen acht! Warum schreibe ich jetzt über Augenbrauen? … Achja, jetzt weiß ich es wieder!

Als echte Blondine sind Augenbrauen so ein Thema. Nach einer festen Ladung Sommer, Sonne, Meer im Gesicht, werden die Augenbrauen zu weißen nicht mehr vorhandenen Strichen und das Gesicht wirkt dann wie ein ausgelaufenes, nieder-getretenes  Planschbecken. Ich weiß nicht wie es euch da so geht, aber ein Gesicht wie ein nieder-getretenes Planschbecken finde ich persönlich nicht sooo schick!

Wobei Augenbrauen wie Heinz Fischer (ehemaliger Bundeskanzler) haben ja auch irgendwie seinen Reiz.

Ich kann mich erinnern, als Heinz Fischer bei einer Rede vor mir stand und ich minutenlang auf seinen wackelnden Augenbrauen gestarrt habe. Hatte fast etwas Beruhigendes, etwas Hypnotisierendes … ahhhh, ich weiß, ich schweife ab! Gott sei Dank, gibt es für Causa Augenbrauen die Kosmetik! Wobei meine Kosmetikerin bei Heinz Fischer Augenbrauen wahrscheinlich einmal kurz aufschreien würde und statt mit der Pinzette mit der Hecken-Schere anrücken würde … ohhh … meine Gedanken zeichnen da schon wieder Bilder, die ihr echt nicht sehen mögt!

hahah

Nachdem jetzt meine eigenen Augenbrauen wieder vorhanden sind und mein Gesicht einem eingefassten Planschbecken wieder gerecht wird, können wir uns dem eigentlichen Thema widmen. Der Urquelle, warum meine Augenbrauen zu weißen Linien wurden.

Seid ihr bereit?


URLAUBSZEIT: ALS BLONDINE ALLEINE NACH ÄGYPTEN


Ja, ich habe es getan! Ich bin alleine in ein arabisches Land geflogen. Es war mein erstes Mal alleine nach Ägypten, aber es war nicht mein erstes Mal, dass ich alleine in ein arabisches Land geflogen bin.

Ich gebe es zu, wenn ich nicht vorher schon gewußt hätte, wie fantastisch schön das Rote Meer ist und wie toll und herzlich das Hotel ist, inklusive die Bay (Bucht) in der das Hotel sich befindet, was ich mir ausgesucht habe, wäre ich mit Sicherheit nicht nach Ägypten geflogen. Es bricht mir das Herz was da von Hurghada weg bis rüber Makadi Bay abgeht.

Ein Hotel-Bunker nach dem anderen, Pauschalurlauber die sich nicht mal bewußt sind ob nun die ägyptische oder griechische Sonne auf ihr Haupt scheint.

Hauptsache billig! Hauptsache Meer und Sonne!

Dementsprechend verhalten sie sich auch.

Mindestens so asozial wird alles verkauft was nicht niet- und nagelfest ist. Da werden Hetzjagden auf Delfine und sonstige andere Meeressäugetiere veranstaltet, nur um den Touristen Attraktionen zu liefern. Ich distanziere mich von solchen Sachen, da es meiner Meinung nach ein Zeugnis von Dummheit, Respektlosigkeit an Natur und Kultur ist.

Jedoch bin ich trotzdem Ägypten Fan!

Es gibt nämlich neben dem Pauschal-All-Inclusive-Wahnsinn richtig tolle Flecken zum Traumurlaub machen mit tollen Menschen und für gutes Geld.

Flecken die meinem Sicherheits-, Wohlfühl-Standards entsprechen und auch ähnliche Erwartungen an einen respektvollen Umgang mit Natur und Kultur haben. Bevor ich aber jetzt weiter Lobeshymnen, über diese Flecken, von mir gebe, lasst uns darüber sprechen, was ich dort im fernen Ägypten im Groben so erlebt habe …

  • Ich war schnorcheln rund um die Korallenriffe und Open-Water im Roten Meer!
  • Ich war das erste Mal richtig tauchen!
  • Ich war zweimal trainieren in der Fitness!
  • Ich habe superleckere Sun-Downer mit Blick aufs Meer getrunken!
  • Ich habe Korallen, Zebrafische und Delfine gesehen!
  • Ich habe mir den neuen Film von Lady Gaga unter dem afrikanischen Sternenhimmel angesehen!
  • Ich war am Roten Meer auf einem Schiff und habe die untergehende Sonne beobachtet!
  • Ich bin stundenlang im Wasser gesessen und habe die Kiter beobachtet!
  • Ich war einen ganzen Tag lang nur planschen und Sonne liegen!
  • Ich habe mich in ein arabisches Gewand geschält und habe arabisches Essen genossen!
  • Ich habe unfassbar tolle und herzliche Menschen kennengelernt!
  • Ich war nachts baden!
  • Ich …

…verdammt es war einfach richtig schön, dieser Urlaub!

Ja, und ich bin auch wieder zurückgekommen, ganz ohne Kamele! Obwohl ich laut europäischen Kamel-Zähler mindestens 81 Kamele auf Grund meiner äußerlichen Gegebenheiten wert bin! Wenn man so rechnet, dass ein Kamel ca 1.000 EUR wert ist … hm … und dabei ist noch nicht mal mein Hirn mit eingerechnet. Den offiziellen Kamel-Rechner, findet ihr HIER.

Flughafen Hurghada

Gut, der Flughafen bzw die Ankunft/der Abflug in Hurghada gehört nicht zu den schönen Erlebnissen. Ich würde mal sagen, sind wir froh, dass es den Flughafen gibt, weil sonst würde es schwer werden ins Paradies nach Soma Bay zu kommen. Am Flughafen in Hurghada muss man über viele Dinge hinwegsehen und gerade als alleinreisende Frau gleicht der Flughafen einem Spießrutenlauf.

Meine Tipps an euch:

Lasst euch niemals aus der Ruhe bringen, auch wenn mindestens sechs oder acht Ägypter um euch stehen und euch mit immer den selben Fragen – wie zum Beispiel: Where you from? Passport? Where are you going? – belästigen und auch noch ziemlich heftig und laut dabei werden, obwohl ihr es schon 100-mal vorher den relevanten Sicherheitspersonen beantwortet habt.

Lasst euch auch nicht aus der Ruhe bringen, wenn ihr unzählige teilweise sinnlose Schmierzetteln ausfüllen müsst, wo die Ägypter teilweise selbst nicht wissen, warum ihr das ausfüllen sollt.

Gebt euren Pass niemals aus der Hand und wenn ihr den Pass aus eurer Hand gebt, dann habt ihr euren Pass im Blickfeld. Verstanden!

Zieht euch was Anständiges an bzw habt Pullover und Decken mit! Zum einen ist es kalt am Flughafen und die Klima dort ist unter aller *au, es zieht wie in einem Vogelhaus, zum anderen seid ihr in einem arabischen Land. Habt Respekt vor der Kultur und bedeckt euch! Ihr müsst kein Kopftuch tragen, aber es muss echt nicht sein, halb nackt und mit fast Badeklamotten, wo schlichtweg Körperteile fast permanent heraushängen die wirklich nicht jeder sehen muss, herumzulaufen, wie ich es bei vielen gesehen habe.

Der Flughafen Hurghada war wirklich von der ganzen Reise wieder das Ernüchterndste.

Letztes mal habe ich mir von den Pommes dort beim Burger King fast eine Magenvergiftung eingefangen, diesmal wurde mein neuer Hartschalen-Koffer ramponiert! Wie das passieren konnte, keine Ahnung, aber in Hurghada schaffen sie alles!

Ich will mich nicht beschweren. Manche Dinge muss man einfach so annehmen! Leben und leben lassen. Die Welt ist groß und Ägypten einfach auf einem anderen Kontinent.

Meinen Fahrer habe ich dann außerhalb vom Flughafen gefunden. Er hat mich dann fast eine halbe Stunde im Fahrzeug sitzen lassen, während er mit den anderen Fahrern geraucht hat. Warum ich eine halbe Stunde, im Fahrzeug warten musste, tja, das konnte er mir wohl selbst nicht beantworten. Wird wahrscheinlich emotionale Gründe gehabt haben, die er mir nicht erklären wollte. Als alleinreisende Frau habe ich beschlossen einfach mal abzuwarten, ist manchmal keine schlechte Strategie. Nicht, dass ich je Angst gehabt hätte, aber manchmal muss man Zank nicht provozieren und manchmal ist ein bisschen Geduld halt keine schlechte Strategie. Man muss ja auch berücksichtigen, wie wenig wahrscheinlich diese Fahrer verdienen und wie wenig Bildungshintergrund sie haben. In ihrer Wahrnehmung bin ich wahrscheinlich eine „fette“, reiche verwöhnte europäische Touristin die von A nach B fahren will und ruhig ein bisschen warten kann.

Wir sind dann losgefahren. Eine gute Stunde und einige Sicherheits- und Grenzkontrollen später bin ich dann endlich im Paradies angekommen.

Soma Bay

Warum Soma Bay für mich das Paradies ist? Ganz einfach … die Bucht befindet sich direkt am Roten Meer.

Ein Hausriff ist dort, ein kleiner Hafen, eine Tauch- und eine Kiteschule und eine Handvoll sehr qualitativ hochwertige Hotels. Die ganze Bucht ist landschaftliche atemberaubend schön. Das Rote Meer ist wie eine Badewanne, herrliche 30 Grad und die Farben, einfach der Wahnsinn!

Das ist aber noch nicht alles!

Der wesentliche Vorteil von Soma Bay ist, dass ich mich als alleinreisende Frau, ohne permanent – so wie am Flughafen in Hurghada oder auch in Hurghada selbst – angequatscht zu werden bewegen kann.

Versteht mich nicht falsch, ich habe kein Problem damit, ich habe gelernt damit umzugehen, wenn man unterwegs ist, und auf Menschen trifft die, 1000-mal die einfachsten Sachen im Gespräch wiederholen und dabei immer lauter werden.

Jedoch ist das dann kein Urlaub für mich!

Ich mag mich entspannen können und da möchte ich Ruhe und Frieden haben und mich mit Menschen umgeben können, die eben so viel Verstand haben, damit ein normales Gespräch ohne ständige Wiederholungen und schreien stattfindet. Weiters möchte ich nicht als Touristin, der man das Geld mit allen möglichen Angeboten rigoros aus dem Beutel zerren möchte, wahrgenommen werden.

Das ist einfach nervig und stellt für mich auch keine Entspannung dar!

In Soma Bay bin ich genau vor diesen Wahnsinn geschützt. Da gibt es sowas nicht! In der gesamten Bay kann man „bargeldlos“ bezahlen. Überall lassen sich tolle Sundowner trinken mit toller Musik. Per Transfer kann man sich überall in der Bay hin fahren lassen, wenn man nicht zu Fuss gehen möchte, weil zu heiß. Auf der Strandpromenade kann man mit Elektro-Buggys mitfahren. Sportlich aktiv, sauber und hochwertig wird in Soma Bay ganz groß geschrieben. Aber auch Ruhe und Erholung.

Stop, ich höre schon auf! Ich will euch ja eigentlich erzählen was ich so erlebt habe…

The Breakers

Ich steige aus meinem Transfer aus. Die Hitze erschlägt mich fast und ich gehe rasch mit meinem Gepäck zum klimatisierten Empfangsraum. Nach einem kleinen Erfrischungsgetränk werde ich in mein Zimmer gebracht. Meine Zimmertüre befindet sich mit Sichtschutz ganz oben mit Blick auf den Pool. Ich gehe in das geräumige Zimmer. Ein wunderschönes Bad mit einer großen Dusche mit Glasfront, Spiegeln und Toilette auf meiner linken Seite. Weiter im Raum ein großes Doppelbett und der Balkon mit seitlichen Blick aufs Meer. Alles sehr sauber und stilvoll. Ich fühle mich wohl, stelle meine Koffer ab, stelle die Klimaanlage aus und lege mich kurz aufs Bett. Ich schließe meine Augen, atme und bin glücklich. Plötzlich klopft es an meiner Zimmer-Tür. Mir wird ein Flugblatt übergeben.

Ein Flugblatt, welches an mich persönlich adressiert ist: „Liebe Doris, für alle Alleinreisenden gibt es bei uns im Breakers Freitag und Dienstag am Abend einen kostenlosen Kennenlern-Cocktail. Komm vorbei, wir freuen uns!

Ich überfliege die Zeilen und freue mich. Noch nicht mal angekommen und schon mein erster „Termin“. Was für eine tolle Idee.

Es ist erst früher Nachmittag, darum beschließe ich eine Runde ums Hotel und zum Strand zu gehen. Ich packe meinen Badeanzug und Sonnencreme in meine Badetasche. Große Handtücher bekomme ich laut Hotelinfo vom „Handtuch-Mann“ unten beim Pool.

Die Handtücher sind groß und flauschig, genauso wie ich das mag. Als Einsatz habe ich dem Handtuch-Mann ein Kärtchen gegeben. Am Pool vorbei, den Gang entlang gehe ich durch das offene Restaurant vor zum Meer. Ich bleibe einen Moment stehen, weil die Schönheit und die Farben bringen mich wie immer zum Staunen. Die blau und türkisfarbenen Farbtöne vom Himmel und Meer werden nur vom grün der Palmen bzw vom Sand unterbrochen. Das Bild was sich mir darbietet, wirkt eher wie eine Fotomontage. Wolfgang Ambros würde wahrscheinlich in dem Moment sagen: „Zwickt’s mi, I glaab I tram!“

Es ist allerdings Realität. Den Nachmittag verbringe ich in meiner Liege am Strand bzw in der Hängematte. Dazwischen kühle ich mich im Pool ab und am späteren Nachmittag gehe ich raus zum Steg um beim Seiteneinstieg mein ausgedehntes Bad entlang des Riffs im Roten Meer zu machen. Mit der Zeit wird mir das Meer aber zu warm, darum lege ich mich auf den Steg und ich beobachte die Fische.

Am Abend beim Cocktail bin ich bereits sehr müde. Die lange Anreise, der Tag am Wasser, haben mich müde gemacht. Vera, die Assistentin vom Hotel-Management – Stefan Reichl – drückt mir einen Cocktail in die Hand, weil ich „Schussel“ wiedermal ein paar Minuten zu spät bin. Ich stelle mich zur Gruppe und warte mal ab. Neben mich gesellt sich ein junger Schweizer, der sich als Jonas vorstellt, der mich sofort angrinst und mir seinen Tauch-Tag erzählt. Ich bin sehr müde, trotzdem ist er mir irre sympathisch. Beim Essen sitzen wir nebeneinander. Generell sind die Tische im Breakers rund, somit sitzt keiner alleine wenn er nicht möchte. Egal ob beim Frühstücken oder Abendessen. Neben mir auch noch eine sehr sympathische Deutsche, wo wir beiden allerdings im ersten Moment nicht so wirklich was miteinander anfangen konnten. Lag wohl daran, dass wir beide sehr müde waren. Wie sich allerdings dann schnell herausgestellt hat, haben wir eine ähnliche Art von Humor und somit haben wir die Woche einiges an Zeit miteinander verbracht. Immer an ihren tauchfreien Tagen haben wir etwas zusammen unternommen bzw uns am Abend gesehen. Was für eine unfassbar schöne Zeit!

Warum ich euch das alles erzähle? Ich bin wirklich schon viel alleine auf Urlaub gewesen und habe auch schon viele Menschen dadurch kennengelernt. Dieser Urlaub war aber trotzdem etwas Besonderes. Ich liebe den Mix aus ich kann alleine sein wenn ich möchte und aber wenn ich möchte kann ich mich mit unglaublich reflektierten, herzlichen Menschen unterhalten bzw etwas unternehmen. Der Werbespruch vom Breakers ist: „Welcome home“! Dieser Werbespruch ist für mich mehr als nur ein Spruch. Das Breakers ist ein magischer Ort, wo sich tatsächlich so Menschen wie ich treffen: Reflektierte aktive Menschen mit Herz und Hirn. Es war für mich wie ein wunderschönes Zuhause am Meer!

Ich habe in dieser Woche noch weiter so unfassbar sympathische Menschen kennengelernt. Kiter und Taucher aus England, aus Deutschland, aus der Schweiz. Keine einzige Sekunde habe ich mich dort einsam gefühlt oder alleine. Da gab es zuhause in Österreich bzw unter Menschen in Gruppen schon mehr Momente wo ich mich einsamer und allein gefühlt habe.

Zum Hotel selbst, da steckt so viel Herzblut drinnen. Fast jeden Abend gibt es ein besonderes Programm. Aber alles mit Stil und nicht zu viel. Es ist alles klein und fein gehalten. Besonders gefallen hat mir der Kinoabend oben am Dach unterm Sternen Himmel. Während ich auf die große Leinwand gestarrt und Bradley Cooper und Lady Gaga beim Verlieben zugesehen habe und mir Tränen übers Gesicht gerollt sind, habe ich auch gleichzeitig eine Sternschnuppe am atemberaubenden afrikanischen Nacht-Himmel gesehen. Wer den afrikanischen Himmel schon mal gesehen hat, weiß wovon ich spreche. So etwas Schönes und Klares sieht man selten.

Eines Abends lag auf meinem Bett ein arabisches Gewand. Ein langes Nachthemd oder wie einige meiner neu-gewonnenen Freunde es bezeichneten „Geister-Klamotten“. Das Breakers veranstaltet einen arabischen Abend, wo jeder Gast im traditionellen Gewand erscheinen darf. Was für eine tolle Idee! Wie auch immer Nachthemd oder Geister-Klamotten, ich finde die arabischen Gewänder sehr schön. Ein bisschen heiß war es, das Gewand zu tragen, aber sonst richtig toll. Der Abend hatte wirklich Flair!

Das Kitehouse

Das Kitehouse befindet sich am Ende der Bucht. Mit einem Transfer vom Hotel kann man jederzeit rüber fahren. Das Rote Meer ist fast nicht wellig und Wind ist eigentlich immer da. Beste Voraussetzungen für Kiter. Jeden Nachmittag finden, kostenlose Schnupper-Kite-Kurse statt. Aber auch so zahlt es sich aus rüber ins Kite-House zu fahren. Stundenlang im Wasser hocken und die Kiter beobachten, das hat was. Am besten am Vormittag, am Nachmittag lässt der Wind ein bisschen nach und es sind weniger Kiter draußen. Schwer empfehlen kann ich den Eis-Kaffee im Kitehouse. Guter schwarzer Kaffee, ungesüßt, ein Träumchen und mit Blick oben im ersten Stock aufs Meer und auf die Kiter, gleicht alles eher einem unrealistischen Film als der Wirklichkeit, weil so schön. Auch Essen kann man im Kitehouse angeblich richtig gut. Habe selber nichts probiert, aber was ich gesehen habe, hat lecker ausgesehen.

Die Tauchbasis

Die Tauchbasis befindet sich gleich neben dem Breakers. Sie gehört zu den ORCA Dive Clubs und hat angeblich laut allen Tauchern die mir begegnet sind exzellente Qualität. Was ist wenn ich euch jetzt erzähle, dass die Tauchbasis von einem Österreich geführt wird? Also einem halb Ägypter und Österreicher. Momo, so nennt er sich, führt seit ca 2 Jahren die Tauchbasis in Soma Bay. Wie sich dann auch noch herausgestellt hat, ist er in der Nähe von Linz aufgewachsen und in Wels hat er gearbeitet. Wie klein doch die Welt ist!

Die Tauchbasis bietet auch so wie bei den Kitern, Schnupperkurse an. Eigentlich wußte ich schon lange, dass wenn ich es probiere, ich mit Sicherheit angefixt werde. Ich liebe das Wasser, ich liebe das Schnorcheln, ich liebe das Schwimmen. Ich liebe die Ruhe und Stille die vom Wasser ausgeht. Die Unterwasserwelt fasziniert mich schon lange. Eine komplett andere Welt, in der man zusehender Besucher sein darf. Beste Voraussetzungen für eine angehende Taucherin nicht?

Vom Schnupperkurs habe ich mir nicht so viel erwartet. Ein bisschen schwimmen und mit der Flasche atmen wurde mir gesagt. Insgesamt wurden es aber dann ca 1,5 Stunden. Mein ägyptischer Tauchlehrer war scheinbar, sehr angetan, dass er zwei Mädels das Tauchen zeigen darf und er war noch überraschter, dass vom ersten Augenblick als wir die Weste und Flasche hinten drauf hatten es für uns eine Leichtigkeit war, wie ein Fisch im Wasser zu agieren. Also, ich kann jetzt nur von mir reden, aber von Sekunde eins habe ich gewußt, da ist die Doris in ihrem Element. Das Schweben, die Schwerelosigkeit, das ruhige atmen, die Ruhe – ein TRAUM! Somit durfte ich Hand in Hand mit meinem Tauchlehrer das Riff abtauchen. Ich habe Doktorfische gesehen. Fische die wie der Meeresboden, Sand, selbst aussehen. Ach stellt euch vor, es war wie im Film: „Findet Nemo!“ Es war atemberaubend schön! Ich bin hin und weg. Tauchen, es war mir schon klar, dass es schön ist, aber das es so schön ist und mir so guttut, damit habe ich nicht gerechnet. Meine Ohren waren zwar danach ein bisschen beleidigt, aber das ist nach einiger Zeit, Gott sei Dank, dann wieder weg gewesen.

Zusätzliche Ausflüge

Sunset-Schiffahrt

Direkt bei der Tauchstation könnt ihr die Sunset-Schiffahrt buchen. Jeden Samstag gehts vom Hafen weg raus und mit Musik und Getränken wird der Sonnenuntergang gefeiert.

Ihr könnt euch noch erinnern? Vor zwei Jahren habe ich die Tour schon mal gemacht. Damals mit Silvia von silviaschreibt zusammen.

Damals habe ich, auch wie diesmal keine wirkliche Kamera mitgehabt, nur mein Smartphone. Trotzdem habe ich damals ein kleines Video gemacht um die Eindrücke davon nicht zu vergessen! Ich kann die Sundowner-Bootsfahrt wirklich nur empfehlen. Macht es, wenn ihr in Soma Bay seid! Ist wirklich schön…

Delfin-Tour

Ein Flyer im Zimmer hat mich auf die Delfin-Tour aufmerksam gemacht. Ein Tagesausflug raus aufs Rote Meer zum Schnorcheln mit Delfinen. Ich bin bei solchen Sachen immer sehr skeptisch, da ich einfach schon bereits viele Sachen gesehen habe, die einfach eine Abzocke an Natur und Mensch ist. Alleine hätte ich die Tour nicht gemacht, da sie auch von einem anderen Anbieter durchgeführt wurde, aber da wir gemeinsam beschlossen haben wir melden uns da jetzt an, haben wir es gemacht. Um 5 Uhr morgens wurden wir vom Breakers abgeholt. Nach zig Abholungen von anderen Hotels waren wir dann um ca 08:00 Uhr vorne im Hafen in Hurghada. Frühstück wurde am Boot serviert. Danach ging es dann schon raus und der erste Schnorchel-Gang stand an. Vom ersten Moment an hat mich die Hektik und Schreierei von den Männern an Board gestört. Das ganze glich nicht eher einer schönen, entspannten, respektvollen Art mit der Natur schnorcheln zu gehen sondern einer Hetzjagd auf Delfine.

Das Boot fuhr hinaus zu speziellen Riffen und dann ging die Schreierei schon los: „Put your fins on, now, now, now, now! Put your mask on, now, now, now, now! Go into the water, now, now, now, now!“ Es wurde dir keine Zeit gelassen für nichts. Es wurde Stress gemacht damit ja jeder einen Delfin zu sehen bekommt. Ich verstehe es ja, es gibt einfach genug Touristen die kaufen so was und beschweren sich danach sie haben keinen Delfin gesehen, weil sie es nicht verstanden haben, dass sie auf einen Schnorchel-Ausflug sind und wenn sie was sehen wollen den Kopf unter Wasser stecken müssen, was man ja beim Schnorcheln normalerweise so macht. Jedoch denke ich, hat das nicht etwas mit der Dummheit der Touristen zu tun, sondern auch mit dem Aspekt, dass man halt die Leute angenehmer und ruhiger im Vorhinein „briefen“ müsste.

Es ist zum Beispiel kein einziges Mal gefragt worden, ob alle schwimmen können. Ich meine schwimmen am offenen Meer. Schwimmen im offenen Meer ist was anderes als im Pool. Außerdem müsste auch überprüft werden, wie fit die Menschen sind, damit sie überhaupt im offenen Meer schwimmen können.

In meinem Fall lasse ich mir gerne Zeit, gerade beim Schnorcheln. Ich lege mich gerne stundenlang aufs Wasser und blicken den Fischen zu. Was mir aber nicht gefällt ist, wenn ich während ich so da liege permanent angeschrien werde. Eine hat mich besonders angeschrien: “ Follow the Guide“ „Follow the Guide“! Ich habe ihr zugenickt, dass ich ja eh bei meinem Guide bin. Sie hat mich weiter attackiert, bis sie gecheckt hat, dass ich gar nicht zu ihrer Gruppe gehöre.

Auch wenn unser Guide geschrien hat: „Here, here, look down, here!“ Konnte ich nicht sofort der Anweisung folgen, weil viele in der Gruppe einfach ganz wenig Körpergefühl und Respekt hatten. Die meisten sind einfach ohne Verluste wie die Irren den Guide hinterher, damit sie ja einen Delfin sehen. Ob man da als anderer in der Gruppe ein Flosse oder eine Hand ins Gesicht oder sonst wo bekommt war denen herzlich egal! Außerdem wenn fast 15 Leute derartig weg-paddeln und schnaufen als würden sie den Mount-Everest ohne Vortraining besteigen, sieht man wegen dem ganzen Sprudel und Blasen, was sie im Wasser machen, sowieso nichts.

Beim zweiten Schnorchel-Gang bin ich daher ausgestiegen. Ich hatte keine Lust mehr auf so viel irrsinnige Schreierei und Touristen die Angst haben etwas zu versäumen. Ich habe daher am Boot etwas geschlafen und wurde dann belohnt mit einen Schwarm an Delfinen, die fast neben mir aufgetaucht sind. Wenn die Dinge zu einem kommen wollen, dann kommen sie eh, da muss man nicht wie eine Horde Verrückter hinterherlaufen.

Manchmal würde ich mir wirklich wünschen, die Welt würde verstehen, dass ein bisschen Entspanntheit mehr zum Erfolg führt als Hetze und Ungeduld. Obwohl ich Ungeduld wirklich verstehen kann, die Welt ist groß und unsere Zeit, Ressourcen beschränkt. Ich muss mir auch sehr oft bewußt machen, alles geht halt nicht im Leben, aber ja ist halt so. Darum sollten wir dankbar sein, für die Dinge die uns das Leben einfach so zu spielt. Menschen, Natur, Orte. Atmen und Ruhe. Alles wird, wenn es werden will!

Zusatzinformationen

Wie kommt ihr jetzt also nach Soma Bay?

Entweder ihr bucht einen Flug extra und das Hotel extra inklusvie Transfer oder ihr bucht pauschal.

In meinem Fall habe ich pauschal gebucht und bin mit Air Cairo direkt von Linz weggeflogen. War mega angenehm für mich. Pauschal war in meinem Fall um einiges günstiger, dafür jedoch war ich eben pauschal unterwegs. Konkret heißt das, der Flieger ist ein Billigflieger mit lauter Touris drinnen, die wie verrückt klatschen, wenn das Ding landet. Ich bin auf einen Transfer angewiesen, den ich mir so nicht gebucht hätte und muss mich dann auch noch mit Reiseleitern herumschlagen, die ich eigentlich nicht brauche und die mir Ausflüge verkaufen wollen, die ich nicht will. Außerdem ist der Transfer von und zum Flughafen, viel zu früh, so dass man idiotensicher fast 3! vor Abflug sinnlos am Flughafen sitzen muss. Für mich als Vielreisende nicht unbedingt das Gelbe vom Ei.

Einzeln buchen

Die Flugpläne nach und von Hurghada ändern sich immer wieder, aber von Wien, München und eben auch über Linz lassen sich immer irgendwie Flüge finden bzw buchen. Entweder online oder Reisebüro.

Zur Info: Auf meiner Seite – REISE-GUIDE – habe ich das schon mal zusammengefasst, wie ich mir meine Flüge buche.

Das Breakers kann man dann via Homepage auch direkt buchen. Das Management vom Breakers sind alle deutschsprachig.

The Breakers Diving & Surfing Lodge
Tel: +20 65 356 28 41
Mobil: +20 12 77 55 44 60
Fax: +20 65 356 28 40
Email: info@thebreakers-somabay.com
https://www.thebreakers-somabay.com

Pauschal buchen

Pauschal von Österreich weg, lässt sich wunderbar über die

Restplatzbörse

wie auch über

FTI Touristik

buchen!

In Soma Bay selbst wie gesagt sind noch wenige andere Hotels. Ein Kempinski, was wirklich toll ist zum Planschen und Genießen – die Pool-Landschaft, das Essen und auch der Service dort sind der Hammer! Ich war damals vor zwei Jahren im Kempinski, zum Blogbeitrag geht es HIER. Die anderen Hotels, ausgenommen das Cascades, habe ich noch nie von innen gesehen. Als Alleinreisende würde ich aber eher immer zum Breakers tendieren, als zu den anderen Hotels.


Anmerkung: Dieser Bericht wurde ohne jegliche finanzielle Unterstützung und ohne Werbe-Hintergrund realisiert. Es hat sich dabei um meinen privaten Urlaub gehandelt. Darum hatte ich keine Kamera, sondern nur mein Smartphone mit. Alle Fotos die entstanden sind, sind mit meinem Smartphone durch mich aufgenommen worden. Der gesamte Urlaub wurde von mir selbst finanziert. Da mir der Urlaub richtig gefallen hat und man Glück teilen sollte, weil ich es sich dann angeblich verdoppelt, habe ich mich entschlossen darüber zu schreiben und diese Empfehlung fürs Paradies weiterzugeben. Ich bin unfassbar dankbar, was ich dort für eine schöne Zeit hatte. Ich sage Danke zu allen Menschen die mir dort begegnet sind und meine Zeit dort einzigartig gemacht haben. ❤

4 Kommentare zu “URLAUBSZEIT: ALS BLONDINE ALLEINE NACH ÄGYPTEN

  1. Da war ich auch schon mal.
    Ein Paradies.

    Liebe Grüße
    Tina von Wimpernverlängerung Salzburg

  2. Mohamed Fetouh

    Sehr geehrte Frau Prohaska,

    Ich bedanke mich bei Ihnen für das tolle und ausführliche Feedback über Ägypten, Soma Bay und Orca. Ich habe heute den Bericht von Ihnen lesen dürfen.
    Doch leider, bin ich über etwas gestolpert.
    Ich kann mir leider nicht vorstellen bzw. erklären, dass ich mich als Basisleiter von Orca gegenüber Ihnen vorgestellt habe! Wie kommen Sie auf diese Information?

    Liebe sonnige Grüße aus Soma Bay 😊😊😊
    Momo
    (Mohamed Fetouh)

    • Sehr geehrter Herr Fetouh, wow danke für das Kommentar! 🌞 Ist es nicht so? Es gab eine Vorstellrunde, wo alle Aktivitäten beim Frühstückstisch vorgestellt wurden und dabei wurden Sie vorgestellt als Orca-Basisleiter, hab ich mich da verhört? Danach haben wir auch kurz geredet…

      Wenn es nicht so ist, dann tut es mir leid, dann wahr es wohl ein Missverständnis.

      Liebe Grüße und Danke für die tolle Zeit!

      Doris

  3. johanjosef

    ich verfolge immer deine Wanderungen und reisen mit aufmerksamkeit und freue mich schon jetzt auf deinen nächsten Bericht.
    L:G:Johann

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