Blog, Schweden, Unterwegs
Hinterlasse einen Kommentar

10 Monate Schweden – Wie ich der Kälte wieder entkam…

Gestern als ich Nachrichten geguckt habe, ist Russland aber auch Schweden erwähnt worden. Wahnsinn – Kinder wie die Zeit verfliegt. Jetzt ist es bald sieben Jahren her, dass ich ca ein Jahr in Skandinavien gelebt habe. Genauer in Südschweden. Von da habe ich Stockholm, Götheburg, Finnland und Russland besucht. Von September 2007 bis Juni 2008 war das. Ein aufregendes Studienjahr mit ganz vielen Eindrücken und neuen Erfahrungen vorallem, weil ich mit fast 800 Austauschstudenten aus allen Ecken der Welt in einer Kleinstadt studiert habe. Aber auch die Anreise mit meinen kleinen VW-Golf durch halb Europa, gekoppelt mit einem 3-wöchigen Urlaub in Nord-Deutschland, Dänemark und Ostküste-Schweden. Weiters die vielen Reisen unter anderem Finnland und Russland. Schon das Besorgen des Visums für Russland war damals aufregend. Von Växjö, Schweden aus flogen wir nach Stockholm. Mit der Fähre weiter nach Turku, Finnland. Dort erwartete uns, der Autobus der uns zuerst nach Helsinki brachte. Nach einem halben Tag Sightseeing und der Oper Carmen am Abend verließen wir am nächsten morgen wieder Helsinki. Weiter gings nach St. Petersburg. Ankunft in St. Petersburg, Besichtigung der Stadt. Am folgenden Tag abends Abreise nach Moskau. Besichtigung der Stadt. Der Rote Platz, Kreml etc. In der Nacht ein Lichterspiel wie in einer Traumwelt.

Nach einem Tag Besichtigungen Rückfahrt nach St. Petersburg und Turku. Turku – Stockholm – Stockholm – Rückflug nach Växjö. Ich habe damals nicht mal 4 Tage nach der Reise in meinen alten Blog einen Blogbeitrag geschrieben. Ich finde es ist immer schön und lustig, mal einen Blick in die Vergangenheit zu machen.

BILD2302 S73R1784 BILD2424

Das waren meine ersten Blog-Anfänge und ich möchte sie Euch nicht vorenthalten. Hier findet Ihr einen Querschnitt all meiner Eindrücke und Erfahrungen die ich während meiner „Schweden-Zeit“ gemacht habe. Viel Spaß beim Lesen

www.dorisinsweden.blogspot.co.at

Anmerkung: Für mich war dieses Jahr sowohl für mein Wirtschafts-Studium wie auch kulturell und für mich selbst eine Bereicherung. Dieses Jahr wäre niemals für mich möglich gewesen, wenn es nicht so tolle Einrichtungen, Beratungen seitens meiner Heimat-Universität bzw auf meiner schwedischen Universität in Växjö gegeben hätte. Ich kann die Argumente damals wie auch heute von zigtausenden Studenten gegen ein Auslandsstudium nicht verstehen. Von wegen, dass das Heimatstudium dann nicht schnell genug abgeschlossen werden kann bzw zuwenig finanzelle Ressourcen bzw Unterstützung vorhanden und sowieso und überhaupt was bringt den der kulturelle Austausch ist doch eh überall gleich, studieren und Leistung muss man überall bringen und schließlich will man ja schnell wieder in die Wirtschaft zum Arbeiten. Das Ganze ist nur viel Aufwand für nichts, waren die Argumente.

BILD2454 BILD2460 BILD2456

Diese Argumente kann ich leider nicht bestätigen. Im Gegenteil ich bin im Rahmen meines Diplomstudiums der Wirtschaftswissenschaften von meiner Heimatuniversität Linz ausgehend ins Ausland gegangen. (Hier findet ihr aktuell immer alle Auslandsprogramme: http://www.jku.at/content/e262/e245 ) Durch mein Auslandsjahr konnte ich eine Spezialisierung und einen Schwerpunkt schnell und effizient in zwei Semestern abschliessen. Weiters habe ich als Zusatz noch eine Bachelorarbeit verfasst und somit wurde mir der Grad Bachelor of Business Education in Schweden verliehen. Schon alleine in einem hochangesehen Land wie Schweden zu studieren und somit an andere Literatur oder Universitäts-Prüfungsmechanismen herangeführt zu werden war spannend. Bei den Schweden zählt nämlich Gruppenarbeiten und viel Praxis in der Ausbildung. Bei uns – gerade an den Wirtschaftsunis – ist eher Einzelkämpfer-Status angesagt, dass wirkt sich auch auf unsere Problemlösungskompetenz später dann in der Arbeitswelt aus. Zum Finanziellen: Ich habe während meinem Studium nebenbei gearbeitet. Ich habe mich seit meinem 17 Lebensjahr selbst erhalten und immer alleine Wohnungen etc bezahlt. Ich habe immer ein bisschen gespart und zusammen mit den ERASMUS-Förderungen und den LANDOÖ Förderungen, die Leistungsnachweise verlangen, konnte ich dann ins Ausland gehen. Somit zieht auch dieses Gegenargument nicht. Mittlerweile sind die Auslandsförderungen sogar nochmals um vieles erhöht worden.

BILD2598

Was hat mir nun das Auslandsjahr gebracht?

  • Ich konnte spannende Kurse in einer wirklich wunderschönen neugebauten Universität genießen.
  • Ich habe erlebt was wirklich Gruppenarbeiten bedeutet, gerade mit verschiedensten Kulturen.
  • Ich habe Erfahrung gemacht mit Kulturen aus allen Ecken der Welt und habe auch heute noch ein Netzwerk aus diesen damaligen Kontakten über den ganzen Globus.
  • Ich habe im Rahmen meiner Bachelorarbeit zusammen mit einem schwedischen Unternehmen arbeiten dürfen und habe somit praktische Erfahrung dort sammeln können.
  • Ich habe die Weiten von Schweden und das herrliche Design erfahren dürfen.
  • Ich konnte bei einem schwedischen Schul-Kinder-Buch mitwirken.
  • Ich habe Schweden zu allen 4 Jahreszeiten erleben dürfen.
  • Ich habe gelernt mich in einem fremden Land wo ich niemanden kenne schnell zu managen bzw Toleranz und Geduld.
  • Ich habe umfassende Einblicke in ein kompett anderes Bildungs- und Gesundheitssystem erhalten.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s